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KINOTE 01.2021

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Um einen Wandel der Finanzbranche erfolgreich zu meistern, müssen Kreditinstitute sowohl Chancen als auch Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz (KI) erkennen. Unter der neuen Marke KINOTE der Bank-Verlag GmbH finden Sie Meldungen, Studien und Fachartikel zum Themenkomplex KI. Wir beantworten Ihre Fragen rund um KI. Wir berichten über Trends, neue Technologien, Forschungsergebnisse und daraus entstehende Möglichkeiten, die KI Ihrem Unternehmen bietet.

52 01 | 2021

52 01 | 2021 Automatisierte Vorprüfung KI kann Baufinanzierung effizienter machen

01 | 2021 53 Über Künstliche Intelligenz (KI) wird in der Finanzbranche viel diskutiert. Ob als Robo Advisor im Anlagebereich, als Chatbot in der Customer Journey oder zur Betrugsprävention im Online Banking – eine Reihe potenzieller oder bereits realisierter Einsatzfelder sind in der Diskussion. Doch ist KI in der Bau finanzierung denkbar? Bisher war die Technologie dort kein Thema. Doch das dürfte sich ändern. Nach Meinung von 62 Prozent der Entscheider in der deutschen Finanzwirtschaft wird Künstliche Intelligenz (KI) in den kommenden fünf Jahren ein wichtiges Thema der Branche. Zu diesem Ergebnis kommt die PwC­Studie „How mature is AI adoption in financial services?“ aus dem vergangenen Jahr. Als Ziele eines KI­Einsatzes nennen 80 Prozent der Befragten Effizienzgewinne, 70 Prozent Kosteneinsparungen, 56 Prozent Personalisierung und 50 Prozent Compliance. Dazu passen auch die KI­Projekte, über die in der Branche und der Öffentlichkeit diskutiert wird. Sie reichen von Anlageberatung über Automatisierungen im Online­Kundenservice bis hin zur Betrugsprävention. Die Marktfolgeprozesse in der Baufinanzierung finden sich bislang nicht unter den gehypten Einsatzfeldern von KI. Prozessautomatisierung hat Verbesserungspotenzial Dabei ist die Frage, warum das so ist, durchaus berechtigt. Schließlich dürfte im Bereich Prozessautomatisierung noch Luft nach oben sein. Denn hier wird vieles noch händisch erledigt. Das liegt grundsätzlich zunächst an der Tatsache, dass Baukredite in aller Regel in Tranchen ausbezahlt werden und so gut wie nie auf einen Schlag. Die fällige Finanzierungsrate wird von den Finanzierern erst angewiesen, wenn bestimmte, vorher vereinbarte Meilensteine beim Bau erreicht sind. Der Bauherr muss den entsprechenden Baufortschritt nachweisen. Das kann mittels Handwerkerrechnungen, Fotos, Gutachten oder auch durch einen Ortstermin mit einem Bankmitarbeiter geschehen. Die Kreditsachbearbeiter dürfen die Zahlung erst freigeben, wenn sie von der Richtigkeit der Angaben des Kreditnehmers überzeugt sind. Die Folge ist ein häufig mühseliges Klein­Klein, das obendrein weitgehend analog abläuft. Nun drängt sich zunächst keine Automatisierungsmöglichkeit auf – weder bei der Kommunikation mit dem Bauherrn, noch beim Check einge­

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