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diebank 10 // 2019

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

BERUF & KARRIERE

BERUF & KARRIERE FINANZBILDUNG ETF, Disagio, Rendite – Was ist das denn? Millionen im Lotto gewinnen, eine Villa von der Tante erben, einen reichen Partner heiraten – von solchen Klischees träumen insgeheim viele Menschen. Doch wie man selbst mehr Geld aus Geld macht, davon wollen die meisten nichts wissen. Nur noch etwas mehr als ein Drittel der Deutschen interessiert sich laut einer Studie des Bankenverbands „stark“ oder „sehr stark“ für Wirtschafts- und Finanzthemen. Wie steuern die Banken gegen? Und was bringen die Angebote? Name ist Jordan Belfort. In dem Jahr, als ich 26 wurde, habe ich 49 „Mein Millionen Dollar verdient! Schöne Scheiße, drei mehr und es wären eine Million pro Woche gewesen.“ Wie man so jung an so viel Geld kommt, davon erzählt Martin Scorseses Film „The Wolf of Wall Street“, der nur wenige Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise 2013 in die Kinos kam. Basierend auf dem autobiografischen Bestseller des amerikanischen Börsenmaklers, im Film von Leonardo di Caprio gespielt, lässt der Regisseur die Zuschauer teilhaben an Aufund Abstieg des Finanzjongleurs, der sich mit Charisma und Chuzpe, Habgier und Hemmungslosigkeit einen Namen in der Welt des Geldes und zügig ein Vermögen macht. Aus- 58 10 // 2019

BERUF & KARRIERE schweifende Partys, Lamborghinis und Luxusyacht – so schön kann Geld sein. Doch die Mehrheit muss sich kräftig anstrengen, wenn vom Verdienst etwas übrigbleiben soll. Und das legt fast jeder dritte Deutsche erst einmal ganz unspektakulär für Notfälle zur Seite, wie eine im Juli 2019 veröffentlichte Umfrage des Bankenverbands zu Finanzaffinität, Finanzwissen und Anlageverhalten der Deutschen ergab. Als weitere Sparmotive folgen mit deutlichem Abstand „größere Anschaffungen“ und die „Altersvorsorge“. Doch das Sparen wird immer schwieriger, seit die Lieblingsanlage der Deutschen, das Sparbuch, keine Erträge mehr abwirft und die Rente im Alter nicht mehr ausreicht – worunter Frauen noch stärker als Männer leiden. Wenn eine Frau mit 67 in den Ruhestand geht, bekommt sie im Schnitt 140 € weniger gesetzliche Rente als ein Mann, haben Wissenschaftler der Uni Mannheim ausgerechnet. Nach 15 Jahren fehlen ihr damit im Vergleich gut 25.000 €. Und zu allem Überfluss muss das Ersparte auch noch immer länger reichen, da wir älter werden. Eigentlich, so könnte man schlussfolgern, müsste das Interesse an der cleveren Geldvermehrung steigen. Zu wenig Interesse an Finanzthemen, … Doch das Gegenteil ist der Fall: Nur noch etwas mehr als ein Drittel der Deutschen interessiert sich „stark“ oder „sehr stark“ für Wirtschafts- und Finanzthemen. Das sind deutlich weniger als vor zwei Jahren, als dies noch auf fast die Hälfte zutraf, so die Studie des Bankenverbands. Vor allem Jüngere (bis 30 Jahre) und die 40- bis 49-Jährigen lässt das Thema oftmals kalt. „Um sich ökonomische und finanzielle Grundkenntnisse aneignen zu können, muss man aber wirtschaftliche Sachverhalte verstehen“, sagt Julia Topar, Leiterin Gesellschaftliches Engagement und Veranstaltungsmanage- 10 // 2019 59

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