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diebank 09 // 2019

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

PERSONALIEN

PERSONALIEN Personalien/Bücher Wunsch verlassen. Er hatte maßgeblich zur erfolgreichen Neuausrichtung der Concardis beigetragen. PPI AG, Hamburg. Der langjährige Vorstandsvorsitzende Thomas Reher (58) hat sich zum 1. Oktober in den Ruhestand verabschiedet. Neuer Vorsitzender des Beratungshauses ist Dr. Thorsten Völkel (Foto), zuständig für die Bereiche Payments und Softwareentwicklung sowie die Auslandstöchter. Der 41-jährige Ingenieur ist seit 2009 bei PPI und seit 2015 im Vorstand. Den bislang von Thomas Reher verantworteten Bereich Banken übernimmt Peter Hoffner (55), zuvor Leiter Geschäftsfeld Kredit, Banksteuerung und Regulatorik. Quirion AG, Berlin. Martin Daut (58, Foto) hat die neu geschaffene Position des Chief Executive Officers angetreten. Er übernimmt die Aufgaben von Gründer Karl Matthäus Schmidt, der Vorstandsvorsitzende der Quirin Privatbank wechselt dafür in den Aufsichtsratsvorsitz der Vermögensverwaltungstochter. Daut verfügt über vielfältige Berufserfahrung in der Technologie- und Finanzbranche und hat auch früher bereits mit Schmidt zusammengearbeitet: Als langjähriger CEO des 1994 von Schmidt gegründeten Online-Brokers Consors (heute Consorsbank). Schroder Investment Management GmbH, Frankfurt am Main. Saida Eggerstedt (Foto) ist künftig als Head of Sustainable Credit für den Asset Manager tätig. Dabei kommt ihr eine entscheidende Rolle beim Ausbau des Angebots an nachhaltigen Unternehmensanleihen-Strategien zu. Eggerstedt kommt von Deka Investments, wo sie die Position Head of Corporates, Financials innehatte. Swisscanto AM International SA, Frankfurt am Main. Enzo Puntillo (46) wird ab dem 1. November das Asset Management der Zürcher Kantonalbank verstärken und den Bereich Emerging Market Debt weiter auszubauen. Zuletzt war Puntillo als Leiter des Fixed Income Bereichs bei GAM Zürich tätig. In seiner neuen Position berichtet er direkt an den Leiter Fixed Income, Benno Weber. SYZ Asset Management, Genf. Stephen Jen wurde zum Vorsitzenden des External Advisory Board für das Team für Total-Return-Strategien ernannt. Jen ist CEO und Co-CIO von Eurizon SLJ Capital, einem Londoner Vermögensverwalter, der auf Schwellenländeranleihen, Währungsmanagement und makroökonomische Analysen spezialisiert ist und zur Bankengruppe Intesa Sanpaolo gehört. Der Wirtschaftswissenschaftler war u. a. lange bei Morgan Stanley tätig, z. B. als Global Head of Currency Research. Außerdem war Jen beim Internationalen Währungsfonds (IWF) für die Volkswirtschaften in Osteuropa und Asien zuständig. Gleichzeitig verlässt Chief Investment Architect Guido Bolliger das Unternehmen, bleibt aber Mitglied im Scientific Advisory Board und unterstützt in dieser Funktion die wissenschaftliche Basis der aktiven Anlagestrategien des Unternehmens mit seiner umfassenden Expertise im Bereich Quant. UnternehmerTUM GmbH, Garching. Christian Mohr (37) ist Anfang Oktober als Partner bei B.NEO eingestiegen, der Innovationsberatung des Zentrums für Innovation und Gründung der TU München. Der diplomierte Wirtschaftsjurist soll mithilfe des Start-up-Ökosystems ganzheitliche Lösungen für etablierte Firmen finden. Mohr bringt viele Jahre Projekt-Erfahrung als Berater bei KPMG mit, wo er den von ihm aufgebauten Bereich Innovationsberatung mit Schwerpunkt Technologie in Deutschland geleitet hat. Darüber hinaus hat er sich einen Namen als Legal-Tech-Experte gemacht und engagiert sich im Beirat des Berliner Migration Hub Networks. NORBERT HÄRING SCHÖNES NEUES GELD – PAYPAL, WECHAT, AMAZON GO. UNS DROHT EINE TOTALITÄRE WELTWÄHRUNG Campus Verlag, Frankfurt 2018, 256 S., 19,95 €, ISBN 978-3-593- 50914-3 Am Bargeld scheiden sich die Geister. Immer lauter werden die Forderungen nach seiner Abschaffung. Warum? „Bargeld ist umständlich, es ist teuer, kostet die Banken und die Verarbeiter etwas“, so die Befürworter. Digitales Geld hingegen sei volkswirtschaftlich gerechnet viel billiger. Ein mächtiges Argument ist natürlich auch das Geldwäsche-Risiko. Natürlich sei Bargeld attraktiver, wenn man Steuern hinterziehen möchte oder sonstige Aktivitäten plane, die keine Spuren hinterlassen sollen, gibt Autor Norbert Häring etwa im Interview auf „KenFM“ frei heraus zu. Dabei ginge es aber eher um kleinere Summen. Die wirklich großen Betrügereien würden nicht mittels Bargeld verübt. Der Wirtschaftsexperte und promovierte Volkswirt warnt in seinem Buch davor, dass der Mensch in der bargeldlosen Welt durch seinen Konsum vollends gläsern werde. Längst gibt es Systeme, die Bezahlen mittels Fingerabdruck oder Gesichtserkennung ermöglichen. Aber diese Kontrolle bietet noch mehr Möglichkeiten – man denke nur an das chinesische „Sozialpunkte“-System – und eröffnet für Häring den Weg in den Orwell’schen Überwachungsstaat. Nicht von ungefähr erinnert ja auch sein Buchtitel an Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“. Und wer steckt nun hinter der vermeintlichen Verschwörung zur Abschaffung des Bargelds bzw. der „finanziellen Inklusion“, wie sie auch genannt wird? Für Häring wirkt im Hintergrund eine „mächtige Organisation“, z. B. die „Better than Cash-Alliance“ (jene Organisation, die u. a. von Bill Gates und großen Kreditkartenherausgebern gegründet wurde und die gemeinsam mit Regierungen, anderen Organisationen und Unternehmen vorgeblich gegen die Armut kämpft, indem sie weltweit den bargeldlosen Zahlungsverkehr durchsetzen will) und das Weltwirtschaftsforum. Dieses unterhalte eigene Programme zur Digitalisierung des Zahlungsverkehrs und zum Aufbau umfassender biometrischer Bevölkerungsdatenbanken. Mit deren Hilfe würden große Konzerne Lieferanten in armen Ländern zwingen, auf den digitalen Zahlungsverkehr umzustellen. Wer sich weigere und Arbeiter bar bezahle, würde ausgelistet. Auch das kenianische Modell M-Pesa sieht Norbert Häring kritisch. Das sonst gern als Musterbeispiel bezeichnete Mobiltelefon-basierte Bezahlsystem basiere auf happigen Nutzungsentgelten: Bargeld abzuheben koste bis zu 20 Prozent, Überweisungen bis zu 44 Prozent – alles sehr rentabel für den Betreiber Safaricom, eine Vodafone-Tochter… Dieses Werk ist unterhaltsam und informativ. Aber das Buch stimmt ein wenig traurig, denn man sieht eine Gefahr auf sich zukommen und ist sich der Ohnmacht bewusst, nichts dagegen unternehmen zu können. Dennoch – oder gerade deswegen – ist die Lektüre sehr ans Herz zu legen. (Anja U. Kraus ) 72 09 // 2019

Impressum ZEITSCHRIFT FÜR BANKPOLITIK UND PRAXIS FLORIAN MÖSLEIN / SEBASTIAN OMLOR FINTECH-HANDBUCH. DIGITALISIERUNG, RECHT, FINANZEN Verlag C.H. Beck, München 2019, 655 S., 179,- €, ISBN 978-3-406-71366-8 Ähnlich tiefgreifend wie dereinst die industrielle Revolution, transformieren FinTechs (ein Akronym aus den Begriffen Financial Services und Technology) seit einigen Jahren den Banken- und Finanzmarkt. Was ihnen gemeinsam ist: Ihre Dienstleistungen basieren auf der Digitalisierung. Die Finanz- Start-ups bringen moderne Technologien in den Markt ein, die sie aufgrund ihrer schlanken Substanz meist wesentlich schneller entwickeln und umsetzen können, als alteingesessene Banken mit einer eher behäbigen Struktur. Zu nennen sind hier etwa die Disintermediation durch internetbasierte Plattformen oder die Dezentralisierung durch die Blockchain- bzw. Distibuted-Ledger-Technologie. Auch Angebote wie ICOs (Initial Coin Offerings), Crowdfunding oder Robo Advisors wären ohne FinTechs kaum vorstellbar. In diesem Zusammenhang kommen natürlich vielerlei rechtliche Fragestellungen auf, deren Beantwortung bislang auch an einem fehlenden „FinTech-Recht“ scheitert. Die Marburger Rechtswissenschafts-Professoren Möslein und Omlor haben mit ihrem Handbuch ein beachtenswertes Kompendium geschaffen, das viele dieser Rechtsfragen mit den Entwicklungen der Digitalisierung und Transformation in der Finanzbranche in Zusammenhang bringt und diese zu beantworten versucht. Digitalisierung, Recht und Finanzen sollen getreu dem Untertitel miteinander in Verbindung gebracht werden, und die Beiträge stammen von den zurzeit wohl profiliertesten deutschen Juristen der Szene. Das Buch ist in drei Teile gegliedert: Teil eins widmet sich den Grundlagen von FinTechs. Im zweiten Teil werden typische Bankgeschäfte untersucht, die durch FinTechs abgewickelt werden, und im dritten Teil analysieren die Autoren die Dimension, die FinTechs aufgrund ihrer internationalen Verfügbarkeit einnehmen. Das Buch richtet sich an Rechts- und Syndikusanwälte, die ein Nachschlagewerk benötigen, es adressiert aber auch Mitarbeiter in Aufsichtsbehörden und Rechtspolitiker, und sollte darüber hinaus auch im Bücherschrank des interessierten Bankpraktikers nicht fehlen. (Red.) ULRICH REICHLE JAHRESPLAN AUFSICHTSRAT. PRAXIS- BUCH FÜR AUFSICHTSRÄTE VON GENOS- SENSCHAFTSBANKEN, SPARKASSEN UND PRIVATBANKEN Schäffer Poeschel Verlag, Stuttgart 2019, 411 S., 69,95 €, ISBN 978-3-7910-4430-9 Wer sich als Aufsichtsrat einer Bank – gleich welchen Sektors – mit den steigenden Anforderungen an die Überwachungstätigkeit in den letzten ca. zehn Jahren auseinandersetzen muss, hat es nicht leicht. Ausgelöst durch die Finanzkrise hat der europäische wie der deutsche Gesetzgeber eine solche Vielzahl von Verordnungen, Gesetzen und Rundschreiben veröffentlicht, dass deren Komplexität nur äußerst schwer zu erfassen ist. Der Autor ist als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater selbstständig tätig. Er richtet das Werk nicht nur an die Aufsichtsorgane selbst, sondern auch an seine Berufskollegen, die sich als Abschlussprüfer einer Bank mit der Aufgabenerfüllung des Aufsichtsrats beschäftigen müssen. Das Praxishandbuch ist sehr detailliert aufgebaut (allein das Inhaltsverzeichnis umfasst schon 18 Druckseiten) und beinhaltet eine Übersicht, wie die Aufgabenerfüllung eines Aufsichtsratsmitglieds erfolgen kann. Die Aufgaben des Aufsichtsrats sind im Jahresplan aus den rechtlich relevanten Grundlagen dargestellt. Innerhalb der Gesetze, Verordnungen oder anderer Unterlagen sind die Aufgaben entsprechend den Paragrafen aufsteigend behandelt. Auf den ersten allgemeinen Teil, der sich an alle Banken richtet, folgen Sonderteile mit den gesellschaftsrechtlichen Regelungen sowie die Konkretisierung der allgemeinen Überwachungspflichten für Genossenschaftsbanken. Im letzten Buchteil gibt es Arbeitshilfen und Praxistipps für die Aufsichtsräte von Banken und Sparkassen. Inkludiert sind auch hilfreiche Online-Materialien, wie eine Excel-Tabelle zur Planung von Aufsichtsratssitzungen. Für den betroffenen Personenkreis dürfte dieser Jahresplaner eine willkommene Unterstützung seiner Arbeit darstellen. (Red.) Liebe Leserin, lieber Leser, wenn auch Sie Vorschläge für unsere Personalien haben, dann mailen Sie uns doch einfach Ihren Text und ein Foto an: die-bank@bank-verlag.de. Ihre Redaktion (Es besteht kein Anspruch auf den Abdruck.) Verlag und Herausgeber: Bank-Verlag GmbH Wendelinstraße 1, 50933 Köln Tel.: +49/221/5490-0, Fax.: +49/221/5490-315 E-Mail: die-bank@bank-verlag.de Chefredakteur: Wilhelm Niehoff (V. i. S. d. P.) Redaktion: Anja U. Kraus (Redaktionsleitung), Tel.: +49/221/5490-542 E-Mail: anja.kraus@bank-verlag.de Dogan Michael Ulusoy, Tel.: +49/221/5490-519 E-Mail: dogan-michael.ulusoy@bank-verlag.de Mediaberatung: medien@bank-verlag.de, Tel.: +49/221/5490-602 oder Tel. : +49/221/5490-327 Produktionsleitung: Armin Denzel Layout: Katrin Frese Geschäftsführer: Wilhelm Niehoff (Sprecher), Michael Eichler, Matthias Strobel Handelsregister: Köln: HRB 65 USt-Id.-Nr. DE 12279 4759 Steuer-Nr. 223 5802 2339 VN 11756 Abo- und Leserservice: Tel.: +49/221/5490-500, Fax: +49/221/5490-315, E-Mail: medien@bank-verlag.de Lektorat: Ulrike Ascheberg-Klever, Köln Druck: ICS Communications-Service GmbH Voiswinkeler Str. 11d, 51467 Bergisch Gladbach Erscheinungsweise: Printausgabe (ISSN 0342-3182): 10 x im Jahr E-Mail-Newsletter: mindestens monatlich Anzeigenpreise: Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 33 vom 1.1.2019 Bezugspreise: Einzelheft: 16,00 €, Abo: 140,00 € pro Jahr (inkl. 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