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diebank 07 // 2020

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

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EDITORIAL » Bei der Neubesetzung an der Aufsichtsratsspitze konnte Cerberus sich nicht durchbeißen. « Finanz-Sommer ohne Langeweile Liebe Leserin, lieber Leser, „Veröffentlichen Sie in diesem Sommer auch wieder die Top-Tabelle der deutschen Kreditwirtschaft?“ lautet die Frage, die uns in jedem Jahr – spätestens ab Ostern – sehr häufig gestellt wird. Und die Antwort lautete auch diesmal wieder: „Aber natürlich!“ In dieser Ausgabe ist es nun soweit, und wir präsentieren stolz die Auflistung, auf die die gesamte Branche wartet. Schauen Sie gleich mal auf die Seite 8ff und entdecken Sie, ob „Ihr“ Institut eventuell Plätze gutmachen konnte. Und auch diesmal gilt unser Dank dem Kollegen Harald Kuck, der wieder unzählige Stunden mit der Auswertung von Geschäftsberichten zugebracht und bienenfleißig diese Tabelle für uns erstellt hat. Dass dieser Sommer anders ist, als die letzten, liegt nicht nur am Fortbestehen der Covid-19-Pandemie, verbunden mit fehlenden oder eingeschränkten Urlaubsreisen. Anders ist auch, dass in den letzten Wochen so gar keine Langeweile auf dem Finanzmarkt aufkommen wollte. Da gab es zunächst den überraschenden Doppel-Rückzug an der Spitze der Commerzbank. Freitagnachmittags, als die Branche eigentlich bereits in Wochenend-Stimmung war, verkündeten CEO Martin Zielke und auch Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann, dass sie ihre Posten zur Verfügung stellen würden. Zielke sagte zu seinen Gründen, die Bank brauche eine tiefgreifende Transformation sowie einen neuen Chef, „der vom Kapitalmarkt auch die notwendige Zeit für die Umsetzung einer Strategie bekommt“. Dem vorangegangen war zuletzt beißende Kritik des Großaktionärs Cerberus, der dem Management, wie kolportiert wurde, u. a. „unausgereifte und mangelhaft umgesetzte Bemühungen“ gegen den Niedergang der Bank vorwarf. Immerhin: Bei der Neubesetzung an der Spitze des Aufsichtsrats konnten sich die Amerikaner nicht durchsetzen; ihre vorab verbreitete Stimmungsmache gegen Hans-Jörg Vetter verpuffte, und der 68-jährige Routinier wurde Anfang August zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Die Bestellung eines oder einer neuen Vorstandsvorsitzenden lässt bei Redaktionsschluss noch auf sich warten… Und dann war da natürlich auch die milliardenschwere Insolvenz in Aschheim, bei der sich Markt, Aufsicht und Politik unisono nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. Die krimireife Pleite des einstigen DAX-Lieblings Wirecard hat nicht nur viele Tageszeitungs-Redaktionen vor dem großen „Sommerloch“ bewahrt, sie hat echtes Thriller-Potenzial, und die Produzenten dürften sicher längst in den Startlöchern stehen, um sich die Filmrechte für den Stoff zu sichern. Warten wir ab, was dieser Sommer noch so alles ans Licht bringen wird. Es bleibt sicher spannend. Herzliche Grüße Ihre 07 // 2020 3

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