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die bank 06 // 2019

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MANAGEMENT INTERVIEW MIT

MANAGEMENT INTERVIEW MIT ANDREAS ANGERER Weiblichkeit zeigen, ohne provokant zu wirken Was ziehe ich nur an? Seitdem viele Banken die Kleiderregeln gelockert haben, stehen deren Mitarbeiterinnen vor der Qual der Wahl. Auch im Schwarzacher Modeunternehmen René Lezard denkt man über trendige Business Looks nach. Das Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitern verkauft seine Kollektionen in sechs eigenen Filialen in Deutschland sowie im Fachhandel. Mit Chefdesigner Andreas Angerer sprach unsere Autorin über einfarbige Hosenanzüge, Jeans in der Bank und Strumpfhosen im Sommer. die bank: Herr Angerer, zu welchem Outfit würden Sie einer Frau raten, die sich bei einer privaten Bank für eine Führungsposition bewerben möchte, wenn sie auf Nummer sicher gehen will, aber nicht uniformiert auftreten möchte? Andreas Angerer: Ich würde ihr zu einem Blazer raten und einer Hose in einem anderen Stoff und einer anderen Farbe. Das strahlt eine gewisse Seriosität aus, ohne uniformiert auszusehen. Da es in einer Bank um Geld geht, darf der Look natürlich nicht zu lässig sein. Ein strenger Dresscode existiert selbst in der Finanzwelt nicht mehr. Die Individualität steht im Vordergrund. Der Stil muss zur Frau passen. Ob die Bankerin etwa zu Hose oder Kleid einen fünf Zentimeter hohen Pumps oder einen flachen Ballerina trägt, hängt letztlich davon ab, worin sie sich wohl fühlt oder was besser zu ihrer Größe und Figur passt. die bank: Wovon würden Sie abraten? Angerer Sneaker, die man sonst auf jeden Fall zu einem Hosenanzug auch in der Bank tragen kann, würde ich nicht für eine Bewerbung wählen. Einfarbige Hosenanzüge finde ich zu spießig und zu bunt ist auch nicht gut. Dann schon eher Hose und Bluse in derselben gedeckten Farbe, etwa navy, taupe oder ein softer Erdbeerton. die bank: Was sind aktuell die wichtigsten Trends in der Business-Mode? Angerer: Der Blazer feiert ein Comeback. Zweireihig, strukturiert und eher formell im Look. Definierte Schultern, schönes Revers. Man kombiniert ihn am besten mit weich fallenden Tops und leger sitzenden Hosen. Er passt aber auch gut zu Rock oder Kleid, und das funktioniert auch für die Bank. Bei den Farben bieten wir immer die Klassiker schwarz, weiß, beige an. Der große Gewinner ist aktuell navy. Und bei den Schuhen sind Mules, also flache und hinten offene Schuhe, nach wie vor in. Mules zu einem Hosenanzug – das ist eine tolle Geschichte, auch in der Bank. die bank: Sie sind viel international unterwegs. Wie kleidet sich die deutsche Geschäftsfrau verglichen mit den europäischen oder amerikanischen Kolleginnen? Angerer: Die deutsche Geschäftsfrau macht das gar nicht so schlecht. Sie ist ordentlich angezogen, und die Europäerinnen unterscheiden sich da nur wenig, nicht einmal die Französinnen, wie man denken könnte. Es gibt nur eine Ausnahme: Die Italienerinnen stechen wirklich heraus. Wer es nicht kann, das sind die Amerikanerinnen. Die meisten dürfen ja im Business nicht mal eine Hose tragen, sondern nur Röcke, kniebedeckt, Länge 62. In der Tasche tragen sie die High Heels zur Arbeit, um sie dort gegen Sneaker zu tauschen. Kein Wunder, dass Goldman Sachs die Regeln lockert. Dann dürfen die Frauen wahrscheinlich endlich mal eine Hose tragen. die bank: Was darf in keiner Garderobe einer Geschäftsfrau fehlen? Angerer: Ein dunkelblauer Blazer und eine perfekte weiße Bluse, auch wenn man beides nicht zusammen tragen sollte. Das wirkt zu streng. Wir arbeiten gerade an einer neuen taillierten Bluse, die klassisch ist und gleichzeitig weiblich, da man sie am Kragen 28 06 // 2019

MANAGEMENT die bank: In der Jeans in die Bank? Angerer: Auf jeden Fall, wenn es eine gute Jeans ist. Dazu sollte man dann aber keine Sneaker tragen, sondern einen schicken Schuh und einen schönen Blazer mit einem guten Oberteil. die bank: Was sind absolute No Gos beim Business Look von Frauen? Angerer: Zu viel Farbe und zu unruhige Muster, etwa Blumen, das geht für mich gar nicht. die bank: Was empfehlen Sie bei den Accessoires? Angerer: Seit dem Revival der Foulards von Gucci sind Tücher und Schals wieder angesagt. Sie haben viele Vorteile. Sie machen die strenge Silhouette eines Blazers weicher und schmeicheln auch der Figur, etwa bei einer großen Oberweite oder einer nicht vorhandenen Taille. nicht schließt. Eine Bluse soll ja keine Herrenhemd-Kopie sein. Eine Frau sollte ihre Weiblichkeit zeigen können, ohne provokant oder sexy zu wirken. Aber feminin soll es schon sein dürfen. die bank: Was sind typische Kleidungsfehler bei Geschäftsfrauen? Angerer: Viele Frauen kaufen ihre Kleidung zu klein. Sie denken, ich hatte doch immer 36, da passe ich schon noch hinein. Eine etwas größere Konfektionsgröße sieht besser aus als eine zu kleine. die bank: Muss Frau auch im Hochsommer Strumpfhosen tragen? Angerer: Wenn der Sommer so wird der letzte, tut mir jede Frau leid, die in Strumpfhosen in die Bank gehen muss. Bei einem längeren Rock kann man darauf auf jeden Fall verzichten. Bei kürzeren Röcken würde ich aber eine Strumpfhose empfehlen. Das sieht besser aus. die bank: Herr Angerer, vielen Dank für das Gespräch. Die Fragen stellte Eli Hamacher. 06 // 2019 29

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