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diebank 05 // 2020

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MANAGEMENT CORONA UND

MANAGEMENT CORONA UND DIE NEUE ARBEITSWELT Banker zwischen Filiale und Homeoffice Am Abend des 11. März 2020 stufte die Weltgesundheitsorganisation die Verbreitung des Coronavirus als Pandemie ein. Seitdem hat sich auch der Alltag von Banken und FinTechs von Grund auf verändert, im Job und privat. Wie gehen die Chefs und die Mitarbeiter mit dieser Herausforderung um? die bank hat sich in der Branche umgehört und mit Betroffenen gesprochen. die bank: Wo erreiche ich Sie? Claudia Leonhardt-Witt: In unserer Filiale in Berlin-Tempelhof. Wir gehören zu den rund 200 Filialen, die seit der Kontaktsperre durchgehend geöffnet hatten. die bank: Fühlen Sie sich sicher an Ihrem Arbeitsplatz? Neben „Bleiben Sie gesund“ hört und liest man ja vor allem den Satz „Bleiben Sie zuhause“. Leonhardt-Witt: Ja, auf jeden Fall. In den Filialen haben wir sofort große Spuckschutzwände bekommen. Es ist ausreichend Desinfektionsmittel vorhanden, und eine Kollegin hat sogar Mundschutzmasken besorgt. Wer will, kann sie tragen. Ein Wachmann achtet zudem darauf, dass die wartenden Kunden ausreichend Abstand halten. (Anm. d. Red.: Die Interviews wurden vor der allgemeinen Verpflichtung der Bundesländer zum Tragen von Masken geführt.) 24 05 // 2020

MANAGEMENT INTERVIEW 1 „Die Digital-Skeptiker denken jetzt um“ Claudia Leonhardt-Witt leitet bei der Commerzbank den Marktbereich Berlin-Tempelhof und geht wie sonst auch jeden Tag in die Bank. Mit neuen digitalen Produkten will das Institut seine Kunden unterstützen. die bank: Halten sich denn alle Kunden an die neuen Regeln? Viele sind doch aktuell auch sehr gestresst. Leonhardt-Witt: Die meisten sind diszipliniert. Aber es gibt leider auch welche, die noch vor der Filiale an der Schlange vorbeigehen. Dann wird es plötzlich laut in der Menge, und der Wachmann muss einschreiten. die bank: Sie haben insgesamt 20.000 Kunden. Wie hat sich die Kontaktsperre der Regierung auf den Filialbesuch ausgewirkt? Leonhardt-Witt: Es kommen ca. 50 Prozent weniger Kunden. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir entsprechend weniger zu tun haben. Das Geschäft hat sich stark auf das Telefon verlagert. Zudem öffnen sich jetzt viele Digital-Skeptiker für Online- und Mobile Banking. die bank: Haben Sie nach Ausbruch der Krise Produkte digitalisiert? Leonhardt-Witt: Ja, man kann jetzt zum Beispiel einen Ratenkredit online beantragen. Für kleine Unternehmen und Selbstständige haben wir zudem eine Corona-Kredit-Antragstrecke für KfW-Mittel online gestellt. Auch Versicherungsverträge können die Kunden online abschließen. Die notwendige Unterschrift leisten sie über eine Unterschriften-App. die bank: Wie ist die Stimmung bei den Kunden? Leonhardt-Witt: Wir führen schon hoch emotionale Gespräche. Viele Privatkunden und auch Unternehmer stehen mit dem Rücken zur Wand. Wir versuchen dann, sehr schnell zu helfen. Wir können zum Beispiel bei Ratenkrediten eine dreimonatige Zahlungspause einräumen oder in der Baufinanzierung sogar die Tilgung bis zu sechs Monate aussetzen. Das entspannt die Situation erst einmal. die bank: Und wie kommen Sie persönlich mit der Situation klar? Leonhardt-Witt: Solch eine Krise habe ich natürlich noch nie erlebt. Trotzdem versuche ich wie sonst auch, die Arbeit gedanklich nicht mit nach Hause zu nehmen. Um sich selbst zu schützen, muss man den Hebel nach Feierabend umlegen. Ab einer bestimmten Uhrzeit lese ich auch keine Nachrichten mehr. Insgesamt sind die Tage anstrengender geworden, weil ich jetzt alle Einkäufe für meine Eltern übernehme. Das ist eine zusätzliche Belastung. Zum Glück haben wir aber einen schönen Garten, in dem ich mich erholen kann. Das macht das Zuhause bleiben angenehmer. die bank: Wie reagiert Ihr Arbeitgeber in der Ausnahmesituation? Leonhardt-Witt: Von meinem Arbeitgeber fühle ich mich auch in der Krise gut abgeholt. Wir sind alle eng vernetzt und halten uns in TelKos auf dem Laufenden. Und wir haben zum Beispiel einen „Audio-Doc“ mit unserem leitenden Betriebsarzt, Dr. Michael Drees, der regelmäßig Hintergründe zum Virus liefert. Dr. Drees beleuchtet in den rund vierminütigen Podcasts Facetten von Covid-19 und gibt Empfehlungen für die individuelle Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. 05 // 2020 25

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