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die bank 12 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

AKTUELLER EIU-REPORT Was

AKTUELLER EIU-REPORT Was Treasurer um den Schlaf bringt ó Das Corporate Treasury muss seine unternehmensweiten Verantwortlichkeiten erweitern, um Risiken infolge wirtschaftlich schwieriger Zeiten bewältigen zu können. So lautet das zentrale Ergebnis des aktuellen Berichts der EIU (Economist Intelligence Unit) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank. Dabei bereitet das globale Wirtschaftswachstum vier von zehn der insgesamt 150 befragten Treasurer die größten Sorgen. 55 Prozent geben an, dass sie ihre Kompetenzen dem rasch verändernden makroökonomischen Umfeld anpassen müssen. 80 Prozent der Befragten halten zurück. Daher gilt die Veränderung der Investmentstrategien für überschüssige Liquiditäten als bevorzugter Weg, um Treasury-Management-Strategien dem Niedrigzinsumfeld anzupassen. Mehr als sieben von zehn Befragten sehen auch die Einführung neuer Technologien als gewinnbringend an, um die Kompetenzen der Treasurer zu erweitern. Dennoch zögern immer noch viele Verantwortliche vor deren Einsatz, meist aus Angst vor Cyber-Attacken. Auch die Lawine an neuen regulatorischen Anforderungen bringt den Treasurer um den Schlaf. Die Finanzmarktregulierung erzeugt ein Gefühl der Frustration. Fast 40 Prozent der Befragten denken, dass die Arbeitsbelastung in den nächsten zwölf Monaten unverändert bleibt, 40 Prozent rechnen mit einer Erhöhung des Arbeitsaufkommens. 10 TIPPS FÜR DEN EXPORT Chinas Binnenmarktorientierung ó Die chinesische Wirtschaft soll künftig verstärkt auf den Binnenkonsum ausgerichtet werden – so der Paradigmenwechsel der Regierung. Das bietet deutschen Exporteuren interessante Absatzchancen im Reich der Mitte. Besonders vielversprechend ist in diesem Zusammenhang der Absatz über E-Commerce-Plattformen. Hier erwarten Analysten von Frost & Sullivan eine Verdoppelung der weltweiten B2B-Umsätze im Zeitraum 2012 bis 2020, die sodann 12 Bio. US-$ betragen sollen. Für China prognostiziert das Forschungsinstitut jährliche Wachstumsraten von 25 Prozent in diesem Bereich. Auch im B2C-Bereich hat China längst die Weltspitze beim Online-Umsatz erreicht, Top-Seller sind dabei vor allem Designermode und elektronische Geräte. Wer sich in diesem Segment engagieren will, sollte den Markt sowie die Konsumgewohnheiten seiner Zielgruppe genau kennen. Ebenso wichtig für eine reibungslose Abwicklung der Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen sind fundierte Kenntnisse der Einfuhrmodalitäten im Bereich des grenzüberschreitenden Handels. Das von Altradius jüngst veröffentlichte Handbuch „Erfolgreich exportieren nach China“ bietet Exporteuren hierfür einen Zehn-Punkte-Plan, der wichtige Probleme und Herausforderungen anspricht und Hinweise gibt, wie sich diese erfolgreich meistern lassen. VERMÖGENSVERWALTER GERATEN ZUNEHMEND UNTER DRUCK Die Goldenen Zeiten sind offenbar vorbei ó Nach vier Wachstumsjahren in Folge ist das Gesamtvermögen der weltweit 500 größten Fondshäuser erstmals gesunken. Gleichwohl konnte die Gruppe der 20 größten Vermögensverwalter mit BlackRock, Vanguard und State Street an der Spitze ihren Marktanteil auf knapp 42 Prozent etwas ausbauen. Zu den Top-20 gehören aus Deutschland die Allianz (Platz 5) und die Deutsche Bank (Platz 11). Das gesamte verwaltete Vermögen sank 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent auf 76,7 Bio. US-$. Dies geht aus einer gemeinsamen Studie des US-Finanz- und Wirtschaftsmagazins „Pension & Investments“ und Willis Towers Watson hervor. Auf Fünf-Jahressicht jedoch stieg das verwaltete Vermögen um fast 19 Prozent, was einem jährlichen Plus von knapp 3,5 Prozent seit 2010 entspricht. Deutlicher als an dem Rückgang im Jahresvergleich lassen sich die Hürden für Vermögensverwalter an der Portfolioallokation ablesen. Im vergangenen Jahr haben das Niedrigzinsumfeld und Währungsschwankungen die Vermögensverwalter weltweit vor Herausforderungen gestellt. „Erschwerend kommt hinzu, dass die goldenen Zeiten sich nun eindeutig ihrem Ende neigen“, sagt Nigel Cresswell, verantwortlich für das Investment Consulting bei Willis Towers Watson Deutschland. Die Assetmanager sei- en seit 2002 mit Ausnahme des Krisenjahrs 2008 von jährlich wachsenden Vermögen verwöhnt worden. Heute sähen die Erwartungen für ein starkes Wachstum in traditionellen Assetklassen schlechter aus. Die Investoren sind sich darüber im Klaren. Das könne man am steigenden Anteil von alternativen Anlagen wie Investitionen in Infrastruktur, Hedgefondsstrategien oder Rohstoffanlagen erkennen. Die durchschnittliche Zusammensetzung der Portfolien der 500 weltweit größten Vermögensverwalter hat sich seit 2014 nur wenig verändert. Die Aktienquote lag im vergangenen Jahr nahezu unverändert bei rund 45 Prozent und die Anleihenquote bei fast 33 Prozent. Immobilien machten rund 2 Prozent aus, der Anteil sank leicht um 0,2 Prozentpunkte. Einzige Ausnahme: Alternative Anlagen. Hier stockten die Vermögensverwalter kräftig auf – um 25 Prozent. Das zeige, wie sehr Investoren in einem Umfeld, das auf der einen Seite von sinkenden Zinsen und auf der anderen Seite von zunehmenden Unsicherheiten geprägt wird, unter Druck stehen. Auf der institutionellen Kundenseite nehme die Nachfrage nach anderen Lösungen zu. Schon jetzt umfasse das internationale Durchschnittsportfolio einer Pensionseinrichtung zu 27 Prozent alternative Anlagen sowie Immobilien. 34 diebank 12.2016

Betriebswirtschaft Kompakt NACH BREXIT-UNSICHERHEIT Unternehmen wachsen weiter ó Hatte das britische EU-Referendum im Juni die europäischen Unternehmen noch kalt erwischt und zu einer großen wirtschaftlichen Verunsicherung geführt, zeigt eine aktuelle Studie, dass die Player in der EMEA-Region weiterhin wachsen wollen. Wer wettbewerbsfähig bleiben und seine Marktposition behaupten wolle, könne es sich nicht leisten, die momentane Phase der Unsicherheit auszusitzen, schlussfolgert Auftraggeber Oracle aus der Analyse „Stepping into the Unknown“. Insgesamt wurden 800 CFOs in Deutschland, anderen EU- Staaten sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten befragt. 51 Prozent gaben dabei an, nicht mit dem Brexit gerechnet zu haben. Finanzchefs rechnen unter den aktuellen Bedingungen mit bedeutenden Veränderungen in ihrem Wettbewerbsumfeld. Jeder Zweite glaubt, dass die Unternehmen mehr Probleme haben werden. Mehrheitlich werden verstärkte M&A-Aktivitäten wie Akquisitionen oder Fusionen erwartet. Die CFOs haben durchweg erkannt, dass sie nicht einfach abwarten können und sehen die Notwendigkeit für strategische Investitionen. Fast die Hälfte plant, in Wachstum zu investieren. Bewusst ist den Finanzchefs auch, dass die gesteigerte Ungewissheit eine bessere Planung und mehr Flexibilität erfordert. 43 Prozent planen nun verschiedenen Szenarien gleichzeitig, und 54 Prozent haben die Zahl der Datenquellen erhöht, die sie in ihre Modelle mit einbeziehen. INDUSTRIE 4.0 Der Hype legt sich ó Insgesamt nutzen lediglich vier von zehn Industrie-Unternehmen Industrie-4.0-Anwendungen. Der Anteil liegt momentan bei 41 Prozent und damit nur zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die Unternehmen haben vor allem mit hohen Kosten und dem leergefegten Arbeitsmarkt zu kämpfen. 66 Prozent nennen hohe Investitionen und 61 Prozent den Fachkräftemangel als größte Hindernisse für die Einführung von Industrie 4.0. So die Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young). „Hinzu kommt: Der Hype um Industrie 4.0 legt sich langsam und macht Platz für echte Business-Lösungen“, sagt EY-Partner Stefan Bley. Exemplarisch dafür steht der Einsatz intelligenter, mobiler Endgeräte wie Tablets in Produktion und Logistik. Sahen vor einem Jahr noch 24 Prozent der Unternehmen großes Potenzial darin, sehen das in diesem Jahr nur noch 19 Prozent der Firmen so. Große Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten setzen Industrie 4.0-Anwendungen dabei eher ein, als kleiner Firmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern. BEZAHLEN IM ONLINE HANDEL Mobile Commerce immer beliebter ó Der E-Commerce legte zuletzt stark zu und machte Deutschland zum fünftgrößten Markt für Online-Handel. Das Umsatzvolumen lag 2014 bei knapp 73 Mrd. €. Beim Bezahlen sind die Deutschen allerdings noch konservativ. Nur 21 Prozent der Nutzer zahlen online mit Zahlungskarten – deutlicher seltener als andere Westeuropäer. Bevorzugt werden Banküberweisungs-Zahlarten (39 Prozent) wie Sofort, Giropay oder vor allem die klassische Rechnung. E-Wallets sind bereits recht beliebt und werden von 22 Prozent aller Konsumenten genutzt. Immerhin besitzen 46 Prozent aller Deutschen mindestens eine Kreditkarte. Die Zahlen hat die PPRO Group im „Payments & E-Commerce Report Western Europe 2016“ veröffentlicht und liefert so Einblick in das Verhalten der Online-Shopper. Die Internet-Verbreitung ist mit 86,2 Prozent hoch, liegt allerdings unter der in den Niederlanden oder Großbritannien. Doch sind 60 Mio. Bürger online, sodass Deutschland für E-Commerce-Anbieter ein großer Markt ist. 49 Mio. Verbraucher kaufen online, 14 Mio. davon bei Händlern außerhalb Deutschlands. Bis zum Jahr 2019 wird Mobile Commerce ein Viertel aller Online-Umsätze im E-Commerce ausmachen. Die jährliche Wachstumsrate für mobiles Internet-Shopping liegt laut PPRO aktuell bei 112 Prozent. 12 2016 diebank 35

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