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die bank 10 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

ó BANKING So wertete

ó BANKING So wertete das britische Pfund binnen Jahresfrist zum Dollar um 4 Prozent ab. Der Euro büßte ein Zehntel ein, ebenso wie zahlreiche andere europäische Währungen. Der russische Rubel gab um 22 Prozent nach. Besonders hart traf es die Ukraine, Weißrussland, Kasachstan und Aserbaidschan, deren Zahlungsmittel ein Drittel bis die Hälfte ihres Außenwerts verloren. Chinas Yuan verbilligte sich um knapp 6 Prozent. Dagegen gehörte der japanische Yen mit einem Plus von fast 7 Prozent zu den wenigen Währungen, die sich gegenüber dem Greenback verteuerten. Mehr US-Banken im Rennen Weil die Analysten des „Banker“ zur besseren Vergleichbarkeit die Kennzahlen auf Dollarbasis berechnen, rutschten zahlreiche europäische Häuser im Vergleich zu ihren US-Wettbewerbern ab oder schieden gleich ganz aus der Liga der kapitalstärksten Institute der Welt aus. An ihre Stelle rückten Vertreter aus Amerika und der Region Asien-Pazifik. Unberührt von den Wechselkursschwankungen bleiben Kennzahlen wie die Kapitalrendite. Diese fällt in weniger entwickelten Märkten Afrikas und Südamerikas traditionell am höchsten 2 Gewinne 2015: Erster Rückgang seit Jahren Aggregierter Gewinn vor Steuern der 1.000 kapitalstärksten Banken der Welt - in Mrd. US-$ Jahr Gewinn 1999 309,7 2000 317 2001 222,8 2002 252,4 2003 417,4 2004 544,1 2005 645,1 2006 786,3 2007 780,8 2008 115 2009 401 2010 709,2 2011 702 2012 750 2013 920 2014 992 2015 974 aus. Über alle betrachteten Banken hinweg sank der Wert auf 13,71 Prozent (Vorjahr: 14,37). Der Return on Assets (ROA) der Top 1.000 stagnierte bei 0,88 Prozent. Mit Banco Compartamos führte ein mexikanisches Institut die Einzelwertung in diesem Bereich an, gefolgt von der United National Corporation aus den USA. Beide wiesen zweistellige prozentuale Werte aus. Regional betrachtet führen afrikanische Banken das Feld an. Sie erwirtschaften aggregiert einen ROA von 2,1 Prozent. Nordamerika liegt mit einem Wert von 1,3 Prozent im Mittelfeld, während Westeuropa mit 0,4 Prozent die rote Laterne hält. Mittel- und Osteuropa schneiden nur wenig besser ab. Spitzengruppe setzt sich durch Obwohl es 2015 in Sachen Wechselkurse, Geldpolitik und Bankenregulierung viele Veränderungen gab, blieb die Zusammensetzung an der Spitze der Top 1.000 unverändert ” 4. So gab es unter den Top 25 nur einen einzigen Neuzugang: Die japanische Norinchukin Bank stieß vom 29. auf den 23. Rang vor. Platz eins und zwei im Ranking belegten wie in den Vorjahren die ICBC und die China Construction Bank. Die beiden Institute stockten ihr Tier 1-Kapital auf 274 Mrd. bzw. 220 Mrd. US-$ auf. Die US-Investmentbank JP Morgan Chase behauptete mit 200 Mrd. US-$ Position drei, dicht gefolgt von der Bank of China. Die Agricultural Bank of China schiebt sich um eine Stelle auf Platz fünf vor und verweist die Bank of America damit auf den sechsten Rang. Es folgen Citigroup und Wells Fargo. Europas führende Bank HSBC verteidigt Platz neun vor Japans Mitsubishi UFJ Financial Group. Unter den Top 25 gibt es einige Platzwechsel, vor allem zugunsten japanischer Banken. Den größten Rückschlag muss die Deutsche Bank hinnehmen. Ihr Kernkapital bricht auf Dollarbasis um 18 Prozent ein. Die verbleibenden 63 Mrd. US-$ reichen den Frankfurtern nur noch für Platz 21 (Vorjahr: 16). Deutsche Bank belastet hiesigen Bankenmarkt Für die Deutsche Bank war 2015 ein „annus horibilis“, so die Analysten des „Banker“. Der Vorsteuerverlust von umgerechnet 6,6 Mrd. US-$ katapultierte das Institut an die Spitze der größten Verlierer im Ranking der Top 1.000, noch vor der National Bank of Greece, der Piraeus Bank Group und der Credit Suisse Group. Weil die Deutsche Bank das mit Abstand größte unter den 21 deutschen Instituten im Rennen ist – und gut ein Drittel des gesamten Tier 1-Kapitals beisteuert – schlägt die schlechte Performance unmittelbar auf die Ländergewichtung durch. So schrumpft der deutsche Bankenmarkt in allen Kategorien: beim Kernkapital, den Gewinnen und den Bilanzen. Insgesamt schafften es nur vier hiesige Geldhäuser im Rennen, ihr Tier 1-Kapital auf Dollarbasis zu stärken, allen voran die Norddeutsche Landesbank (Nord LB) mit einem Zuwachs von 50 diebank 10.2016

BANKING ó 2,42 Prozent. Deutlich mehr deutsche Vertreter meldeten einen prozentual zweistelligen Einbruch. Deutschlands Anteil am aggregierten Kernkapital der Top 1.000 schrumpft damit auf 3 Prozent. Rechnet man die Daten des Sparkassensektors mit ein, liegt die Kennzahl bei 4,6 Prozent. Auch bei den Vermögenswerten hat das Land eine Schrumpfkur hinter sich. Aggregiert belief sich das Minus auf rund ein Fünftel. Damit gehörte Deutschland hinter der Ukraine, Kasachstan, Aserbaidschan, Brasilien und Nigeria zu den Staaten mit den höchsten Asset-Rückgängen. Mini-Anteil an weltweiten Gewinnen Besonders gering sind die Profite der hiesigen Institute: Obwohl Deutschland gemessen an der Zahl der Banken im Ranking der siebtgrößte Markt ist, beträgt der Anteil an den weltweiten Vorsteuergewinnen gerade einmal 0,62 Prozent. Im Vorjahr waren es immerhin noch 1,1 Prozent gewesen. Allerdings ist die Entwicklung nicht so negativ, wie sie auf den ersten Blick wirkt. So schafften zwei der 21 deutschen Banken im Ranking den Sprung von der Verlust- in die Gewinnzone. Fünf Adressen konnten ihre Vorsteuergewinne gegenüber 2014 vervielfachen. Rechnet man die Verluste der Deutschen Bank aus der Statistik heraus, wäre das aggregierte Ergebnis aus dem Vorjahr locker übertroffen worden. Das Hauptaugenmerk des „Banker“ liegt allerdings auf dem Kernkapital – und gemessen daran gibt hierzulande mit 63 Mrd. US-$ immer noch die Deutsche Bank den Ton an. Den zweiten Rang hält mit knapp 30 Mrd. US-$ die Commerzbank. Weltweit belegt das Institut mit dem gelben Logo Platz 52 (Vorjahr: 55). International an 80. Stelle landet die DZ Bank, vor der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) auf Position 94 und der Bayerischen Landesbank auf Rang 120. Die HypoVereinsbank erhält als Tochter der UniCredit keinen eigenen Platz in den Top 1.000. Auf dem deutschen Markt ist sie mit 21 Mrd. US- Dollar Kapitalpolster die Nummer drei, noch vor der DZ Bank. Chinas Banken führend bei Effizienz Ein Problem, das fast alle deutschen Institute teilen, ist der vergleichsweise hohe Kostenaufwand. Im Schnitt beträgt die Cost to Income Ratio rund 80 Prozent. Bei der Deutschen Bank sind es gar 98 Prozent. Bei den weltweit effizientesten Instituten beträgt der Aufwand weniger als 40 Prozent. Vor allem chinesische Banken beeindrucken mit niedrigen Kosten. Zu den wenigen europäischen Häusern, die in dieser Effizienz-Liga mithalten können, zählt Banco Santander (42 Prozent). Die britische Lloyds sowie die niederländische ING Bank haben ihre Cost to Income Ratio zuletzt enorm verbessert und weisen nun Kennzahlen um die 50 Prozent aus. Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, setzen zahlreiche westliche Banken den Rotstift an. So stehen bei der Deutschen Bank aktuell rund 35.000 Stellen zur Disposition, die Mehrzahl davon soll durch den Verkauf der Postbank wegfallen. Bei der Bank of America gibt es ebenfalls harte Einschnitte. In den vergangenen drei Jahren wurden dort fast 54.000 Beschäftigte entlassen. Den größten prozentualen Aderlass gab es bei der RBS, wo seit 2013 ein Drittel aller Angestellten gehen mussten. Weitere 14.000 Arbeitsplätze sind dort noch auf dem Prüfstand. Nicht alle Banken bauen Personal ab Auf der anderen Seite stehen Banken aus China und Indien, die vor allem im Inland expandieren. So nahmen die Agricul- 3 Bankenmärkte im Vergleich: China und USA hängen Eurozone ab Kernkapital, Vermögenswerte und Vorsteuergewinne 2015 (in Mrd. US-$) Kernkapital Bilanzsumme Gewinn vor Steuern China 1626 23624 308 USA 1339 14773 206 Eurozone 1231 24544 92 Japan 581 11993 57 Großbritannien 437 7813 25 Mittel- und Südamerika 191 2719 43 Quelle: The Banker. 4 Die Top 10 der Welt nach Kernkapital Stand: Dezember 2015 bzw. März 2016, Mrd. US-$ Rang Name Land Kapital 1 ICBC CHN 274,4 2 China Construction Bank Corporation CHN 220 3 JP Morgan Chase US 200,4 4 Bank of China CHN 198 5 Agricultural Bank of China CHN 185,6 6 Bank of America US 180,7 7 Citigroup US 176,4 8 Wells Fargo & Co US 164,5 9 HSBC GB 153,3 10 Mitsubishi UFJ Financial Group J 131,7 Quelle: The Banker. 10.2016 diebank 51

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