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die bank 10 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

Banking News AKTIENFONDS

Banking News AKTIENFONDS Kosten versus Chancen ó Fonds sind in Deutschland die beliebteste Wertpapieranlage. Im Vergleich zu Einzelaktien haben sie einen entscheidenden Vorteil: „Fonds sind in sich breit gestreut, das heißt, sie investieren in eine große Zahl verschiedener Wertpapiertitel“, erklärt Helma Eckhardt, Wertpapierexpertin der Postbank. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen aktiv und passiv gemanagten Aktienfonds, die sich hinsichtlich Chancen und Kosten deutlich voneinander unterscheiden. Erstere sind Investmentfonds, bei denen jeder zweite Wertpapierbesitzer (51 Prozent) über Anteile verfügt. Hier sind Gewinne weit über dem Marktdurchschnitt möglich. Leistungen und Chancen sind jedoch nicht billig: Beim Kauf von Anteilen wird ein Ausgabeaufschlag von etwa 4 bis 5 Prozent fällig. Hinzu kommen laufende Gebühren von durchschnittlich 2 Prozent. Eine günstige Alternative bieten dagegen passiv gemanagte Fonds – auch Indexfonds oder ETFs (Exchange-traded Funds) genannt. Jeder sechste deutsche Wertpapierbesitzer (16 Prozent) hat ETF-Anteile im Depot. Sie wollen den Markt, in den sie investieren, möglichst genau abbilden. Dies macht sie unbeweglich, jedoch sehr günstig. Hier sind die Verwaltungskosten deutlich geringer als bei einem Investmentfonds, zudem entfällt der Ausgabeaufschlag. Als Auswahlkriterium gilt: Je größer das Anlagespektrum, desto geringer das Risiko. FINANZPLATZ FRANKFURT Brexit als Chance erkennen ó „Frankfurt kann von einem Austritt Großbritanniens aus der EU profitieren“, erklärt Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands. Als Sitz wichtiger europäischer finanzpolitischer Institutionen, eingebettet in eine starke Volkswirtschaft mit einem stabilen Rechtsrahmen und hoher Innovationskraft, sei Frankfurt als kontinentaler EU-Partner von London geradezu prädestiniert. Kemmer ist überzeugt, dass Deutschland und Großbritannien auch nach einem EU-Austritt wichtige Handelspartner bleiben und London als globales Finanzzentrum erhalten bleibt. Die deutsche Finanzmetropole Frankfurt könne dabei merklich an Gewicht gewinnen. Damit dies gelinge, sei vor allem ein klares politisches Bekenntnis für den Finanzplatz Frankfurt notwendig. Um den Finanzplatz im europäischen Wettbewerb zu stärken, sollten nach Ansicht des Bankenverbands auch nationale regulatorische Hemmnisse in den Blick genommen und abgebaut werden. Wie etwa die Zulassung eines befreienden Einzelabschlusses für Unternehmen nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften, die Anpassung des AGB-Rechts an übliche europäische Standards oder auch die Abschaffung des steuerlichen Abzugsverbots der Bankenabgabe in Deutschland. FINANZMARKTWÄCHTER Mit Verbesserungspotenzial ó Der Finanzmarktwächter hat im ersten Jahr seines Bestehens zur Fortentwicklung der Qualität und Transparenz des deutschen Finanzmarkts beigetragen, so die Zwischenbilanz der DK (Deutsche Kreditwirtschaft). So habe der Finanzmarktwächter die Möglichkeit, durch frühzeitige Hinweise Schaden von Anlegern abzuwenden. Insbesondere das Frühwarnnetzwerk zwischen den Verbraucherzentralen ermöglicht ein schnelleres Erkennen unseriöser Anbieter. Dies könne schließlich zu einer wachsenden Anlagekultur führen, wie deutsche Banken und Sparkassen betonen. Dass es in der Vergangenheit insbesondere an seiner Analyse- und Kommunikationsarbeit berechtigte Kritik gab, gehört für die DK zu den normalen Anlaufschwierigkeiten. Um diese in Zukunft zu vermeiden, sollten alle relevanten Interessengruppen vor Veröffentlichung angehört werden. So könne auch die Finanzindustrie ihren Teil zur Fortentwicklung des finanziellen Verbraucherschutzes beitragen. Denn Finanzmarktwächter und Deutsche Kreditwirtschaft eint das gemeinsame Interesse an einem seriösen Anlageumfeld für Verbraucher. 46 diebank 10.2016

WERTPAPIERSPARPLÄNE Die Jugend liegt vorne ó Eine beliebte Anlageform ist der Wertpapiersparplan, mit dessen Hilfe sich langfristig ein Vermögen aufbauen lässt. Der Vorteil dabei ist, dass der Sparplan Schwankungen am Aktienmarkt über die Jahre durch den sogenannten Durchschnittskosteneffekt ausgleicht. Denn ist der Kurs einer Aktie, eines Fonds oder eines ETFs niedrig, werden mit der Einzahlsumme mehr Anteile gekauft. Die DAB Bank hat in einer anonymisierten Untersuchung die Sparpläne ausgewertet, die Kunden bei ihr führen. Das Ergebnis: Insbesondere in den Depots der unter 18-Jährigen finden sich überproportional viele Wertpapiersparpläne wieder – über vier Mal mehr als im Durchschnitt. Deutlich weniger und nur leicht überdurchschnittlich sind die 18- bis 39-Jährigen unter den Sparplaninhabern vertreten. Doch gerade für diese Privatanleger, die sich in Ausbildung, Studium oder in der ersten Phase ihres Berufslebens befinden, wären Wertpapiersparpläne ein mögliches Instrument zum Vermögensaufbau. Wenig überraschend ist hingegen, dass ältere Kunden insgesamt deutlich seltener auf den Vermögensaufbau mittels Sparplänen zurückgreifen. So werden sie von den 40- bis 59-Jährigen um neun Prozent weniger genutzt als vom Durchschnittskunden. Ein weiteres Ergebnis: Männer und Frauen setzen im gleichen Maß auf Sparpläne. BANKEN DER AUTOMOBILHERSTELLER Erfolgreiche erste Jahreshälfte ó Die Banken der Automobilhersteller haben die erste Jahreshälfte 2016 erfolgreich abgeschlossen und konnten maßgeblich zur positiven Entwicklung des deutschen Automobilmarkts beitragen. Die Autobanken brachten mit ihren Finanzdienstleistungen rund 779.000 Neufahrzeuge im Wert von 20,3 Mrd. € (plus 13 Prozent) auf die Straße. Den Bestand an Leasing- und Finanzierungsverträgen konnten sie auf einen Rekordwert von über 107,1 Mrd. € (plus 9 Prozent) ausbauen. Als ein wesentlicher Wachstumstreiber erwies sich dabei das Privatleasing mit Neuverträgen im Wert von rund 4 Mrd. € (plus 20 Prozent). Das Geschäft mit Unternehmen und gewerblichen Kunden zeigte sich dagegen erneut als solide Säule des Wachstums. Hier wurden bis Ende Juni rund 394.000 gewerbliche Leasing- und Finanzierungsverträge im Wert von 12,2 Mrd. € abgeschlossen. Dies entspricht einem Wertzuwachs von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Herstellerbanken punkten jedoch auch bei hochwertigen Gebrauchtfahrzeugen sowie diversen Mobilitätsdienstleistungen. Mit rund 312.000 Verträgen im Wert über 5 Mrd. € realisierten sie einen Wertzuwachs von 11 Prozent. „Gerade durch die Kombination mit weiteren Dienstleistungen, z. B. attraktiven Versicherungs-, Service- oder Garantieleistungen können wir bei den Verbrauchern punkten“, sagt Christian Ruben, Sprecher des Arbeitskreises Autobanken (AKA). SÜNDENBOCK DRAGHI? DAS GILT ABER NICHT FÜR DIE HAUSPREISE Gestiegene Immobilienpreise lassen Deutsche kalt ó Während steigende Immobilienpreise in vielen europäischen Ländern Mieter und potenzielle Hauskäufer zunehmend vor große finanzielle Probleme stellen, erscheint im Vergleich dazu die Situation in Deutschland insgesamt noch entspannt. In zehn von 13 europäischen Ländern haben Immobilienbesitzer größere Probleme, ihre Hypothekenzahlungen aufzubringen, als in Deutschland, wo dies nur bei 12 Prozent der Fall ist. Auch bei den Mietern erscheint die Situation bislang noch nicht prekär: Lediglich 17 Prozent der deutschen Mieter haben laut eigenen Angaben Probleme, ihre Wohnkosten zu tragen. Zu diesen Ergebnissen kommt die ING-DiBa in einer aktuellen Befragung unter Konsumenten in 13 europäischen Ländern sowie den USA und Australien. Zwar empfinden in Deutschland 54 Prozent der Befragten die Immobilienpreise in ihrer Gegend als teuer oder sehr teuer – dieser Wert liegt aber noch unter dem europäischen Mittel von 60 Prozent. Dabei ist hierzulande die regionale Streuung sehr groß und reicht von 19 Prozent (Bremen) bis 78 Prozent in Berlin und in den Stadtstaaten und von 31 Prozent (Thüringen) bis 67 Prozent (Bayern) in den Flächenländern. Angesichts der breiten Kritik, die an der Niedrigzinspolitik der EZB ausgeübt wird, verwundert es, dass nur wenige Deutsche diese als Grund für hohe Immobilienpreise nennen: Gerade einmal sechs Prozent halten das Zinsniveau für den Hauptgrund. Auch nach dem Effekt niedriger Zinsen auf Immobilien gefragt, vermuten nur 21 Pro-zent der befragten Deutschen, dass diese die Hauspreise ansteigen lassen. 31 Prozent hingegen nehmen an, dass sie keinen Einfluss hatten – und ganze 42 Prozent trauen sich keine Einschätzung zu. Haben Sie Probleme, Ihre mtl. Wohnkosten zu tragen? Additierte Prozentsätze der Antworten „schwierig“ und „sehr schwierig“ im jeweiligen Land Europäischer Durchschnitt Deutschland Vereinigtes Königreich Australien USA Quelle: ING International Survey. 26 % 24 % 17 % 12 % 22 % 9 % 23 % 19 % 24 % 12 % Miete Hypothek 10.2016 diebank 47

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