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die bank 09 // 2018

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

DIGITALISIERUNG Berlin,

DIGITALISIERUNG Berlin, Hochburg der FinTechs In Berlin und nicht etwa in der Bankenmetropole Frankfurt werden deutschlandweit die meisten FinTechs gegründet. Die Berliner werben mehr Risikokapital ein als alle anderen deutschen Standorte zusammen. Für das Gesamtjahr 2017 wird mit rund 400 Mio. € gerechnet. In den nächsten zehn Jahren könnten in der Hauptstadt bis zu 40.000 neue Arbeitsplätze durch FinTechs entstehen, heißt es in einer im September 2017 veröffentlichten Studie der Investitionsbank Berlin (IBB). Deren Chef, Dr. Jürgen Allerkamp, ist überzeugt, dass die jungen Finanzunternehmen mehr Stellen schaffen als Banken und Sparkassen abbauen. Aktuell beschäftigen die 106 aktiven FinTechs an der Spree knapp 3.000 Mitarbeiter. Dahinter folgen München mit 42 Unternehmen und 850 Beschäftigten sowie Frankfurt (42 bzw. 700). Mit 28 Prozent sind laut der Studie die meisten Berliner FinTechs im Teilsegment Finanzierung aktiv. Diese Firmen beschäftigen sich mit der Online- Kreditvergabe, Crowdfunding, Crowdlending oder auch Factoring. Dazu gehören zum Beispiel Lendico, die jüngst von der ING Diba übernommen wurde, und Funding Circle. Rund 25 Prozent kümmern sich um Vermögen und Geldanlage. Zu den Angeboten gehören Social Trading / Robo Trading, Finanzmanagementplattformen oder Crowdinvesting wie bei Companisto. Andere Beispiele sind Weltsparen (Raisin GmbH), ein Anbieter von Spar- und Investmentprodukten, oder Savedo, ein Marktplatz für Festgeldanlagen. Weitere 25 Prozent entwickeln neue Technologien für den Zahlungsverkehr, wie die Geldversand-App Cringle. Neben Entwicklung und Einsatz von Kryptowährungen, die auf der Blockchain-Technologie basieren, konzentrieren sie sich auf die Zahlungsabwicklung, sei es die Bezahlung beim Online-Händler oder den bargeldlosen Transfer im Restaurant. Acht Prozent der FinTechs sind im Bereich Versicherungen aktiv Bislang hat FinLeap 14 Start-ups an den Start gebracht. Zum Fin- Leap-Reich gehören unter anderem der Online-Versicherungsmakler Clark, ein Marktplatz für Anlageprodukte (Savedo), Billfront, das Vorfinanzierung für Digital-Unternehmen bietet, das Software-Unternehmen FinReach, das für Banken u. a. den Online-Kontowechsel realisiert, Pair Finance für Online-Inkasso, die mit einer Vollbanklizenz ausgestattete SolarisBank sowie zinsbaustein.de, eine digitale Plattform für Immobilien-Investments. Ihnen stellte FinLeap Startkapital zwischen 500.000 und 5 Mio. € zur Verfügung sowie Kontakte zu Investoren, Kunden und potenziellen Mitarbeitern. Die verbleibenden 25 Prozent an Elinvar halten die Gründer – neben Chris Bartz sind das Marco Neuhaus und Sebastian Böttner (siehe Kasten) – sowie die Mitarbeiter. Den potenziellen Kundenkreis des B2B-Ventures hält der Elinvar- Chef für groß. In Deutschland seien als Anbieter von Vermögensverwaltungen rund 500 unabhängige Vermögensverwalter und ca. 300 Pri- 58 09 // 2018

DIGITALISIERUNG (z. B. Clark), der Rest verteilt sich auf Vergleichsportale, Identifikationsplattformen oder Kontomanagementsysteme. Damit sind die Berliner thematisch deutlich breiter aufgestellt als etwa Frankfurt mit seiner starken Konzentration auf die Themen Vermögen und Anlage. Mit der SolarisBank und N26 sitzen in der Hauptstadt zudem zwei Finanz-Start-ups, die über eine eigene Banklizenz verfügen. Wie aus einem Legokasten können Kunden aus der Digitalwirtschaft bei Solaris verschiedene Bausteine aus den Bereichen Payments, Digital Banking sowie Deposits & Lending wählen und diese über Schnittstellen bei der Bank anbinden. Ungewiss sei jedoch, so bilanziert die Studie, welche Stadt im Wettlauf um den bedeutendsten europäischen FinTech-Standort künftig die Nase vorn haben werde. Insbesondere die Standortentscheidungen in Folge des Brexits könnten ganz erheblichen Einfluss darauf haben. 09 // 2018 59

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