Aufrufe
vor 4 Monaten

die bank 08 // 2022

  • Text
  • Wwwbankverlagde
  • Regulierung
  • Lingel
  • Nachhaltigkeit
  • Diskriminierung
  • Digitale
  • Insbesondere
  • Markt
  • Digitalisierung
  • Unternehmen
  • Banken
die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

News & Trends

News & Trends ZAHLUNGSMETHODEN Bargeld auf Platz 1 Bargeld bleibt weiter die beliebteste Zahlungsmethode in Deutschland, so eine neue Umfrage von YouGov im Auftrag von Bearing- Point. Die Nutzung von Scheinen und Münzen war von 2019 bis 2021 stetig zurückgegangen. Doch 2022 stieg der Gebrauch wieder an. So nutzen 69 Prozent der Befragten in Deutschland und 77 Prozent in Österreich häufig Bargeld. Vor allem bei der Generation Ü45 ist Bargeld mit Abstand die beliebteste Zahlungsmethode. In den nächsten zwei Jahren gänzlich darauf zu verzichten, können sich nur 13 Prozent der Deutschen und Österreicher vorstellen. 65 Prozent der Deutschen und 74 Prozent der Österreicher sehen in den nächsten zehn Jahren keine Abkehr vom Bargeld. PayPal bleibt die am zweithäufigsten genutzte Zahlungsmethode in Deutschland, in Österreich nimmt diesen Platz die kontaktlose Debitkarte ein. ù 2022 stieg der Gebrauch von Scheinen und Münzen in Deutschland wieder an. ESG-STUDIE Energie und Frieden im Fokus der Anleger Die angespannte geopolitische Lage hat derzeit starken Einfluss auf die Einstellung von Anlegern zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (VN). Die Bedeutung der Nachhaltigkeitsziele SDG 7 „Bezahlbare und saubere Energie“ sowie SDG 16 „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ hat gegenüber dem Vorjahr stark zugenommen. Das geht aus der diesjährigen Berenberg- Investoren-Umfrage hervor. Die Umfrage legt eine veränderte Sicht auf ESG-Faktoren beim Investieren offen. Wirkung und Rendite haben für Anleger eine andere Gewichtung im Vergleich zum Vorjahr. Gleiches gilt in Bezug auf die für sie relevantesten SDGs. Den Studienautoren zufolge ist dies den bedeutenden geopolitischen Ereignissen im Jahr 2022 zuzuschreiben und zeigt, wie stark das vorherrschende makroökonomische Umfeld kurzfristige Prioritäten beeinflusst. Besonders deutlich wird dies etwa an der Beobachtung, dass das SDG 16 „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ bei den Befragten an Bedeutung gewinnt. Regierungen und Verbrauchern wird der größte Einfluss bei der Bekämpfung des Klimawandels zugeschrieben. Dies lässt auf die zentrale Bedeutung von aktiver Mitgestaltung schließen, wobei die persönliche Überzeugung als Pull-Faktor und regulatorische Vorgaben als Push-Faktor für klimabezogenes Investieren fungieren. Umweltprobleme spielen bei ESG-Investments weiter eine wichtige Rolle, während soziale Fragen tendenziell übersehen werden. Dies ist nicht nur auf den fortschreitenden Klimawandel zurückzuführen, sondern auch darauf, dass der Markt Umweltfaktoren besser messen und steuern kann. Dennoch haben Risiko und Rendite noch keinen maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidung für klimabezogene Investments. Die Nachfrage nach ESG-Investments wächst weiter. Anleger sind bereit, Unternehmen bei ihrer ökologischen Transformation zu unterstützen. Zudem sind sie überzeugt, dass ESG-Regulierung zu einer stärkeren Standardisierung führen wird. ù FIRMEN Zugang zu Krediten verbesserte sich Das Finanzierungsklima für die Unternehmen und Betriebe in Deutschland, das heißt der Zugang zu Krediten, hat sich im Frühjahr gegenüber dem vergangenen Lockdown-Jahr etwas verbessert. 41 Prozent der Firmen beurteilen den Zugang zu Krediten als leicht (Vorjahr: 35 Prozent), während rund 24 Prozent die Aufnahme eines Kredits als schwierig einschätzten. Das sind rund 2 Prozent weniger als im Jahr zuvor, so eine KfW-Befragung. Trotz dieser leichten Aufhellung bleibt das Finanzierungsklima unter dem Niveau der Vorkrisenjahre. Vor allem im Dienstleistungssektor und im Einzelhandel bleibt das Finanzierungsklima angespannt. So schätzten mehr als 40 Prozent der Dienstleistungsunternehmen den Kreditzugang als problematisch ein, weniger als 24 Prozent empfanden ihn als leicht. Zugleich ist die Kreditnachfrage zurückgegangen, nachdem sie zu Beginn der Pandemie deutlich zugenommen hatte. Nur noch rund 44 Prozent der Dienstleistungsunternehmen haben im Jahr 2021 Kreditverhandlungen geführt. ù 6 08 | 2022

NEWS & TRENDS KLIMAKRISE Weltweiter Appell an Zentralbanken In einem globalen Appell haben mehr als 90 Organisationen, Nichtregierungsorganisationen, Denkfabriken und einzelne Vordenkende Zentralbanken und Finanzaufsichtsbehörden dazu aufgefordert, alle ihnen zur Verfügung stehenden Instrumente zu nutzen, um die Klimakrise und den Verlust der biologischen Vielfalt zu bewältigen. Der Aufruf, der vom WWF, von Organisationen wie der Finanzinitiative des UN-Umweltprogramms, dem Europäischen Umweltbüro, Nature Finance, NRDC und der New Economics Foundation unterzeichnet wurde, enthielt konkrete Maßnahmen, die Zentralbanken und Finanzaufsichtsbehörden ergreifen sollten, um irreversible Auswirkungen von Klimakrise und Naturverlust zu begrenzen. Die Unterzeichnenden baten die Notenbanken etwa darum, die Begrenzung der Erderhitzung auf 1,5 Grad und Netto-Null-Emissionen bis 2050 als neue nominelle Anker für die Umsetzung ihrer Mandate zu setzen. Finanzinstitute sollten dazu verpflichtet werden, glaubwürdige Übergangspläne für das jeweilige Geschäftsmodell in Einklang mit den Transformationsanforderungen aus Biodiversitäts- und Klimakrise zu veröffentlichen. ù ZAHL DES MONATS 85 Prozent der Deutschen machen sich derzeit große oder sehr große Sorgen über die Teuerung von Waren, so eine Befragung von infas quo im Auftrag des Bundesverbands deutscher Banken e.V. UMFRAGE Bitcoin und Co. weiter beliebt 75 Prozent der Vermögensverwalter in Europa erwarten, ihr Engagement in Krypto-Währungen in den nächsten zwölf Monaten zu erhöhen, wobei Bitcoin mit Abstand die beliebteste Währung bleibt, so eine Umfrage der ETC Plattform HANetf. Zudem rechnen über 50 Prozent der Befragten mit einem strengeren regulatorischen Umfeld für digitale Vermögenswerte. ù AUS DER BANKENAUFSICHT BaFin warnt vor gefälschten Websites Die BaFin hat Verbraucherinnen und Verbraucher vor der Website kryptoaufsicht.com gewarnt. Auf dieser wird ihnen angeboten, sie dabei zu unterstützen, ihr Geld zurückzuerlangen, wenn sie Opfer eines Betrugs geworden sind. Dazu solle man seine persönlichen Daten hinterlassen. Es handelt sich hierbei um einen Betrugsversuch, wie die Behörde warnte. Die Finanzaufsicht empfiehlt deswegen, sich keinesfalls auf dieses Hilfsangebot einzulassen und keine Login-Daten, Passwörter, Kreditkartennummern, Kontoverbindungen oder ähnliche Daten herauszugeben. Die unbekannten Personen verwenden auch die Domäne boersenaufsicht.net. Die betrügerischen Internetseiten sind laut BaFin nicht zu verwechseln mit der Internetpräsenz der bundesdeutschen Börsenaufsichtsbehörde, die unter www.boersenaufsicht.de abrufbar ist. DEUTSCHE BANK Energiekredit für Unternehmen Die Deutsche Bank hat mit dem Energiekredit ein Kreditprogramm aufgelegt, das Unternehmen bei Investitionen in ihre Energie-Effizienz und bei der Bewältigung der hohen Energiekosten unterstützt. Der Energiekredit richtet sich an kleine und mittelständische Firmen in Deutschland, die unabhängiger von fossilen Brennstoffen werden wollen. Der Kredit hilft Unternehmen etwa bei einer Investition in Anlagen und Maschinen zur Erhöhung der Energie- Effizienz oder beim Bau einer Photovoltaik-Anlage. „Gerade jetzt, wo Geschäftsmodelle vieler Unternehmen durch die stark gestiegenen Energiepreise unter Druck kommen, wollen wir Unternehmen dabei unterstützen, die Inflation bei den Energiekosten zu bewältigen“, sagte Hauke Burkhardt, Leiter des Kreditgeschäfts der Unternehmensbank. „Durch Investitionen in nachhaltige Technologien und in eine höhere Energie-Effizienz senken Unternehmen ihre Energiekosten und können ihren finanziellen Spielraum für die Zukunft erhöhen.“ Der Energiekredit umfasst bis zu 250.000 € pro Antragsteller und läuft bis zu 180 Monate. ù 08 | 2022 7

die bank

© die bank 2014-2020