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die bank 08 // 2021

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

News & Trends

News & Trends BANKGEBÜHREN Weniger Gratiskonten Banken knüpfen verstärkt Bedingungen an kostenlose Girokonten. Immer mehr Konten sind nur noch dann gratis, wenn monatlich ein bestimmter Geldbetrag darauf eingezahlt wird. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung der Zeitschrift Finanztest hervor. Demnach waren bei der Auswertung von 380 Kontomodellen von 152 Banken und Sparkassen nur 14 Konten ohne Bedingungen kostenlos. Vor einem Jahr waren es noch 20. Als kostenlos definiert die Stiftung Warentest unter anderem keine Grundgebühr oder keine Gebühr für Kontoauszüge. Die Zeitschrift fand neben den 14 Gratiskonten weitere 90 Konten, die einschließlich Girocard und allen Buchungen nicht mehr als 60 Euro im Jahr kosteten. Laut der Analyse sind diese als preislich günstig einzustufen. Geprüft wurden die Konditionen von Girokonten mit Gültigkeit bis zum 31. August 2021. ù Viele Girokonten sind nur noch unter bestimmten Bedingungen kostenlos. BDB-JUGENDSTUDIE 2021 Junge Leute durch Corona vernachlässigt Die meisten Jugendlichen sind von der Corona-Politik in Deutschland herb enttäuscht. 85 Prozent sagen, in der Krise wurde von der Politik zu wenig für junge Menschen getan (56 Prozent: „wenig“, 29 Prozent: „sehr wenig“). „Da gibt es ein gerüttelt Maß an Enttäuschung“, resümierte Hauptgeschäftsführer Andreas Krautscheid bei der Vorstellung der jüngsten BdB-Jugendstudie. Natürlich standen bei der insgesamt 7. Jugendstudie des Bankenverbands die Auswirkungen der Covid19-Pandemie auf die Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen mit im Fokus der repräsentativen Befragung. Vier von zehn der durch Kantar befragten Jugendlichen sehen durch die Corona-Krise ihre Zukunftschancen beeinträchtigt, unterm Strich liegt die „Lebenszufriedenheit“ dennoch bei 87 Prozent, und 83 Prozent blicken optimistisch in die Zukunft. Im Vergleich zur älteren Bevölkerung, die in der Pandemie bevorzugt geschützt wurde, fühlen sich 64 Prozent der deutschen Jugendlichen benachteiligt. 84 Prozent litten unter dem Mangel an Freizeitaktivitäten, 72 Prozent vermissten den Kontakt zu Freunden. Krautscheid hob hervor, dass viele Jugendliche unter den Corona-Auswirkungen emotional stark gelitten haben. Die Studie nennt hier eine bedrückende Zahl: jeder zweite Jugendliche hegte depressive Gedanken im Zusammenhang mit der Pandemie. Ein wichtiger Aspekt in den Jugendstudien, die vom BdB im dreijährigen Rhythmus erhoben werden, ist der Bereich der Finanzbildung und hier besonders die Einführung eines eigenen Schulfachs „Wirtschaft“: Die immer wieder adressierte Forderung des Bankenverbands wird aktuell von 77 Prozent der SchülerInnen geteilt. Zwei Drittel der Lernenden sagen, sie hätten an ihrer Schule „nicht so viel“ bis „so gut wie nichts“ über Wirtschaft gelernt. Doch erst drei Bundesländer haben bislang finanzielle Bildung in ihr Curriculum aufgenommen. Kein Wunder also, dass bei der Frage nach der Erklärung von Begriffen im Finanz-Zusammenhang wieder viele erschreckend schlechte Ergebnisse zutage traten. ù UMFRAGE Mehrheit will digital bezahlen Bereits drei Viertel (74 Prozent) der in Deutschland lebenden Menschen unterstützen die Forderung, an jedem Verkaufspunkt die Möglichkeit einer digitalbargeldlosen Zahlung zu haben. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Befragung des Digitalverbands Bitkom. „Wir brauchen echte Wahlfreiheit beim Bezahlen. Es geht nicht darum, das Bargeld abzuschaffen, sondern den KundInnen an jedem Ort die freie Entscheidung zu überlassen, wie sie bezahlen möchten. Niemand sollte mehr gezwungen werden, ständig Bargeld bei sich zu tragen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Digitalverbands Bernhard Rohleder. Vor allem Jüngere fordern, dass alle Geschäfte oder Restaurants mindestens eine digitale Bezahlmöglichkeit anbieten müssen. 87 Prozent der 18- bis 29-Jährigen unterstützen das. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 75 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 76 Prozent. Selbst unter SeniorInnen ab 65 Jahren spricht sich eine deutliche Mehrheit von 64 Prozent dafür aus. ù 6 08 // 2021

NEWS & TRENDS DEUTSCHLAND Auftragseingänge steigen deutlich Die deutschen Auftragseingänge haben im Juli um 3,4 Prozent gegenüber dem Vormonat zugelegt. In Anbetracht des bereits üppigen Auftragszuwachses im Vormonat kommt das Plus überraschend. Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg kürzlich befragten Volkswirte hatten mehrheitlich sogar mit einem Rückgang gerechnet, teilte Dr. Thomas Gitzel, Chief Economist der VP Bank, mit. Das Plus zeigt, dass die Weltwirtschaft den Sommer über noch immer im Nach-Corona-Aufholprozess war. Allerdings hat das gute Zahlenwerk auch eine Schattenseite: Ohne die Berücksichtigung der volatilen Großaufträge ergab sich Gitzel zufolge ein Rückgang um 0,2 Prozent im Monatsvergleich. Das starke Plus ist vor allem einem kräftigen Auftragseingang im Schiffbau zu verdanken. Zwar blicken die Unternehmen auf volle Auftragsbücher, doch so rechte Freude mag darüber nicht aufkommen, weil der Materialmangel die Stimmung wieder verdirbt. So manch kleinerer Betrieb spricht mittlerweile schon von einer existenzbedrohenden Situation. Zum Leidwesen der Industrie werden die Knappheit und die Logistikschwierigkeiten noch längere Zeit anhalten. ù ZAHL DES MONATS 30 Mrd. € an Negativzinsen zahlten die Banken der Eurozone seit 2014 an die EZB, erklärte Deutsche-Bank-Chef Sewing anlässlich des Wirtschaftstags 2021. ALTERSVORSORGE Trend zu mehr Wertpapieren In Deutschland sorgen mehr Menschen mithilfe von Wertpapieren für das Alter vor. Inzwischen legt jeder Vierte Geld auch in Aktien, Fonds, Anleihen und/oder Zertifikaten an, wie Medien unter Berufung auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov berichteten. Im letzten Jahr lag der Anteil bei 21 Prozent, 2019 waren es 17 Prozent. ù AUS DER BANKENAUFSICHT Treuhandservice – BaFin warnt erneut vor Jobangeboten Der BaFin sind vermehrt Fälle bekannt geworden, in denen Unternehmen VerbraucherInnen auf unlautere Weise Jobs im Treuhandservice anbieten. Die Aufsicht weist in einer aktuellen Mitteilung darauf hin, dass sie – entgegen den Angaben in den Stellenbeschreibungen – Treuhandkonten weder registriert noch verwaltet. Bei ihrem angeblichen Job im Treuhandservice sollen VerbraucherInnen die Rolle von FinanzagentInnen übernehmen. Diese sollen dann gegen Entgelt über ihr Girokonto im Auftrag des Unternehmens Geldbeträge annehmen und weiterleiten. Denkbar ist hier insbesondere eine leichtfertige Geldwäsche. Den Betroffenen empfiehlt die Finanzaufsicht, die Polizei oder die Staatsanwaltschaft über solche Angebote in Kenntnis zu setzen. AUFBAU OST Bürgschaftsbanken feiern Jubiläum Am 7. September 2021 haben die sechs Bürgschaftsbanken in den neuen Bundesländern ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Mit ihrer Hilfe konnten in dieser Zeit über 46.000 kleine und mittlere Unternehmen mehr als 33 Mrd. € im Osten investieren und 250.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Mit der politischen Wende vor mehr als 30 Jahren begann auch die Reise von der Plan- in die Marktwirtschaft. Bürgschaftsbanken wenden sich gezielt den Bedürfnissen kleiner und mittlerer Unternehmen zu. Angesichts der Bedeutung der Institute als Teil der Wirtschaftsförderung in den neuen Ländern erklärte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Die ostdeutschen Bürgschaftsbanken haben einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau mittelständischer Wirtschaftsstrukturen in den neuen Ländern geleistet. Sie waren und sind eine unerlässliche Stütze für viele Existenzgründungen, wie auch für Unternehmen, die Wachstum finanzieren wollen.“ Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sagte: „Bürgschaften sind ein bewährtes Mittel – schnell, pragmatisch und unternehmensorientiert.“ ù 08 // 2021 7

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