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die bank 07 // 2016

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

Banking News

Banking News STABÜBERGABE IM BANKENVERBAND NRW Arndt geht, Pörner kommt ó Großer Auftritt beim Bankenverband Nordrhein-Westfalen: Vor 170 Gästen aus Wirtschaft, Banken, Politik und Verbänden wurde der bisherige Geschäftsführer Franz-Josef Arndt in den Ruhestand verabschiedet. „14 Jahre war er Gesicht und Stimme des privaten Bankgewerbes in NRW, hartnäckig in der Sache, verbindlich zu seinem Wort stehend, weniger Lobbyist, sondern mehr Ratgeber“, hob Martin Renker, Sprecher der regionalen Geschäftsleitung der Deutsche Bank AG, in seiner Dankesrede hervor. Arndt habe den Verband durch viele Krisen geführt, dabei die Verbandsarbeit stetig den sich daraus ergebenen Veränderungen angepasst. NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans ergänzte in seinem Grußwort, dass Franz- Josef Arndt und ihn „die gemeinsame Sache verband, wenn es um das Wohl und den Wohlstand des Landes ging“. Für Andreas Krautscheid, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands deutscher Banken, war Arndt eine seltene Mischung von Fachkompetenz als studierter Volks- und Betriebswirt mit klaren ordnungspolitischen Grundsätzen, verbunden mit den typischen Charaktereigenschaften eines Sauerländers, „der bekommt, was er will“. Mit Steffen Pörner hat sich ein Nachfolger gefunden, der viel Praxiserfahrung gesammelt hat, zuletzt neun Jahre bei HSBC Trinkaus, zuvor sieben Jahre bei der Börse Düsseldorf. UNTERNEHMENSFINANZIERUNG Firmen kommen leicht an Kredite ó Das Gesamtvolumen der Kredite an inländische Unternehmen und wirtschaftlich Selbstständige ist nach den Angaben der Bundesbank im 1. Quartal leicht gestiegen. Die deutsche Wirtschaft wuchs im ersten Quartal 2016 kräftig und steht weiterhin gut da, das Gesamtvolumen der Kredite an inländische Unternehmen und wirtschaftlich Selbstständige stieg nach den Angaben der Bundesbank im ersten Quartal 2016 leicht an. Das Münchener ifo Institut bestätigt im gleichen Kontext, dass deutsche Firmen weiterhin sehr leicht Kredite von Banken bekommen. Von rund 4.000 befragten Firmen klagten im Mai nur 14,2 Prozent über eine restriktive Vergabepraxis der Banken, wie ifo mitteilte. Das Niveau der sogenannten Kredithürde blieb damit gegenüber dem Vormonat stabil und das Finanzierungsumfeld für deutsche Unternehmen bleibt unverändert sehr gut. In der Industrie wurde der Rekord vom Vormonat nochmals um 0,3 Prozentpunkte unterboten. Die Kredithürde liegt dort nun bei 12,2 Prozent. Dies war insbesondere auf die Großunternehmen zurückzuführen. Bei den kleinen Firmen stieg die Kredithürde hingegen erneut. Auch im Baugewerbe gaben erneut so wenig Firmen wie nie an, Probleme beim Zugang zu Krediten zu haben. Nur im Handel stieg hingegen die Kredithürde wieder. FALKEN NISTEN AUF COMMERZBANK-DACH Bank hat ein Herz für Tiere ó Noch wirkt ihr Federkleid ein wenig zerzaust und nicht ganz so aus dem Ei gepellt wie die makellosen Anzüge der Banker einige Stockwerke darunter, aber in puncto Weitsicht sind die beiden Jungfalken allen anderen im Gebäude hoch überlegen: Der Nistplatz der beiden Wanderfalken liegt in 260 Metern Höhe auf dem Dach der Frankfurter Commerzbank. Die Eltern der Jungtiere sind alte Bekannte, sie brüten schon das zehnte Jahr in Folge hoch oben auf dem markanten Hochhaus am Kaiserplatz. Falken fühlen sich in der Höhe wohl und fangen ihre Beute im Sturzflug in der Luft. Das höchste Bürogebäude Deutschlands bietet ihnen also ideale Nistbedingungen. Die Commerzbanker freuen sich, dass die Vögel das Dach so emsig nutzen und sie so zum Erhalt der Art beitragen können. Bis die Jungvögel flügge sind, bleibe das Dach für Wartungsarbeiten gesperrt, um die Vögel nicht zu stören, erläuterte Achim Kolano, Gruppenleiter technisches Gebäudemanagement der Commerzbank. Insgesamt wurden so in den letzten Jahren bereits 17 Jungvögel auf dem Bankhochhaus aufs Leben vorbereitet. 22 diebank 07.2016

SERVICE UM DIE BANKLIZENZ Sutor kooperiert mit FinTech ó Für FinTech-Unternehmen hat eine verlässliche Banken-Partnerschaft eine hohe Bedeutung. Jetzt wurde erneut eine Kooperation von etablierter Privatbank mit den „jungen Wilden“ verkündet: Die Hamburger Sutor Bank lässt den Online-Kreditmarktplatz Creditshelf die eigene, neu geschaffene Kreditplattform nutzen. Das Frankfurter Start-up verbindet kreditsuchende mittelständische Unternehmen mit professionellen und erfahrenen Investoren. Zielkunden sind einerseits mittelständische Unternehmen mit einem Kreditbedarf ab 100.000 € und Laufzeiten bis zu zwölf Monaten, auf der anderen Seite professionelle Investoren wie Family Offices, Vermögensverwalter oder Firmen mit Liquiditätsüberschuss, denen mit kurzlaufenden Mittelstandskrediten eine neue Anlageklasse geboten wird. Die Sutor Kreditplattform hilft, Kreditprozesse für neue Geschäftsmodelle zu realisieren. Dazu gehören etwa Peer-to-Peer-Lending, Marketplace-Lending oder andere Kreditmodelle, bei denen nicht eine Bank die ausgegebenen Kredite finanziert. Sie ist Teil der Sutor Start-up-Plattform, die sowohl jungen FinTechs, aber auch klassischen Finanzdienstleistern und anderen digitalen Unternehmen alle Prozesse und Services bietet, für die eine Banklizenz notwendig ist. Bei Sutor haben bereits Fairr.de (Altersvorsorge-Lösungen), das Portal Zinspilot und der Robo-Advisor Growney angedockt. LÜCKEN IM DIGITALEN KUNDENKONTAKT Veraltete Kernbanksysteme ó Deutsche Privatbanken haben nur etwa die Hälfte ihres Solls beim Ausbau von Online-Services erfüllt, beim Kundenmanagement und beim Ausbau der Vertriebswege blieben die Projekte sogar noch weiter zurück. Fazit: Bei der digitalen Kundenkommunikation stehen die Banken vor akuter Staugefahr, fand die Unternehmensberatung PPI für ihren „IT Stauatlas“ heraus. Grundsätzlich sei die Bereitschaft der Banken groß, mehr digitale Services im Online und Mobile Banking anzubieten. Dafür sind enorme Umbaumaßnahmen bei den IT-Systemen erforderlich. Am stärksten hake es ausgerechnet bei den Banken mit häufigem Kontakt direkt zum Kunden, und die Unzufriedenheit darüber bei den Verantwortlichen ist groß. Jede vierte Privatbank hadert mit dem Umsetzungsstand beim Ausbau der Vertriebswege. Ähnlich groß ist der Unmut bei Digitalisierungsprojekten sowie der Entwicklung neuer Produkte und Leistungen. Als Ursachen für den Projektstau verweisen die Verantwortlichen oft auf hohe Kosten und Budgetmangel. Auffällig ist, dass private Banken mit direktem Kundenkontakt besonders häufig veraltete Kernbanksysteme als Bremsklötze ihrer Projekte ins Feld führen. Mehr als ein Drittel fühlt sich durch sein IT-Herzstück behindert. Direktbanken seien hier schon einen Schritt weiter, während sich private Banken laut PPI längst fälligen strategische Fragen in ihrer IT-Architektur stellen müssten. STUDIE ÜBER VORLIEBEN IM ONLINE-PAYMENT Die Kunden zahlen am liebsten per Rechnung ó Deutsche Kunden zahlen ihre Onlinekäufe am liebsten erst nach Erhalt der Ware, 29 Prozent der E-Commerce-Umsätze werden per Rechnung erzielt. Der Kauf auf Rechnung baut damit seine Spitzenposition als umsatzstärkste Zahlungsart weiter aus. Onlinehändler reagieren auf diesen Bedarf und bieten diese Zahlungsart immer häufiger an. Im vergangenen Jahr waren es 66,4 Prozent der Top 1.000-Onlinehändler. Zu diesem Ergebnis kommt das Beratungsinstitut EHI in seiner aktuellen Studie „Online-Payment 2016“. Paypal musste mit einem Marktanteil von 19,6 Prozent erstmals leichte Einbußen hinnehmen, erreicht dennoch den zweiten Platz im Ranking. Zu berücksichtigen ist hier allerdings, dass marktführende Shop-Betreiber wie Amazon.de diese Zahlungsart nicht anbieten. Auch die Lastschriftzahlung verlor im Jahr 2015 sowohl bei Kunden wie Händlern an Beliebtheit. Nur noch 19,3 Prozent der Umsatzanteile entfallen auf diese Zahlungsart (2014: 21,8 Prozent). Die dennoch hohe Platzierung liegt auch hier am Platzhirsch Amazon, der einen Großteil seiner Einnahmen per Lastschrift abwickelt. Einzig die Kreditkarte konnte mit zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr deutlich aufholen. Offenbar hat die Deckelung der Interchange-Gebühren auf 0,3 Prozent die Wettbewerbsfähigkeit der Kreditkarte im Onlinehandel gestärkt. Entwicklung der Umsatzanteile der Zahlungsarten Hochrechnung für den deutschen E-Commerce-Markt* 0 % in Prozent 40 35 30 25 20 15 10 5 0 Rechnung Paypal Lastschrift 2013 2014 2015 Kreditkarte Vorkasse Ratenkauf Sofort-Überweisung Nachnahme Abholung mit Zahlung bei Bezahlen Amazon * Top-1.000 Onlineshops laut Studie E-Commerce-Markt Deutschland 2015, EHI/Statista: 32,7 Mrd. €. Sonstige Zahlungsarten werden nicht extra aufgeführt. Quelle: EHI-Studie Online-Payment 2014, 2015, 2016. 07.2016 diebank 23

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