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die bank 07 // 2015

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

Beruf & Karriere Trends

Beruf & Karriere Trends ABSOLVENTEN-JOBS, DIE SICH LOHNEN Berufswunsch: Investmentbanker ó Manche Jobs in der europäischen Finanzindustrie sind für Studienabsolventen leichter zu bekommen als andere. So fanden aktuell 6,3 Prozent der Absolventen eine Stelle als Controller, 3,2 Prozent als Investmentbanker und nur 1,8 Prozent im Bereich Asset Management, ermittelte das britische Marktforschungsinstitut Emolument. Wer es aber auf einen der begehrten Plätze schafft, kann sich über ein höheres Gehalt freuen. So verdienen britische Nachwuchs-Investmentbanker und Hedgefonds-Manager durchschnittlich 39.000 £, Controller aber nur 25.000 £. In beiden untersuchten Bereichen am unteren Ende liegen Versicherungen: Sie stellen wenige Absolventen ein und zahlen unterdurchschnittlich. Einstiegsgehälter in der GB-Finanzwirtschaft (in £) 40.000 30.000 20.000 10.000 0 Rechnungswesen/ Controlling Versicherungen Asset Mangement Private Equity Unabhängige Broker Wealth Management Hedgefonds Investment Banking VEREIN GIBT STARTHILFE Gründungsengel im Anflug ó Geschäftsideen zum Fliegen zu bringen, das ist die Idee des Vereins Gründungsengel, in dem sich Dienstleister und Branchenexperten zusammengeschlossen haben. Wer ein Start-up-Unternehmen gründen will, braucht nicht nur eine kluge Idee und einen Businessplan. Neben der Geschäftsidee werden Themen wie Finanzierung, Marketing, PR oder juristische Fragen oft vernachlässigt, was nicht selten verheerende Folgen für ein Start-up haben kann. Fast jedes dritte Gründungsprojekt scheitert in den ersten drei Jahren, hat die KfW Bankengruppe ermittelt. Aber nicht jeder gründungswillige Mensch könne Experte in allen Dingen rund um Unternehmensgründung und Unternehmensführung sein, sagt der Vorsitzende der Gründungsengel, Steffen Danschacher. Er hat bereits viele Gründer begleitet und weiß, dass die Auswahl der richtigen Dienstleister viele Gründer überfordert. Der Verein vermittelt deshalb Experten an die frischgebackenen Unternehmer. Im Netzwerk sind Experten aus den Gebieten Recht, IT, Unternehmensführung, Marketing und PR sowie Fundraising versammelt. Neben der Expertenhilfe planen die Gründungsengel einen kostenlosen detaillierten Gründer-Check-up, bei dem Businessideen geprüft und erste Handlungsimpulse gegeben werden. ERFOLG IST MEHR ALS GELD UND MACHT Lebensqualität entscheidend ó Die Führungskräfte der kommenden Generation schätzen einer Studie von Sodexo zufolge die Lebensqualität als wichtigste Triebfeder für die Leistung von Organisationen ein. 69 Prozent der 1.000 befragten Studenten, sind der Ansicht, dass die Verbesserung der Lebensqualität starke Auswirkungen auf den Geschäftserfolg ihres zukünftigen Arbeitgebers haben wird; bei den heutigen Führungskräften hingegen lag die Zustimmung zu dieser Frage nur bei 57 Prozent. Die Untersuchung wurde im Rahmen einer internationalen Konferenz zum Thema Lebensqualität vorgestellt. Dabei betonten vor allem die jüngeren Diskussionsteilnehmer die Bedeutung von Dienstleistungsmentalität, Flexibilität und Freiheit. Glaubt man ihnen, so werden künftig nur noch die Unternehmen erfolgreich junge Nachwuchskräfte anwerben und sich weiterentwickeln können, die ihre Mitarbeiter wertschätzen und auf deren Bedürfnisse achten. Die einseitige Messung von Erfolg in Form von Geld und Macht wurde in einer prominent besetzten Diskussionsrunde als nicht mehr zeitgemäß bewertet. 64 diebank 7.2015

AUCH IM PERSONALWESEN Big Data bringt Vorteile ó Big Data wird auch das Personalwesen gravierend verändern. In mehr als jedem dritten Unternehmen denkt man über den Einsatz entsprechender Lösungen im Personalmanagement nach, jedes elfte Unternehmen nutzt diese Technologien bereits. Dabei verwenden die Unternehmen die Erkenntnisse aus der Auswertung großer Datenmengen bislang vor allem für die Verbesserung der internen Kommunikation sowie für das Employer Branding. Das Potenzial von Big Data für weitere Kernaufgaben des Personalwesens sei dagegen noch weitgehend ungenutzt, heißt es in einer Studie von Bitkom Research und dem Business-Netzwerk LinkedIn. Gesammelt werden bislang vor allem interne Daten. Arbeitsmarktdaten oder Informationen aus sozialen Netzwerken werden erst von 16 Prozent der Befragten genutzt. Unternehmen, die noch keine gigantischen Datensammlungen vornehmen, geben dafür in erster Linie datenschutzrechtliche Bedenken an. Gebremst werden die Unternehmen auch, weil in fast jedem zweiten Betrieb noch das nötige Fachwissen zur Analyse fehlt. Big Data verschaffe Unternehmen nicht nur im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte einen Vorteil, sagt Alexandra Kolleth von LinkedIn. Sie arbeitet an einem globalen ‚Economic Graph‘ für transparente Analysen über die Nachfrage- und Angebotslage auf den Arbeitsmärkten, auf die HR- Entscheider in Zukunft global zurückgreifen können sollen. ERWERBSTÄTIGENQUOTE STIEG ENDLICH AN Arbeitsmarkt auf gutem Weg ó Zum ersten Mal seit der Finanzkrise ist die Zahl der Erwerbstätigen in der EU 2014 wieder angestiegen. In der Altersgruppe der 20- bis 64-Jährigen stehen laut der Arbeitskräfteerhebung des EU-Statistikamts Eurostat nun 69,2 Prozent in einem Beschäftigungsverhältnis, das reicht aber noch nicht an den Höchststand von 2008 (70,3 Prozent) heran. Neue Spitzenwerte gab es auch bei arbeitenden Frauen und älteren Mitarbeitern. Die Erwerbstätigenquote der Frauen ist über die letzten vier Jahre kontinuierlich gestiegen und übertraf zuletzt mit 63,5 Prozent den alten Spitzenwert von 62,8 Prozent aus dem Jahr 2008. Die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen in der EU ist von 38,4 Prozent im Jahr 2002 kontinuierlich gestiegen auf nun 51,8 Prozent. Das Ziel der Strategie Europa 2020 ist eine Erwerbstätigenquote von insgesamt mindestens 75 Prozent bei den 20- bis 64-Jährigen. Deutschland gehört zu den Mitgliedstaaten, die dieses Ziel (mit 77,7 Prozent) bereits erreicht haben, ebenso wie Schweden, das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Dänemark. Quoten unter 60 Prozent verzeichnen hingegen Griechenland, Kroatien, Spanien und Italien. Die Beschäftigung von Frauen und Männern ist sehr ungleich verteilt. Den geringsten Unterschied gibt es in Finnland mit -1,9 Prozentpunkt weniger beschäftigten Frauen, der EU-Durchschnitt liegt bei einer Differenz von 11,5 Prozent. DIGITAL, MOBIL, ÜBERFORDERT: ARBEITNEHMER BRAUCHEN FESTE RUHEZEITEN Ein Recht auf das „Nicht-Erreichbarsein“ ó Mobile und digitale Technologien verändern die Arbeitswelt, und Unternehmen profitieren davon, dass viele Arbeitsprozesse optimiert werden. Für die Beschäftigten hingegen wird es oft zu einem hohem Stressfaktor, dass die Arbeit durch Smartphones oder Tablets nicht mehr zwangsläufig an einen bestimmten Ort oder feste Zeiten gebunden ist. Immer mehr Arbeitgeber fordern – mehr oder weniger subtil – ständige Erreichbarkeit von ihren Mitarbeitern. Die Regeln zum Schutz der Beschäftigten würden in vielen Betrieben missachtet oder gingen nicht weit genug, schreibt Tanja Carstensen von der TU Hamburg-Harburg in einer von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Analyse. Mit dem Bearbeiten von beruflichen E-Mails von zu Hause, unterwegs, auf Dienstreisen, in Hotelzimmern sowie nach Feierabend und im Urlaub habe sich „Arbeiten immer und überall“ als Normalzustand etabliert, so die Soziologin. Zwar empfinde das nicht jeder als Belastung. Es könne sogar entlastend sein, sich immer gut informiert zu fühlen. Es bestehe dabei jedoch die Gefahr, dass das Privatleben der Arbeit untergeordnet werde und es zu einer Verlängerung der Arbeitszeit komme. Dem DGB-Index Gute Arbeit 2012 zufolge müssen 27 Prozent der Beschäftigten sehr häufig oder oft nach Dienstschluss erreichbar sein. Dies kollidiere mit den gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten, die grundsätzlich elf Stunden ohne Unterbrechung betragen müssen, so Carstensen. Selbst das Lesen einer beruflichen Mail stelle eine Unterbrechung der Ruhezeit dar. Arbeitgeber könnten auch kaum kontrollieren, unter welchen Bedingungen die Angestellten außerhalb der Firma arbeiten.Bei mobiler Arbeit entspreche die Umgebung – zum Beispiel im Zug, im Auto oder im Hotelzimmer – häufig nicht den Anforderungen an einen gesunden Arbeitsplatz. Nach Ansicht von Carstensen besteht hier eine massive Regelungslücke. Die Wissenschaftlerin sieht mehrere Handlungsansätze: Auf politischer Ebene gingen Vorstöße wie eine „Anti-Stress-Verordnung“ oder das „Recht auf Nicht-Erreichbarkeit“ in die richtige Richtung. Die Arbeitsstättenverordnung könnte auf mobile und häusliche Arbeitsplätze ausgeweitet werden. Denkbar sei auch eine Modernisierung der Bildschirmarbeitsverordnung, die regelt, dass nur solche Geräte für die berufliche Nutzung zugelassen werden, die ergonomische Mindestanforderungen erfüllen. 7.2015 diebank 65

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