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die bank 06 // 2022

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MARKT 2 | Wertvollste

MARKT 2 | Wertvollste FinTech-Einhörner nach Marktbewertung in Mrd. US-$ Stripe (Einhorn seit Januar 2014) 95,00 Klarna (Einhorn seit Dezember 2011) 45,60 Checkout.com (Einhorn seit Mai 2019) 40,00 Revolut (Einhorn seit April 2018) 33,00 FTX (Einhorn seit Juli 2021) 32,00 Chime (Einhorn seit März 2019) 25,00 Ripple (Einhorn seit Dezember 2019) 15,00 Blockchain.com (Einhorn seit Februar 2021) 14,00 Plaid (Einhorn seit Dezember 2018) 12,30 Brex (Einhorn seit Oktober 2018) 12,00 Quelle: CB Insights. schende Geschäftszahlen. Im ersten Quartal 2022 setzte Robinhood lediglich 299 Mio. US-$ um und damit 43 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Insbesondere ein deutlich gesunkenes Handelsaufkommen bei Aktien und Krypto-Währungen sowie ein Rückgang der Nutzer waren verantwortlich dafür. Banken holen bei der Digitalisierung auf Trotz der innovativen Möglichkeiten, die Fin- Techs bieten, haben traditionelle Banken in einigen Bereichen die Nase vorn: Sie haben einen großen Kundenstamm, mit dem sie oft schon sehr viele Jahre eine vertrauensvolle Partnerschaft pflegen, sowie starke, vertrauenswürdige Marken. Ferner zeichnen sie sich durch Stabilität aus und haben ihre Risiken fest im Griff. In Zeiten der Covid-Pandemie, des Klimawandels und des Überfalls auf die Ukraine sind bei den Kunden vor allem Sicherheit, Verlässlichkeit, Resilienz und Nachhaltigkeit gefragt, während undurchsichtige und unpersönliche Geschäftsmodelle bei der Kundschaft immer weniger gut ankommen. Es ist daher gut möglich, dass aufstrebende FinTechs mit der Zeit verblassen, denn auch im digitalen Bereich holen die traditionellen Geldhäuser immer weiter auf. Die Commerzbank beispielsweise bietet Kunden eine virtuelle Debitkarte an, mit der auf einfache Weise Apple Pay und Google Pay genutzt werden können. Darüber hinaus gibt es bei der Commerzbank eine Vielfalt an Bezahllösungen für Smartwatches, wie etwa Fitbit, Garmin und Swatch. Seit April 2021 gibt es zudem in der Banking-App die Funktion „giropay Geld-Senden“. Mit dem Smartphone landet das Geld sekundenschnell und sicher auf dem Girokonto – ganz ohne Eintippen der IBAN und bankenübergreifend. Die Deutsche Bank hat sich das Thema Nachhaltigkeit groß auf die Fahne geschrieben. Mit der „Deutsche Bank Mobile-App“ können sich Kunden ihren persönlichen CO2- Ausstoß pro Monat anzeigen lassen. Auch ermöglicht es die App, die verursachte Menge zu reduzieren oder auszugleichen. Dafür arbeitet die Deutsche Bank mit den Umweltschutzorganisationen „Trinkwasserwald e.V.“ und „myclimate Deutschland gGmbH“ zusammen. Auch die Sparkassen sind dabei, ihre digitale Performance immer weiter zu verbessern. So ist die Sparkassen-Finanzgruppe vor kurzem in das „Buy now, Pay later“ (BNPL)-Geschäft eingestiegen. Zuvor waren es vor allem der schwedische Zahlungsanbieter Klarna mit Sitz in Stockholm und der börsennotierte Online-Bezahldienst PayPal mit Sitz in den USA und Luxemburg, die Ratenzahlungen anboten. Darüber hinaus kann über die Sparkassen-App „Mobiles Bezahlen“ ein kostenloser Expresskredit zwischen 500 und 3.000 € angefragt werden. Sofern die Bonität des Kunden stimmt, wird der angefragte Betrag in wenigen Minuten in der App auf dem verknüpften Girokonto vorgemerkt, und der Kunde kann sofort am Point of Sale über das Geld verfügen. Die Rückzahlung des Expresskredits erfolgt entweder im Rahmen eines Ratenkredits oder 12 06 | 2022

MARKT nach 30 Tagen zulasten des Girokontos. Den Ratenkredit kann der Kunde ebenfalls direkt in der App während des Antragsprozesses zum Expresskredit anfragen und im Nachgang in seinem Online Banking über das elektronische Postfach abschließen. Viele Sparkassen haben auch die klassischen Prozessschritte der Baufinanzierung digitalisiert und automatisiert, um sie effizienter und kundenfreundlicher zu gestalten. Die Stadtsparkasse Düsseldorf beispielsweise hat kürzlich im Rahmen einer „Kundenreise Baufinanzierung“ verschiedene Stellhebel identifiziert und deren Umsetzung zum Teil schon auf die Straße gebracht. Dazu gehören etwa der digitale Austausch von Unterlagen oder das kostenfreie Baufinanzierungszertifikat, mit dem Immobilienkäufer mit einer sicheren Finanzierungszusage an den Verhandlungstisch gehen können, während andere erst Möglichkeiten dafür ermitteln. Starke Ausgangsposition bietet Chancen Dass traditionelle Banken ihre Hausaufgaben immer besser machen, zeigt auch die Auswertung „Finnoscore Deutschland 2022“, die deutsche Banken mit Mitbewerbern aus Europa und Nordamerika im Hinblick auf ihre digitale Kompetenz vergleicht. Untersucht wurden aus Sicht der Kunden und potenzieller Neukunden zwölf Dimensionen, darunter die Gestaltung der Website, die Funktionalität des Online Bankings und mobiler Apps, Social-Media-Präsenz und Preistransparenz sowie erstmalig auch Innovation und Nachhaltigkeitsagenda. Dabei folgte eine Unterteilung in sogenannte Top-Banken (Banken mit dem höchsten absoluten Score) und Aufsteiger, also Banken, die sich im Vergleich zu 2021 verbessert 06 | 2022 13

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