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die bank 06 // 2021

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

News & Trends

News & Trends ERREICHBARKEIT NONSTOP? Jetzt ist Feierabend Nicht erst seit der verstärkten Nutzung des Homeoffice stellt sich für viele Arbeitnehmer die Frage, wie lange sie täglich erreichbar sein müssen. Reicht es aus, Telefonate während der Kernarbeitszeit anzunehmen, oder muss man für Chefin und Kunden auch noch während der eigentlichen Feierabendzeit zur Verfügung stehen? Gibt es ein Recht auf „Nichterreichbarkeit“, oder gehört es heute zum guten Umgangston, am späten Abend noch „dringende“ Mails zu beantworten? 1.000 berufstätige Deutsche wurden dazu vom Magazin t3n und Appinio befragt. Grundsätzlich stellte sich hier eine klare Tendenz heraus: 81,1 Prozent der Befragten halten ein Recht auf Nichterreichbarkeit für „eher wichtig”. Doch zeigen sich Unterschiede: Die befragten Frauen sowie insgesamt die jüngeren TeilnehmerInnen sind eher bereit, den Feierabend für Dienstliches zu unterbrechen. ù Über 80 Prozent der Befragten plädieren für ein Recht auf Nichterreichbarkeit. PANDEMIE ALS VERSTÄRKENDES ELEMENT Thematische Anlagen im Fokus Eine Umfrage unter 300 führenden institutionellen Anlegern und Intermediären in Europa deutet darauf hin, dass sich der Ansatz der Anleger in Bezug auf thematische Anlagen weiterentwickelt: 84 Prozent der Befragten haben mit der Integration thematischer Ansätze in ihre Portfolios begonnen, knapp die Hälfte der Befragten geht von einer Erhöhung ihrer Allokationen in den nächsten drei Jahren aus. KONSUM-KNICK Generation Z will mehr sparen Die Corona-Pandemie hat das Spar- und Konsumverhalten vieler Bundesbürger verändert. Das betrifft vor allem junge Menschen der Generation Z. Heute teilen 57 Prozent der Befragten mindestens ein Fünftel der Allokation ihrer Aktienportfolios über einen thematischen Ansatz zu – mit unterschiedlicher Gewichtung je nach Region und Unternehmensgröße. Befragte in der Schweiz und den Benelux-Staaten setzen besonders stark auf thematische Strategien, bei institutionellen Anlegern in Deutschland und Frankreich fällt der Anteil geringer aus. Wichtig scheint der thematische Ansatz vor allem bei größeren Kunden: 89 Prozent der Befragten mit einem verwalteten Vermögen (AuM) von mehr als 50 Mrd. US-$ sind zu mindestens 20 Prozent auf diese Weise investiert. Wie die Schweizer Bank Vontobel in ihrer Studie ermitteln ließ, hat die Nachfrage nach thematischen Anlagefonds im letzten Jahr stark zugenommen, mit erheblichen Mittelzuflüssen sowohl bei aktiven Fonds als auch bei passiven Vehikeln. Die AuM in thematischen börsengehandelten Fonds wuchsen im Jahr 2020 um mehr als das Doppelte, so die Bank. Bereits vor der Pandemie hätten sich zahlreiche Themen – darunter der Klimawandel, die technologische Transformation sowie demografische Veränderungen – einer großen Beliebtheit erfreut. Nun habe die COVID- 19-Pandemie als Katalysator für viele dieser Themen gewirkt, und auch der Marktzyklus scheint sich zugunsten thematischer Anlagen verschoben zu haben. Darüber hinaus zeigt die aktuelle Untersuchung, dass es sich bei thematischen Anlagen nicht nur um eine reine Aktienstrategie zu handeln scheint. Oft würden die Befragten einen thematischen Ansatz bereits für vielerlei Anlageklassen anwenden. Befragte mit höherem AuM halten besonders häufig thematische Engagements in Infrastruktur, festverzinslichen Anlagen, Rohstoffen oder Immobilien. ù Die heute 14- bis 29-Jährigen werden von der ersten bewusst erlebten wirtschaftlichen Krise mitten in ihrer beruflichen Ausbildung oder dem Studium getroffen. 42 Prozent von ihnen haben deshalb ihre Konsumausgaben zurückgefahren, in keiner anderen Altersgruppe ist dieser Anteil höher. Außerdem gaben rund 78 Prozent der befragten jungen Leute an, mehr sparen zu wollen. Die Angaben stammen aus dem Vermögensbarometer 2020 des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV). Beim Vermögensaufbau sei den jungen Menschen vor allem Flexibilität und Sicherheit wichtig: Studierende oder Auszubildende möchten sich selten auf ein Sparziel festlegen, sie bevorzugen oft Sparformen ohne Risiken, wie einen Bausparvertrag. Nur 28 Prozent der Befragten aus der Generation Z setzen laut Kantar Trendindikator 2020 auf Anlageprodukte, die Kursschwankungen unterliegen. ù 6 06 // 2021

NEWS & TRENDS BESCHÄFTIGUNG Roboter im Anmarsch Deutschland zeigt in Sachen Digitalisierung großen Nachholbedarf, das wurde nicht erst während der Corona-Pandemie offensichtlich. Auch der Arbeitsmarkt tendiert immer mehr in Richtung Digitalisierung. Das legen die Volkswirte der ING Deutschland in einer Studie dar. Zwischen 2014 und dem Ausbruch der Pandemie sei der deutsche Arbeitsmarkt insgesamt um drei Millionen Jobs angewachsen – mit erheblichen Unterschieden zwischen den Branchen. Während die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe um 5 Prozent zunahm, waren es im Dienstleistungssektor 9 Prozent. Besonders Berufsgruppen mit repetitivem Aufgabenfeld sind von der voranschreitenden Digitalisierung und Automatisierung betroffen, sagen Carsten Brzeski und Franziska Biehl. In den vergangenen drei Jahren boomten die Technologie-Berufe am stärksten. Allerdings geben die Ökonomen eine vorsichtige Entwarnung: Noch arbeiteten Mensch und Maschine zusammen, und man müsse keine Sorgen haben, dass die Roboter dem Menschen auf kurze Sicht den Job streitig machten. Von 37 untersuchten Berufsgruppen, sei die Beschäftigung nur in fünf Berufsgruppen gesunken, darunter sind die Bereiche Rohstoffgewinnung und Metallerzeugung. ù ZAHL DES MONATS 15 Jahre – spätestens danach haben sich Gebäudemodernisierungen zur Senkung der Energiekosten amortisiert, so die Postbank. KRYPTOWÄHRUNGEN Ether interessanter Die rasante Berg- und Talfahrt der Kryptowährungen könnte zu Verschiebungen führen. Zahlreiche Anleger seien der Auffassung, dass Ether mittel- bis langfristig Bitcoin den Rang ablaufen könnte, teilte die deutsche Nachrichtenplattform Block-Builders mit. Nach ihren Informationen würden aktuell 68 Prozent eher Ethereum als Bitcoin kaufen, nur 18 Prozent bevorzugten Bitcoins. ù AUS DER BANKENAUFSICHT MREL-Rundschreiben Die BaFin stellt aktuell den Entwurf des Rundschreibens zur Festlegung der Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten (MREL) für Institute und gruppenangehörige Unternehmen, für die der Abwicklungsplan eine Liquidation im Rahmen eines Insolvenzverfahrens vorsieht, zur Konsultation. Es handelt sich hier um die Erweiterung des am 20. August 2019 veröffentlichten Rundschreibens 12/2019 (A). Das geplante Rundschreiben beschreibt die Verwaltungspraxis der BaFin im Hinblick auf die Festlegung der Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten. Die wesentlichen Änderungen beruhen auf dem Ende 2020 in Kraft getretenen Risikoreduzierungsgesetz (RiG). Schriftliche Stellungnahmen sind noch bis Ende Juni möglich. SOCIAL IMPACT FINANCING Nutzen messbar machen Mithilfe von Social Impact Financing verfolgen Banken seit einigen Jahren vermehrt den Anspruch, einen positiven sozialen Nutzen zu schaffen, indem sie gezielt soziale Projekte und Initiativen unterstützen. Schwierig ist es allerdings, die Glaubwürdigkeit von Impact Financing zu gewährleisten und das Risiko von „Impact Washing“ zu vermeiden. Deshalb hat das Social Impact Banking (SIB) der UniCredit nun gemeinsam mit dem Thinktank Human Foundation ein neues Mess- und Bewertungssystem entwickelt. Damit sollen zum einen die Messstandards für Social Impact Financing weiterentwickelt und zum anderen die direkten und indirekten sozialen Wirkungen maximiert werden. Ziel ist es, den Erfolg und die Wirkung der finanzierten Projekte zu messen, indem die erwartete und die tatsächlich erreichte gesellschaftliche Wirkung kontinuierlich anhand von maßgeschneiderten Indikatoren verglichen werden. Dabei werden die Besonderheiten der Begünstigten der spezifischen Projekte berücksichtigt. Das System ermöglicht der UniCredit eine konsistente Messung und Evaluierung ihres Social Impact Financing in allen elf Märkten der Gruppe. ù 06 // 2021 7

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