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die bank 06 // 2019

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MANAGEMENT 2 | Handel

MANAGEMENT 2 | Handel vs. Eigenkapitalrentabilität (Kreisgröße proportional zur Bilanzsumme) 16 % JPMorgan 14 % 12 % Eigenkapitalrentabilität (ROE) 10 % 8 % 6 % 4 % Bayern LB DZ Bank Commerzbank Citigroup 2 % LBBW 0 % Deutsche Bank - 2 % 0 % 5 % 10 % 15 % 20 % Handelsaktiva als Prozentsatz der Bilanzsumme Quelle: Geschäftsbilanzen. Wertverlust zinsabhängiger Wertpapiere und Reduktion von Fristentransformationsbeiträgen kommen könnte. Handel würde in einem solchen Umfeld hingegen prosperieren, da der Umfang von kundenseitigen Absicherungsgeschäften und Portfolioreallokationen massiv steigen würde. Drittens ist der Zusammenhang zwischen Handelsgröße und Ertragsbeitrag nicht notwendigerweise durch Linearität gekennzeichnet. Eine kleine, spezialisierte und kundenbezogene Handelsaktivität (z. B. mit Schuldscheindarlehen) kann ein profitables Geschäftsmodell darstellen, ebenso wie ein auf Skalenvorteilen basierendes globales Mengengeschäft. Tödlich kann es jedoch werden, in der Mitte gefangen zu sein und weder hinreichende Skalenvorteile noch eine schlanke, auf individuelle Kundenbedürfnisse zugeschnittene Organisation aufzuweisen. Politik der kleinen Schritte Besonders gefährlich kann es für eine Bank werden, wenn marginale Veränderungen an der Größe der Handelsaktivität vorgenommen werden. Eine auf den ersten Blick nur marginale Reduktion der Ressourcen können die Handelsabteilungen signifikant schwächen, z. B. durch das Abwandern erfahrener Händler oder die Fähigkeit zur Vorhaltung von Liquidität. Die Bepreisungsleistungen von Handelsabteilungen verschiedener Banken sind aus der Sicht der Kunden sehr leicht zu vergleichen, leichter als Kundenbeziehungen im Sales oder Finanzanalysen im Research, was eine besonders kompetitive Marktdynamik erzeugt. Leider ist ein Arm schneller abgetrennt als wieder angefügt, sodass gerade im Handel vorschnelle Kürzungen gut zu überdenken sind. Gleichzeitig müssen deutsche Banken, die sich beherzt auf den Weg machen, „Handelsmonster“ wie etwa eine JPMorgan zu werden, auch bereit sein, zunächst das Tal der Tränen zu durchschreiten. Kritische Größe muss hierbei schnell aufgebaut werden. Halbherziges Festhalten an Handelskapazitäten ohne die Aussicht auf eine langfristige Marktführerschaft ist hier keine gute Geschäftsstrategie. Eine langfristig nachhaltige strategische Positionierung des Handels ist somit einer Politik der kleinen Schritte vorzuziehen. FAZIT In Deutschland zeichnet sich ein Trend zur Reduktion der Handelsaktivität der Banken ab. Dabei können Handelsaktiva durchaus Teil einer eigenkapitalrentablen Bilanz sein, wie uns US-amerikanische Banken demonstrieren. Nicht jede Bank braucht einen umfangreichen Handel, aber ein herdenhaftes Abschmelzen der Handelskapazitäten ist auch keine gute Geschäftsstrategie. Autor Fidelio Tata ist Professor für Finanzwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin. 40 06 // 2019

Frühbucherrabatt MANAGEMENT 400 Euro bis 31. Juli 2019 TSI Kongress am 26. und 27. September 2019 ABS Reloaded: Die Chancen von STS in unruhigen Zeiten Wir leben in Zeiten des Übergangs und des Umbruchs: Neue Mobilitätskonzepte, Klimawandel, Digitalisierung, Fintechs und Blockchain sind die Themen, die auch die Finanzmärkte 2019 und in den Folgejahren prägen werden. Und dies alles im Zeichen einer sich eintrübenden Konjunkturentwicklung und des drehenden Kreditzyklus. Doch egal ob Green Finance oder Umbau der Automobilindustrie – der große Finanzierungsbedarf, der vor uns liegt, braucht Asset Based Finanzierungen und Verbriefungsinstrumente. Auf dem TSI Kongress 2019 in Berlin werden wir die gesamte Bandbreite der relevanten Themen beleuchten und mit den Marktteilnehmern und der Aufsicht diskutieren. Mit über 80 Sponsoren, Partnern, Medienpartnern und unterstützenden Organisationen und an die 700 Teilnehmern ist der TSI Kongress das führende Event für die Asset Based Finance Märkte. TSI Congress 2019 … where the community meets! Keynote Speaker und Referenten: Christian Hirte Parlamentarischer Staatssekretär, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Dr. Martin Lück Chief Investment Strategist Germany, Switzerland, Austria & CEE, Blackrock Investment Reinhold Vollbracht Bundesbankdirektor, Leiter Stabsstelle SSM­Bankenaufsicht, Deutsche Bundesbank Torsten Kohrs Leiter Konzern Treasury Lufthansa und Vorsitzender des Ausschusses für Unternehmensfinanzierung und Finanzmärkte, BDI Jetzt anmelden! www.tsi-kongress.de Kerstin Andreae Wirtschaftspolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen © Fotografin: DBT/Inga Haar Thomas Kurtz Geschäftsführer Portfoliomanagement MEAG Cornelia Holthausen Deputy Director General in the Directorate General Market Operations, EZB Frank Fiedler CFO, Volkswagen Financial Services AG Der TSI Kongress 2019 wird durch die gesamte Asset Based Finance Industrie sowie von Politik und Wirtschaft unterstützt CMS_LawTax_CMYK_10-18.eps Portfolio Advisers verified STS Verification International 06 // 2019 41

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