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die bank 06 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

IT & Kommunikation

IT & Kommunikation Trends INDUSTRIE 4.0 Mehr Arbeitsplätze im Bereich IT ó Der Wandel der Industrie hin zu Industrie 4.0 ist mehr als ein reines Technologiethema. Er wird sowohl die Strategie vieler Unternehmen als auch die Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik beeinflussen. In ihrer aktuellen Studie zeigt die Unternehmensberatung Roland Berger auf, wie sich Industrie 4.0 auf die Kapitalrendite (ROCE) für Industrie und Länder auswirkt. In Deutschland steht die Digitalisierung der Produktion dabei ganz oben auf der politischen Agenda. Als einziges Land weltweit konnte Deutschland in den vergangenen 15 Jahren seinen ROCE durch den konsequenten Ausbau von Industrie 4.0 erheblich verbessern. Bei gleichbleibendem Kapitaleinsatz stieg die Rendite von 12 auf über 30 Prozent. Die Umstellung der Produktion auf die digitale Fertigung hätte nach Angaben der Roland Berger-Experten positive Effekte auf den gesamten Westen Europas. Denn intelligente, digital vernetzte Systeme und Prozessketten binden weniger Kapital und verbessern die Kapitalrendite. Der potenzielle Wertbeitrag für Westeuropa kann dabei eine Höhe von 420 Mrd. € erreichen. Doch die Fabrik der Zukunft kann noch mehr: 100 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze könnten geschaffen werden – rund sieben Millionen im Bereich Dienstleistungen und IT. Schließlich benötigen europäische Unternehmen qualifiziertes Personal, um ihre Entwicklung in Richtung Digitalisierung voranzutreiben. CYBERANGRIFFE IN DER INDUSTRIE Im Notfall nicht gewappnet ó Nur die Hälfte aller Industrieunternehmen in Deutschland verfügt über einen Notfallplan, um innerhalb kurzer Zeit auf einen digitalen Angriff reagieren zu können. Dies zeigt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter Unternehmen des produzierenden Gewerbes. Das Notfallmanagement umfasst in erster Linie schriftlich geregelte Abläufe und Sofortmaßnahmen, die im Fall eines Angriffs durchgeführt werden müssen. Ziel ist es, einen Datenabfluss zu stoppen oder beim Ausfall wichtiger Systeme die Arbeitsfähigkeit des Unternehmens so schnell wie möglich wieder herzustellen. Auf Fälle wie Sabotage oder digitale Wirtschaftsspionage sind besonders kleinere Industrieunternehmen schlecht vorbereitet. Nur 43 Prozent der Unternehmen mit zehn bis 99 Mitarbeitern verfügen über ein geregeltes Notfallmanagement. Selbst viele große Betriebe sind nicht ausreichend gewappnet (74 Prozent). Dabei beginnt ein Notfallplan mit einfachen Maßnahmen wie der Erstellung einer Liste mit Ansprechpartnern und der Festlegung, wer in welcher Reihenfolge informiert werden muss. Auch mehrtägige Übungen, bei denen verschiedene Szenarien durchgespielt werden, können Teil eines Notfallmanagements sein. WEARABLES Noch Luft nach oben ó Klassische Armbanduhren kommen immer mehr aus der Mode. Nur 27 Prozent der Jugendlichen und etwa zwei Drittel der Generation 55+ geben die Armbanduhr als Mittel zur Zeitbestimmung an. Dies sind gute Nachrichten für Hersteller von Wearables, die sich auf smarte technische Geräte am Handgelenk des Benutzers spezialisiert haben. Der Wearable-Markt dreht sich aktuell vor allem um Smartwatches und Fitnesstracker, die sich mit dem Smartphone vernetzen oder bestimmte Daten in Echtzeit aufzeichnen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 78,1 Millionen Geräte weltweit verkauft. Die Absatzzahlen zeigen jedoch, dass noch kein Produkt die breite Masse der Kunden bislang überzeugt hat. Als Grund sieht die Gamax Management AG den fehlenden Kundenmehrwert in Form von Zusatzfunktionen oder technischen Spezifikationen. Trotz guter Ansätze sind Investitionen in dieses Segment noch schwierig. Bei keinem der börsennotierten Anbieter dominieren Wearables signifikant und mit guter Visibilität der Erträge. Das Rennen um das smarteste Geräte ist also noch in vollem Gange. 56 diebank 06.2016

DEUTSCHE BANK Digitalfabrik startet Mitte 2016 ó Die Deutsche Bank drückt bei der Digitalisierung des Kundengeschäfts aufs Tempo. Mitte 2016 startet in Frankfurt die sogenannte Digitalfabrik. Mehr als 400 Softwareentwickler, IT-Spezialisten sowie Bankexperten aus dem Unternehmensbereich Private, Wealth & Commercial Clients (PW&CC) werden künftig an einem Standort an neuen digitalen Produkten und Dienstleistungen für ihre Kunden arbeiten. Zusätzlich werden 50 Arbeitsplätze für externe Kooperationspartner aus der FinTech-Branche zur Verfügung gestellt. Insgesamt investiert die Bank bis 2020 rund 750 Mio. € in die Digitalisierung ihres Privat- und Firmenkundengeschäfts, davon rund 200 Mio. € allein in diesem Jahr. Mit der Einführung der neuen Banking-App „Deutsche Bank Mobile“ setzt die Deutsche Bank bereits jetzt den Fokus auf ihr digitales Image. Die neue App lässt sich intuitiv bedienen und entspricht den höchsten Sicherheitsstandards im Mobile Banking. Die Bank geht davon aus, den sogenannten „Mobile Moment“ erreicht zu haben. Denn schon jetzt laufen mehr als 40 Prozent aller Zugriffe auf die Konto-Dienste der Bank über mobile Endgeräte. Die Weiterentwicklung der neuen App wird das erste Projekt der im Aufbau befindlichen Digitalfabrik sein. So wird etwa künftig das kontaktlose Bezahlen in Geschäften basierend auf der NFC- Technologie möglich sein. DATENSCHUTZVERORDNUNG „Gleiches Recht für alle“ ó Die langjährigen Verhandlungen der EU-Institutionen über die Datenschutzverordnung sind zu einem Abschluss gekommen. Mit der Verordnung General Data Protection Regulation (GDPR) gilt erstmals das gleiche Datenschutzrecht für alle in der EU tätigen Unternehmen. Unternehmen haben zwei Jahre Zeit, um der neuen Richtlinie zu entsprechen. Bis 2018 müssen interne Prozesse der Datenverarbeitung auf die Regelungen der Verordnung umgestellt worden sein. Bei Verstößen drohen ihnen Strafen von bis zu vier Prozent ihres globalen Umsatzes. Einer Veritas-Studie zufolge kennen Betriebe jedoch den Inhalt von 52 Prozent ihrer Daten nicht. Darüber hinaus wurden über 40 Prozent der gespeicherten Daten in den letzten drei Jahren nicht geöffnet oder bearbeitet. Dies sind nur zwei Gründe, warum die GDPR- Richtlinie eine große Herausforderung für die Unternehmen darstellt. Der Digitalverband Bitkom gibt außerdem zu bedenken, dass die neuen Datenschutzstandards einheitlich angewendet und durchgesetzt werden sollten. Nur so könne gewährleistet werden, dass innerhalb der EU ‚gleiches Recht für alle‘ gelte, betont Susanne Dehmel, Geschäftsleiterin Datenschutz und Sicherheit. Es sei wichtig, dass Wirtschaft und Datenschutzaufsicht bald in Dialog treten, um ein gemeinsames und europaweit einheitliches Verständnis der neuen Regeln zu entwickeln. DIGITALISIERUNG Steht die Unternehmens-IT bereits jetzt vor dem Aus? ó Dass die Digitalisierung die Unternehmens-IT vor große Herausforderungen stellt, ist keine neue Erkenntnis. Neu ist, dass viele CIOs tatsächlich daran zweifeln, ob ihre Organisation diese Herausforderungen bewältigen können. Wie eine EMC-Entscheider-Umfrage belegt, hat die Mehrzahl der IT-Verantwortlichen große Bedenken bezüglich der Zukunftsfähigkeit ihrer IT-Organisation. Rund die Hälfte rechnet sogar damit, dass ihr Verantwortungsbereich während der kommenden drei Jahre gänzlich verschwindet und durch Cloud- oder Outsourcing-Dienstleister ersetzt wird. Der Unternehmens-IT fehlt es nach Einschätzung der Umfrageteilnehmer an zeitgemäßen Infrastruktur-Technologien und entsprechenden Management-Verfahren. Vor allem das fehlende „Business Alignment“, also die Anbindung an und der Einfluss auf den übrigen Geschäftsbetrieb, setzt die IT zunehmend unter Druck. Die IT-Organisationen verlieren entsprechend bereits jetzt an Einfluss. In 39 Prozent der untersuchten Unternehmen entscheiden inzwischen andere Bereiche über die IT-Strategie − etwa die Geschäftsführung, das Marketing oder der Vertrieb. Auch bezüglich der IT-Prioritäten gehen die Meinungen innerhalb der Unternehmen auseinander. So messen 40 Prozent der CIOs dem Verwalten und Nutzen großer Datenmengen („Big Data“) die größte Bedeutung zu. 36 Prozent der befragten Führungskräfte anderer Geschäftsbereiche gehen dagegen davon aus, das die IT vor allem die Bereitstellung neuer Produkte und Leistungen unterstützen sollte. Die Ergebnisse stellten laut EMC-Geschäftsführer Dinko Eror einen Weckruf für die CIOs dar. Um die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern, bedarf es nicht nur der Überbrückung der Gräben zwischen Geschäftsführung, Fachbereichen und IT. Die erforderlichen Technologien müssten schrittweise eingesetzt werden, ohne während des Übergangs von alter zu neuer IT den Überblick zu verlieren. Bereits jetzt hätten viele CIOs diesen Weckruf gehört, ergänzt Eror. Den Ergebnissen zufolge, schätzen 76 Prozent der Befragten, durch den Aufbau zeitgemäßer, flexiblerer Infrastrukturen viele Risiken der Digitalisierung vermindern zu können und eine Plattform für künftiges Wachstum zu schaffen. Zudem gab die Hälfte an, Mitarbeiter bereits in Bereichen wie Business-Know-how, Cloud Computing oder konvergenten Infrastrukturen weiterzubilden. 06.2016 diebank 57

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