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die bank 06 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

Banking News STÄRKUNG

Banking News STÄRKUNG DES FIRMENKUNDENGESCHÄFTS DZ Bank beteiligt sich an FinTechs ó Die DZ Bank AG erwirbt 25 Prozent der Anteile an TrustBills und realisiert somit die erste strategische Beteiligung im Firmenkundengeschäft an einem FinTech-Unternehmen. Trust- Bills ist ein elektronischer Marktplatz zum Verkauf von Forderungen von Unternehmen an internationale institutionelle Investoren. Ziel dabei ist, unter Beteiligung international führender Banken eine globale Forderungsbörse für Unternehmen aller Größen zu etablieren. Firmenkunden erhalten durch den Forderungsverkauf bei TrustBills nicht nur Liquidität, sondern können ihre Forderungen rechtlich und damit bilanzentlastend versteigern. Ein entscheidendes Kriterium für die Beteiligung der DZ Bank − deren Firmenkunden weltweit exportieren − ist der internationale Charakter der Auktionsplattform. Darüber hinaus sieht die Bank die hohen Sicherheitsanforderungen, die Trust- Bills und die verbundenen Rechenzentren als in Deutschland ansässige Unternehmen gewährleisten, als weiteren Pluspunkt an. Der frühe Zeitpunkt der Beteiligung am erst 2015 gegründeten FinTech-Unternehmen verschaffe der Bank Gestaltungs- und Zeitvorteile, um so bei der weiteren Entwicklung des Unternehmens Einfluss nehmen zu können, betont Firmenkundenvorstand Stefan Zeidler. PRIVATKREDITE Online-Recherche nur minder beliebt ó Im Auftrag von Google wurde im Rahmen einer internationalen Nutzerumfrage das Recherche- und Kauf-/Abschlussverhalten von Online-Nutzern bei Privatkrediten erfragt. Wie das Consumer Barometer zeigt, informieren sich nur etwa 68 Prozent der Deutschen auch online über Kredite. Zum Vergleich: Bei den Chinesen informiert sich mit 96 Prozent die große Mehrheit sowohl online, als auch offline. Hier setzt niemand ausschließlich auf das Internet als Informationsquelle. Das Internet wird also ergänzend zu Offline-Quelle genutzt. Die Mehrheit der deutschen Kreditkäufer kommt dabei über Preissuchmaschinen in den Kaufprozess (56 Prozent), und nur ein Drittel geht den klassischen Weg über die hauseigene Webseite des Kreditanbieters. Das beliebteste Mittel zur Online-Recherche bleibt weiterhin der Desktop, auch wenn Smartphone und Tablet in der Gunst der User aufholen. Besonders in der Schweiz liegt die Nutzung des Smartphones zur Online-Recherche auf einem hohen Niveau (28 Prozent). Bei der Frage, wo letztendlich private Kreditkäufe getätigt werden, zeigt sich, dass online der zweitwichtigste Vertriebskanal ist. Denn nur knapp jeder zweite deutsche Kreditkäufer hat diesen in einer Bank offline getätigt. ERNEUT SCHLECHTE ZAHLEN Bankensterben geht weiter ó Erneut sank die Zahl der Kreditinstitute. Zum Jahresende 2015 wurden 1.960 Institute gezählt, 30 weniger als im Vorjahr. Vor zehn Jahren waren es noch 2.301. Kleiner Lichtblick: Die Quote des Rückgangs schwächte sich mit 1,5 Prozent leicht ab (Vorjahr 1,9 Prozent). Insgesamt wurden 25 Zugänge und 55 Abgänge verzeichnet. Den größten Schwund musste der genossenschaftliche Sektor mit 26 Fusionen und Geschäftsaufgaben hinnehmen. Im Bereich der Sparkassen verschmolzen drei Institute mit jeweils einem anderen, und die Zahl der Kreditbanken nahm um eine auf 390 ab. 19 Zugänge sowie 14 Abgänge entfielen auf Zweigstellen ausländischer Banken und Wertpapierhandelsbanken. Die Anzahl der inländischen Zweigstellen verringerte sich schneller als im Vorjahr, sie sank um 3,6 Prozent auf 34.045 Zweigstellen. Auch um die Auslandspräsenz deutscher Kreditinstitute ist es immer schlechter bestellt. Die Anzahl der im Ausland ansässigen Tochterunternehmen verringerte sich um 8,5 Prozent auf nunmehr 173. Allein in den USA reduzierte sich die Zahl der Töchter deutscher Großbanken um zwölf auf 36. 22 diebank 06.2016

IRAN-GESCHÄFTE Verfrühte Euphorie? ó Der Kreditversicherer Coface warnt aktuell vor einer verfrühten Euphorie hinsichtlich der wirtschaftlichen Öffnung des Irans. Zu viele Punkte seien auch im Zusammenhang mit den Sanktionen noch ungeklärt, als dass von einem kurzfristigen Boom ausgegangen werden könnte. Denn nachdem die EU Lockerungen der Sanktionen gegen den Iran bekanntgegeben hatte, schnellte das Land bei den Interessengruppen der Wirtschaft auf die Pole-Position. Dabei seien laut Coface die Sanktionen noch nicht komplett aufgehoben. „Die Situation ist höchst komplex“, so General Manager, Téva Perreau. Auch die USA halten noch an verschiedenen Handelsbeschränkungen fest. Das macht es unter anderem für Finanzdienstleister wie Banken oder Versicherer, die amerikanische Mütter oder Anteilseigner haben oder mit amerikanischen Partnern arbeiten, schwierig, ad hoc in Irangeschäfte einzusteigen. Eine hinreichende Informationsbasis, um Risiken in einem Land bewerten zu können, sei darüber hinaus noch nicht entwickelt, erklärt Perreau weiter. Man werde jedoch die Entwicklung sorgfältig beobachten. Der Iran ist derzeit in der Länderbewertung in der schlechtesten Stufe D eingestuft. Perspektivisch kann der Iran dennoch gute Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen bieten. Der Kreditversicherer erwartet für 2016 ein reales Wachstum um 3,8 Prozent. HSH NORDBANK Beihilfeverfahren beendet ó Die Europäische Kommission hat das Beihilfeverfahren der HSH Nordbank abgeschlossen. Damit sind die Wiedererhöhung der Garantien von 7 auf 10 Mrd. € und die Ausplatzierung notleidender Kredite von insgesamt 8,2 Mrd. € zu Marktpreisen auch formell genehmigt. Ein wesentlicher Teil der für die Garantie zu zahlenden Prämienvergütungen wird künftig von der zu gründenden Holdinggesellschaft, und nicht mehr von der operativen Einheit zu tragen sein. Der Kommissionsbeschluss bringt schließlich neue Herausforderungen für die HSH Nordbank mit sich. So muss etwa der operative Teil der Bank eine Einmalzahlung von insgesamt 260 Mio. € an die Holdinggesellschaft leisten, in der die Anteile der Eigentümer gebündelt werden. Um die Betriebskosten der Holding zu decken, fließen rund 50 Mio. €, und weitere 210 Mio. € für zu übernehmende Prämienverpflichtungen während des Verkaufsverfahrens. Darüber hinaus hat die EU-Kommission die Frist festgelegt, in der die HSH Nordbank privatisiert werden muss. Der Zeitraum läuft bis Ende Februar 2018. „Die formelle Entscheidung bringt für uns abschließende Klarheit“, sagt Vorstandsvorsitzender Constantin von Oesterreich. „Der Eigentümerwechsel ist damit nicht einfacher geworden. Wir werden dennoch alles daran setzen, mit einer gut aufgestellten Bank zügig in den Verkaufsprozesse zu gehen.“ WORLD RETAIL BANKING REPORT FinTechs weiterhin auf der Überholspur ó FinTechs verzeichnen bedeutende Fortschritte in der Kundenwahrnehmung. Dennoch muss ein Großteil der Banken zugeben, nicht ausreichend auf die von ihnen aufsteigende Bedrohung vorbereitet zu sein. Wie der World Retail Banking Report von Capgemini und Efma aufzeigt, nutzen mittlerweile weltweit fast zwei Drittel aller Bankkunden FinTech-Produkte oder Dienstleistungen. Gleichzeitig sind Kunden eher dazu bereit, Freunden und Familie ihren FinTech-Anbieter zu empfehlen als ihre Bank. Deutsche Kunden sind zudem etwas affiner in der Nutzung von Fin- Tech-Produkten als der weltweite Durchschnitt. Dabei ist die Nutzung besonders in den aufstrebenden Märkten und unter jüngeren Kunden verbreitet. Aus Kundensicht seien die Dienste leicht zu bedienen, bieten einen schnelleren Service und ein gutes Kundenerlebnis. Banken hingegen haben eine andere Sicht auf diese von den Kunden genannten Vorteile. Im Durchschnitt stimmten weniger als die Hälfte zu, dass FinTechs ein gutes Kundenerlebnis bieten (etwa 40 Prozent). Dennoch sind sich 96 Prozent der Manager weltweit einig, dass sich der Sektor in Richtung eines digitalen Bankenökosystems entwickeln wird. Obwohl sich Fin- Techs auf der Überholspur befinden, können Banken einen Anstieg der Kundenzufriedenheit verzeichnen. In über 85 Prozent der untersuchten Länder hat sich das Kundenerlebnis mit einem Anstieg um 2,9 Punkte im Gegensatz zum Vorjahr verbessert. Der Anteil der zufriedenen Bankkunden in Deutschland ist im weltweiten Vergleich mit 6,3 Punkten sogar am stärksten gestiegen. Dennoch lässt sich dieser Zuwachs nicht greifbar in gewinnbringendes Kundenverhalten, wie Kundenbindung, Weiterempfehlungen oder den Verkauf zusätzlicher Dienstleistungen, übertragen. So sind etwa nur 15 Prozent der deutschen Bankkunden gewillt, zusätzliche Produkte ihrer Bank in Anspruch zu nehmen. Um auf die Bedrohung, die FinTech-Unternehmen für traditionelle Modelle darstellen, reagieren zu können, sehen es fast zwei Drittel der Bankmanager als notwendig an, FinTechs als Partner zu betrachten. Dabei geht die Mehrheit der Strategien zur Bankenentwicklung in Richtung Zusammenarbeit und Investment. Denn Banken und FinTechs besitzen komplementäre Stärken, die genutzt werden sollten, um das Kundenerlebnis im Finanzbereich zu verbessern. 06.2016 diebank 23

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