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die bank 04 // 2022

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

REGULIERUNG FAZIT UND

REGULIERUNG FAZIT UND AUSBLICK Der neue Standardansatz zur Bestimmung der Mindesteigenmittelanforderung für operationelle Risiken beruht auf zwei zentralen Größen: dem Geschäftsindikator und der Geschäftsindikatorkomponente. Der Geschäftsindikator ermittelt sich als Summe aus der Zins-Leasing-Dividenden-, Dienstleistungs- und Finanzkomponente eines Instituts. Gegenüber dem derzeitigen Indikator „Bruttoertrag“ werden mehr Positionen betrachtet. Zudem gehen die bekannten Positionen des Bruttoertragsindikators in einer komplexeren Art in die neuen Indikatorkomponenten ein. Durch die Multiplikation des Geschäftsindikators mit einem von der Bankenaufsicht vorgegebenen effektiven Alphafaktor erhält man die Geschäftsindikatorkomponente. Die effektiven Alphafaktoren in der Bandbreite von 12 bis 18 Prozent sind gleichsam die durchschnittlichen Eigenmittelunterlegungssätze bezogen auf den Geschäftsindikator (ähnlich dem Alpha von 15 Prozent im derzeitigen Basisindikatoransatz). So erhält man im Bucket 1 die Mindesteigenmittelanforderung durch Multiplikation des BI-Werts (kleiner oder gleich 1 Mrd. ) mit dem effektiven Alphafaktor in Höhe von 12 Prozent. Der vom Baseler Ausschuss vorgeschlagene interne Verlustmultiplikator wird in der CRR III nicht eingeführt. Mit diesem Faktor hätte der jeweilige Eigenmittelunterlegungssatz bezogen auf den BI-Wert und in Abhängigkeit der individuellen Verlusthistorie eines Instituts erhöht oder verringert werden können. Ein SA mit Verlustmultiplikator wäre risikosensitiver gewesen. Die Auswirkungen der CRR-III-Einführung des SAs auf die Eigenmittelanforderungen können sinnvoll nur institutsindividuell abgeschätzt werden. Gleichwohl dürften Banken – insbesondere große Banken durch den Wegfall der fortgeschrittenen Messansätze (AMA) zur Ermittlung der operationellen Risiken – eher mit höheren Eigenmittelbelastungen konfrontiert sein. Viele kleinere und mittelgroße Institute dürften bei dem SA sogar geringere Eigenmittelanforderungen als im derzeitigen Basisindikatoransatz oder Standardverfahren ausweisen (siehe EBA/REP/2021/27, S. 28-31 und Figure 8). werden die Anforderungen für den Ausschluss von OpRisk-Verlusten aufgrund außergewöhnlicher Ereignisse geregelt. Für den Ausschluss wird eine Erlaubnis der Aufsicht benötigt. Schließlich regelt Art. 321 die Sachverhalte, die zu zusätzlichen berücksichtigungsfähigen OpRisk-Verlusten führen (z. B. im Zusammenhang mit erworbenen oder zusammengeschlossenen Unternehmen). Die Wichtigkeit einer regelmäßigen Überprüfung der Qualität, Genauigkeit und Vollständigkeit der Verlustdaten wird in Art. 322 CRR-III-E unterstrichen, was auch durch die Aufsicht in regelmäßigen Abständen überprüft werden soll. Für Institute mit einem BI-Wert größer als 1 Mrd. € wird konkretisiert, dass die Prüfung mindestens alle drei Jahre durchgeführt wird. Abschließend werden für alle Institute gem. Art. 323 qualitative Anforderungen an das Risikomanagement-System für operationelle Risiken konkretisiert. Autoren Dr. Marius M. Schulte-Mattler, Senior Manager im Bereich Risk & Regulation bei PricewaterhouseCoopers WPG. Er beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Beurteilung, Umsetzung und den strategischen Auswirkungen von regulatorischen Neuerungen des internationalen und europäischen Bankenaufsichtsrechts. Prof. Dr. Hermann Schulte-Mattler, Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Finanzwirtschaft und Controlling, an der Fachhochschule Dortmund. 52 04 | 2022

REGULIERUNG Nachgewiesene Kompetenz: Online-Zertifikatslehrgänge Jetzt anmelden! Als TeilnehmerIn haben Sie die Möglichkeit, im Rahmen unserer Lehrgänge ein Zertifikat zu erwerben und somit Ihre persönliche Kompetenz zu erweitern. Wir freuen uns auf Sie! Informationssicherheitsbeauftragte/r (ISB) für Kreditinstitute 10. bis 13. Mai 2022 Basiswissen für Business Continuity Manager (BCM) in Kreditinstituten 18. bis 19. Mai 2022 Geldwäschebeauftragte/r (GWB) für Kreditinstitute 30. Mai bis 2. Juni 2022 Auslagerungsmanager/in für Kreditinstitute 6. bis 7. September 2022 Bank-Verlag GmbH | www.bv-events.de | @events_bv 04 | 2022 53

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