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die bank 04 // 2022

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

G G REGULIERUNG 3 C R R

G G REGULIERUNG 3 C R R G G 3 3 C R R R C R R 3 3 K C R R R S ( G ( C ) G H G ( 3 ) G 3 3 3 Q S ( Q ) J J R 3 3 C R R ( ) : C R R ( R S 3 rücksichtigung des Anlagebuchs ist im InVer- Art. 15 Eigenmittelanforderung -III-E werden Möglichkeiten und für Buckets Anpassungen am eschäftsindikator Die EU-Kommission begründet ihr Vor- gleich zur derzeitigen Regelung neu. Die Fi- Gem. den neuen Artikeln 312 bis 315 im Titel gehen damit, dass man innerhalb der EU glei- im Fall von fusionierten oder erworbenen Unternehmen oder eschäftsbereichen nanzkomponente ergibt sich als Addition aus III Kapitel 1 CRR-III-E ergibt sich die Mindesteigenmittelanforderung für operationelle die Wettbewerbsgleichheit sicherstellen che Ausgangsbedingungen gewährleisten und geregelt. Zudem können Institute bei veräuß erten Unternehmen oder den beiden Absolutbeträgen des Nettogewinns oder Nettoverlusts im Handels- und Risiken im SA (EM SA ) durch die Berechnung möchte sowie darüber hinaus die Berechnung eschäftsbereiche eine Erlaubnis bei der Aufsicht beantragen, bestimmte Positionen aus der BI-Berechnung herauszunehmen. Das genaue Vorgehen soll gem. Art. 15 Bankbuch. Das Bankbuch wird auch Anlagebuch der sogenannten Geschäftsindikatorkompo- der Eigenmittel erleichtern will (siehe CRR- genannt. Abs. nente -III-E von (Business der EBA Indicator durch technische Component, egulierungsstandards BIC) III-E, S. 33). bis Der ILM wird damit gleich eins Der BI ergibt sich additiv aus der spätestens Zins- auf 18 Monate der Grundlage nach Inkrafttreten der Höhe des der BI-Werts III präzisiert des werden. gesetzt. Der Baseler Ausschuss hatte den Ländern Leasing-Dividenden-, Dienstleistungs- und Finanzkomponente (BI = ILDC + SC + FC). Instituts und drei Größenklassen (Bucket 1, 2 und 3). derartige Ermessensspielräume bei der Implementierung eingeräumt. Dies führt im Alle drei Komponenten des BI-Werts werden Eigenmittelanforderung BI-Werte bis und zu Buckets einer Größe von 1 Mrd. € Ergebnis dazu, dass die Eigenmittelanforderung für alle Institute unabhängig der Berück- als Dreijahresdurchschnitte ermittelt, was zu werden im Bucket 1, größer als 1 Mrd. € bis em. den neuen Artikeln 12 bis 15 im Titel III apitel 1 -III-E ergibt sich die dämpfenden Effekten im Zeitablauf führt. Der zu 30 Mrd. € im Bucket 2 und größer als sichtigung von internen Verlusten erfolgt, was Mindesteigenmittelanforderung für operationelle isiken im A EMS A) durch die Dreijahresdurchschnitt wird errechnet aus 30 Mrd. € im Bucket 3 berücksichtigt. Der insbesondere für derzeitige Anwender von den letzten drei Zwölfmonatsbeobachtungen Berechnung BIC-Wert der sogenannten wurde anhand eschäftsindikatorkomponente der Quantitative Business fortgeschrittenen Indicator Messansätzen eine deutliche zum Abschluss des Geschäftsjahrs. omponent, Impact BIC auf Study der (QIS) rundlage im Jahr der 2015 öhe des kalibriert BI-Wertes des Veränderung Institutes und darstellt. drei Art. 314 Abs. 5 CRR-III-E stellt klar, welche röß enklassen und soll Bucket dem 1, durchschnittlichen 2 und . operationellen Der marginale Anstieg im BIC-Wert und Verlustpotenzial einer durchschnittli- damit in der Eigenmittelanforderung durch Elemente in keinen der oben genannten Komponenten berücksichtigt werden dürfen. Darüchen Bank bei einer gegebenen BI-Größe eine Erhöhung des BI-Werts um eine Einheit BI-Werte bis zu einer röß e von 1 Mrd. EUR werden im Bucket 1, größ er als 1 Mrd. EUR bis zu 0 Mrd. EUR im Bucket 2 und größ er als 0 Mrd. EUR im Bucket ber hinaus wird in Art. 314 Abs. 6 CRR-III-E entsprechen. Je mehr der BI-Wert den Wert wird mit dem „Alpha-Wert“ ausgedrückt. Die berücksichtigt. Der BIC -Wert wurde anhand der uantitative Impact tudy IS im die EBA beauftragt, technische Regulierungsstandards von 1 Mrd. € übersteigt, desto größer ist BIC Werte für den jeweiligen „BI Marginal Coefponenten zur Präzisierung der einzelnen Kom- ahr 2015 kalibriert und damit und auch soll dem die Eigenmittelanforderung durchschnittlichen operationellen ficient Verlustpotential Alpha“ wurden aus dem BCBS-424-Pa- des BIs sowie der vom BI ausgeschlossenen einer durchschnittlichen für das operationelle Bank bei einer Risiko. gegebenen Die EMBI-G SA be- röß e entsprechen. pier übernommen e mehr (siehe dort auf S. 129). Alner Komponenten zu erarbeiten. der Fer- BI-Wert stimmt den Wert sich von gem. 1 Mrd. den EUR Artikeln übersteigt, 312 und desto 313 größ er pha ist BIC ist und 12 Prozent damit in Bucket 1, 15 Prozent in sollen darüber hinaus Entwürfe zu Meldeschemata auch die Eigenmittelanforderung CRR-III-E wie folgt (BI-Werte für das operationelle in Mrd. €): isiko. Die Bucket EMS A 2 bestimmt und 18 Prozent in Bucket 3. Der von der EBA ausgearbeitet werden. sich gem. den Artikeln 12 und 13 -III-E wie folgt BI-Werte in Mrd. EUR Alpha-Wert ist ein Näherungs- Der EBA wird hierzu eine Frist von 24 Monaten wert für das branchenweite 0,12 ∗ BI, wenn BI ≤ 1 nach Inkrafttreten der CRR III gesetzt. Verhältnis zwischen einem, EM SA = BIC = 0,12 + 0,15 ∗ (BI − 1), wenn 1 < BI ≤ 30 In Art. 315 CRR-III-E werden Möglichkeiten 4,47 + 0,18 ∗ (BI − 30), wenn BI > 30 dem operationellen Risiko zu- für Anpassungen am Geschäftsindikazuordnenden Schadensverlauf Bei der -III-Umsetzung wird überraschend der vom Baseler Ausschuss tor im Fall von fusionierten oder erworbenen in der Größenklasse und dem empfohlene bankinterne Verlustmultiplikator Internal Loss Multiplier, ILM) vollständig Unternehmen oder Geschäftsbereichen geregelt. Bei der CRR-III-Umsetzung wird überra- relevanten Indikator. Siehe dazu die Ab- Zudem können Institute bei veräußerten auß Acht schend gelassen. der Der vom ILM Baseler sollte Ausschuss zur Erhöhung empfohle- der isikosensitivität bildung ÿ des 1 As im Unternehmen oder Geschäftsbereichen Bucket eine 2 und ne bankinterne beitragen. Er Verlustmultiplikator wird in Abhängigkeit (Internal von dem Verhältnis Vergleicht einer man das Vorgehen im neuen Erlaubnis bei der Aufsicht beantragen, bankinternen bestimmte Loss Verlustkomponente Multiplier, ILM) und vollständig dem BIC außer des Institutes Acht mit SA einer mit komplexen den derzeitigen standardisierten Ver- Positionen aus der BI-Berechnung Funktion bestimmt. gelassen. Der ILM sollte zur Erhöhung der Rifahren, sind gewisse Ähnlichkeiten festzustel- herauszunehmen. Das genaue Vorgehen soll gem. Art. 315 Abs. 3 CRR-III-E von der EBA durch technische Regulierungsstandards bis spätestens 18 Monate nach Inkrafttreten der CRR III präzisiert werden. sikosensitivität des SAs im Bucket 2 und 3 beitragen. Er wird in Abhängigkeit von dem Verhältnis einer bankinternen Verlustkomponente und dem BIC des Instituts mit einer komplexen Funktion bestimmt. len. So bezieht sich der marginale Alphawert wie beim Basisindikatorverfahren nur auf einen – wenn auch neuen – Indikator. Der anzuwendende Alphafaktor ist wie beim derzeitigen Standardverfahren gestaffelt nach 50 04 | 2022

REGULIERUNG 2 | Mindesteigenmittelanforderung im CRR-III-Standardansatz für operationelle Risiken EM-Anforderung in % vom BI-Wert 0.16 0.15 0.14 0.13 0.12 10 20 30 40 50 BI in Mrd. € Quelle: Eigene Darstellung. Buckets (anstatt Geschäftsfeldern). Durch die Buckets wird die nachgewiesene positive Relation zwischen operationellen Verlusten, gemessen als BIC, und Geschäftsvolumen auf sehr einfache Weise erfasst. Ein Beispiel soll die „Überlauflogik“ für die Größe des BIs bei der Bestimmung des BIC- Werts verdeutlichen. Ist der BI-Wert eines Instituts 40 Mrd. €, sind drei Teil-BI-Werte in den Buckets (BI 1 = 1, BI 2 = 29 und BI 3 = 10) bei der Berechnung der Eigenmittelanforderung (EM SA ) zu berücksichtigen: EM SA = BIC = 0,12 * BI 1 + 0,15 * BI 2 + 0,18 * BI 3 = 6,27. Der Eigenmittelunterlegungssatz, also der durchschnittliche Alpha-Wert, ist 15,68 Prozent (= 6,27 / 40). Die Abbildung ÿ 2 zeigt den durchschnittlichen Eigenmittelunterlegungssatz (EMS) in Abhängigkeit vom BIC-Wert. Bemerkenswert ist der sehr starke Anstieg des Eigenmittelsatzes von 12 auf 14,4 Prozent im Bereich eines BI-Werts größer als 1 Mrd. € bis 5 Mrd. €. Für BI-Werte zwischen 5 und 30 Mrd. € steigt der Satz dann nur geringfügig von 14,4 auf 14,9 Prozent. Der größtmögliche Eigenmittelunterlegungssatz beträgt 18 Prozent. Datenerhebung und -verwaltung Gem. CRR-III-E wird ein neues Kapitel 2 mit den Artikeln 316 bis 323 mit Vorschriften zur Erhebung von Verlustdaten und deren Verwaltung ergänzt. Da Verlustdaten kein Bestandteil des neuen SA sind, werden die Vorschriften unter Wahrung des Proportionalitätsprinzips der EU in Anforderungen aufgeteilt, die für alle Institute gelten (Art. 323) und solche, die aufgrund ihrer Größe unter die Offenlegung von Verlustdaten (Art. 446) fallen und aus diesem Grund eine Datensammlung zu Verlusten (Art. 317) sicherstellen müssen. Unter Berücksichtigung der EBA-Antwort (EBA/OP/2019/09b) auf die von der Kommission ersuchte Stellungnahme ist gem. Art. 316 CRR-III-E vorgesehen, dass in der EU alle Institute mit einem Geschäftsindikator in Höhe von 750 Mio. € oder mehr verpflichtet werden, einen internen Verlustdatensatz zu führen. Die qualitativen Anforderungen für diesen Datensatz werden durch Art. 317 spezifiziert. Zudem müssen die entsprechenden Institute ihre jährlichen OpRisk-Verluste für Offenlegungszwecke berechnen. Zur Wahrung einer gewissen Stabilität im Zeitverlauf ist vorgesehen, dass der höchste in den letzten zwei Jahren ausgewiesene BI-Wert zugrunde gelegt werden soll. Sofern diese Zeitspanne noch nicht vorliegt (wie im Erstmeldezeitraum), gilt der letzte gemeldete BI-Wert. Instituten mit einem BI-Wert kleiner als 1 Mrd. € wird ebenfalls aus Proportionalitätsgründen eine Befreiung von der Verlustdatensatz-Anforderung eröffnet. Voraussetzung zur Nutzung dieser Befreiung ist gem. Art. 316 Abs. 1 Satz 2 der Nachweis, dass die Anforderung für das Institut mit „ungebührlich hohem Aufwand“ einhergeht. Was dies genau bedeutet, soll die EBA bis 18 Monate nach Inkrafttreten der CRR III durch einen technischen Regulierungsstandard ausarbeiten. In den Artikeln 318 bis 321 CRR-III-E werden Ausführungen zu der Berechnung der jährlichen Verluste im Rahmen der operationellen Risiken gemacht. Die Ermittlung des „Bruttoverlusts“ und des „Nettoverlusts“ findet sich im Art. 318. Zudem nennt Art. 319 die für die Verlustdaten geltenden Schwellenwerte von 20.000 € bzw. 100.000 €. Im Art. 320 04 | 2022 51

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