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die bank 04 // 2021

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MANAGEMENT Prof. Dr.

MANAGEMENT Prof. Dr. Thomas Kaiser und Mareike Reus sind zwei der Referenten beim 9. D-A-CH-OpRisk-Forum am 19. Mai 2021 (online) #oprisk2021 Nachhinein als ineffektiv erkannten Maßnahmen festgehalten wird, da sie mit erheblichen Investitionen verbunden waren (Sunk Cost Fallacy). Diese Tendenz wird motivatorisch sogar noch verstärkt, wenn das Anreizsystem des Unternehmens diese Zielerreichung besonders unterstützt und im Rahmen einer unangemessenen Fehlerkultur gleichzeitig das Scheitern von Personen sanktioniert wird. Möglichkeiten zum Umgang mit psychologischen Phänomenen Das Wissen um die Relevanz der verschiedenen psychologischen Phänomene und die Schulung aller am Risikomanagementprozess beteiligten Mitarbeiter – d. h. der Aufbau von Risikokompetenz in der Belegschaft – sind wesentlichererste Schritte zur Vermeidung von Wahrnehmungsverzerrungen und Fehlentscheidungen. Auch eine adressatengerechte Risikokommunikation legt das Fundament für die adäquate Steuerung von Risiken. Allein durch das richtige Framing lässt sich schon die Wirkung einer Aussage verändern, je nachdem ob sie positiv (auf Gewinn abzielend: „Ich lebe länger, wenn ich aufhöre zu rauchen.“) oder negativ (Angst vor Verlust schürend: „Ich sterbe bald, wenn ich weiter rauche.“) konnotiert ist. Eine weitere Möglichkeit der Intervention ist die Zusammensetzung von Gremien und Teams unter Diversity-Gesichtspunkten – je heterogener die Zusammensetzung, desto reichhaltiger oft die Diskussion über Risiken sowie die Vor- und Nachteile von damit verbundenen Entscheidungen. Auch lassen sich Verhaltensexperten als Beobachter in Gremien einsetzen (ähnlich wie in eignungsdiagnostischen Beurteilungen gemäß DIN 33430), um unerwünschte Gruppeneffekte aufzudecken. Nicht zuletzt kann eine risikoorientierte Auseinandersetzung mit Anreizsystemen und Beförderungskriterien, die, wenn suboptimal kalibriert, den Unternehmenszielen zuwiderlaufende, negative motivationspsychologische Effekte mit sich bringen, sehr hilfreich sein. Eng damit verbunden ist die Recruiting-Strategie insgesamt. In beiden Fällen hilft oft schon die gezielte Frage weiter: „Was genau möchte ich mit einer Incentivierung erreichen, und welche Art Mitarbeiter wünsche ich mir für bestimmte Management- und Schlüsselpositionen unter Risikogesichtspunkten? Und sind diese Kriterien auch in meinen Prozessen verankert, beispielsweise in (teil-)strukturierten Interviews oder Leadership Assessment Centern?“ Autoren Prof. Dr. Thomas Kaiser ist Honorarprofessor für Risikomanagement an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und freiberuflicher Dozent im Executive-Education-Bereich. Mareike Reus ist als Psychologin im Bereich Non-Financial Risk bei der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Frankfurt am Main tätig. Weitere Infos: https://www.bv-events.de/event/9-d-a-ch-oprisk FAZIT Der Kern des Risikomanagements ist die bewusste Steuerung von Risiken in Abhängigkeit von der gewählten Risikostrategie und dem definierten Risiko-Appetit. Entscheidungen zur Steuerung werden mit wenigen Ausnahmen von Menschen getroffen. Deren Gehirne sind einerseits zu erstaunlichen Leistungen fähig, können andererseits aber auch Steuerungsimpulse hervorbringen, die der Sache nicht angemessen sind. Das Wissen um solche psychologischen Mechanismen ist hilfreich, um Risikomanagementprozesse so zu optimieren, dass die Stärken der menschlichen Denkleistung in den Vordergrund rücken und Schwächen soweit möglich abgemildert werden, was wiederum auch zu einer gesteigerten Resilienz des Unternehmens beiträgt. 24 04 // 2021

MANAGEMENT Online-Zertifikatslehrgang vom 21. bis 24. Juni 2021 Geldwäschebeauftragte/r (GWB) für Kreditinstitute Für mehr Infos: Einfach scannen! Die Anforderungen, die Kreditinstitute zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu leisten haben, verschärfen sich mit jeder GwG-Novelle. Damit steigen auch die Herausforderungen an die Funktion des/der Geldwäschebeauftragten. Insbesondere die persönlichen Haftungsrisiken erfordern neben umsichtigem Handeln eine fundierte Grundausbildung. Als Teilnehmer/in des Lehrgangs haben Sie die Möglichkeit, das Zertifikat „Geldwäschebeauftragte/r (GWB) für Kreditinstitute“ zu erwerben. Voraussetzung ist die aktive Teilnahme an allen Online-Modulen sowie das Bestehen der webbasierten Abschlussprüfung (Multiple Choice) am Donnerstag, den 24. Juni 2021. Der Lehrgang findet online unter Verwendung der Software „GoToWebinar“ statt. Anmeldung und Information: per Fax: 0221-5490-315 | Tel.: 0221-5490-133 (Stefan Lödorf) | events@bank-verlag.de JETZT ANMELDEN! Web Based Trainings Abwehr von Geldwäsche Basis- und Aufbauschulung, deutsch + englisch • Basisschulung für alle BankmitarbeiterInnen • Aufbauschulung für vertiefende Kenntnisse • Laufende Anpassung an geltende Rechtsprechung • Zahlreiche Praxisfälle • Abschlusstest mit Monitoring-Funktion Sichern Sie sich jetzt einen kostenfreien Testzugang: michael.stoll@bank-verlag.de oder telefonisch unter +49 (0)221/5490-124. Für mehr Infos: Einfach scannen! Bank-Verlag GmbH | www.bv-events.de | @events_bv 04 // 2021 25

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