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die bank 03 // 2022

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MARKT chen: Erneuerbare

MARKT chen: Erneuerbare Energien mit Solarund Windenergie sowie Batteriespeichern, nachhaltige Industrien, Kommunikation (z. B. Ausbau der 5G- Netze), Mobilität, Kapitalgüter (etwa Maschinen) und Life Sciences / Chemie. „Vor allem bei den erneuerbaren Energien liegen die USA weit abgeschlagen hinter den Europäern, weshalb wir in diesem Segment sehr gute Wachstumschancen sehen, auch deshalb, weil die Commerzbank auf sehr lange Erfahrungen in diesem Bereich zurückblickt“, so Geremia. Er rechne zudem damit, dass der Welthandel nach dem Ende der aktuellen Pandemie explodieren werde. „Mit dem Ende der langjährigen Nullzins-Ära werden unsere Kunden auch wieder verstärkten Bedarf an Hedging- Geschäften haben“, nennt Geremia einen weiteren Wachstumstreiber. Trotz der Stärke Chinas und anderer asiatischer Märkte bleibe die Bedeutung des US- Markts hoch. Während keiner Krise, sei es die Finanzkrise 2008 oder Covid-19, hätten sich deutsche Unternehmen aus den USA zurückgezogen. Es sei immer ein stetiges Wachstum verzeichnet worden. LEONARD CRANN, LBBW. Internationales Netzwerk wichtig für die LBBW Wie Bela Onken von der KfW IPEX-Bank sitzt auch Leonard Crann (Foto) in Midtown, im Zentrum Manhattans. Seit 2010 leitet er für die LBBW die Niederlassung New York und organisiert von dort das gesamte Amerika-Geschäft der LBBW und der BW-Bank. Für sei- 14 03 | 2022

MARKT ne Kunden, darunter Töchter von europäischen Unternehmen, US-Konzerne, Zentral- und andere Banken sowie eine Vielzahl von spezialisierten Fonds sind die 65 Mitarbeiter in der Unternehmensfinanzierung, Immobilienfinanzierung in großen Wirtschaftszentren, Projektfinanzierung (u. a. Energie, Infrastruktur, Transport) und auf dem Kapitalmarkt aktiv. In den USA ging die LBBW mit ihrem Büro bereits vor mehr als 20 Jahren an den Start. Im Jahr 2018 sei zudem eine Repräsentanz in Kanada eröffnet worden, um die Immobilienfinanzierung auszubauen, da einige Kunden der Bank auch im Nachbarland aktiv seien. „Aufgrund seiner Größe und Dynamik sind die USA für die LBBW einer der wichtigsten Auslandsmärkte, zumal sich die US- Wirtschaft etwas schneller als Europa von der Pandemie zu erholen scheinen. Und das internationale Netzwerk wird generell immer wichtiger für die LBBW“, sagt Crann. Deutsche FinTechs tun sich in USA eher noch schwer Sind die USA als Top-Markt für die deutschen Großbanken gesetzt, bleibt das Gros der deutschen FinTech-Branche trotz zahlreicher Erfolge weiterhin einen Nachweis schuldig, dass sie sich mit ihren Produkten und Dienstleistungen auch in den angelsächsischen Märkten zu behaupten weiß. Die in den Schlagzeilen deutscher Medien omnipräsente Smartphone-Bank N26 zog sich erst aus UK zurück, bevor sie kurz nach einer Mega-Finanzierungsrunde im November vergangenen Jahres auch das Aus für die USA verkündete. Anfang 2022 stellte N26 ihre US-Dienste ein und schloss 500.000 Konten. Deutschlands bekanntestes Finanz-Start-up war vor gut zwei Jahren gemeinsam mit der Partnerbank Axos und ohne eigene Banklizenz in den USA gestartet. Laut Alex Weber, Chief Growth Officer, hätte N26 auf dem extrem wettbewerbsintensiven Markt für einen Erfolg deutlich mehr investieren müssen. Mit dem Geld aus der jüngsten Finanzierungsrunde – immerhin 800 Mio. € – will man offenbar zunächst in Europa stärker werden. Zu den wenigen deutschen FinTechs, die neben Raisin DS den Schritt wagten, gehört seit Anfang 2022 auch das Berliner Unternehmen Moonfare, das Einzelinvestoren über Fondsbeteiligungen Zugang zu Private Equity verschafft und im November 2021 bei einer Series-C-Runde 125 Mio.US-$ erhalten hatte. Moonfare eröffnete ein Büro in New York, um von dort den amerikanischen Markt zu bearbeiten. Autorin Eli Hamacher ist Diplom-Volkswirtin und arbeitet seit 30 Jahren als Wirtschaftsjournalistin. Die Freelancerin schreibt für „die bank“ vor allem über die Branche und Porträts über einzelne Unternehmen. Ein weiterer Fokus ihrer Arbeit sind Auslandsmärkte. 03 | 2022 15

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