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die bank 03 // 2021

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

News & Trends DIGITALE

News & Trends DIGITALE TRANSFORMATION DER BANKEN KI bietet große Chancen Enorme Entwicklungsmöglichkeiten dank moderner Technologien: Die globalen Banken könnten laut einer McKinsey-Studie durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz bis zu 1 Bio. US-$ an zusätzlicher Wertschöpfung erzielen. Die Nutzung von Online-Kanälen stieg in den ersten Monaten der Coronavirus-Pandemie um rund die Hälfte an. Banken, die KI nicht ins Zentrum ihrer Planungen stellen, haben demnach bei ihren Kunden keine Chance. Allerdings sind die Geldhäuser allein nicht in der Lage, die digitale Transformation schnell genug zu bewerkstelligen. „Viele Banken haben Probleme, anspruchsvolle KI-Lösungen in ihre alten IT-Systeme zu integrieren. Ohne Partnerschaften mit FinTechs werden die meisten Banken diese Schwierigkeiten kaum in den Griff bekommen“, so Markus Strietzel, Senior Partner bei Roland Berger. ù KI kann die Wertschöpfung von Banken deutlich erhöhen. BUNDESBÜRGER IN DER CORONA-KRISE Finanzen wichtiger als Gesundheit Nehmen Verbraucher Corona eher als Gefahr für ihre Gesundheit oder für ihren Geldbeutel wahr? Wen hat die Pandemie schon finanziell getroffen – und was tun Deutsche und Europäer, um mit den finanziellen Folgen der Krise umzugehen? Eine aktuelle Umfrage der ING in 13 europäischen Ländern zeigt: Trotz staatlicher Hilfen macht sich fast jeder vierte Deutsche (22 Prozent) wegen der Pandemie mehr Sorgen um seine finanzielle Situation als um seine Gesundheit. Das ist der höchste Wert aller untersuchten Länder. Am anderen Ende der Skala steht Rumänien mit 8 Prozent bei einem europäischen Durchschnitt von 17 Prozent. Im Frühjahr 2020 gab es hierzulande dramatische Bilder der Corona-Pandemie vor allem aus Italien zu sehen, als in Bergamo Militärkonvois Leichen wegtransportierten. Auswirkungen auf die persönlichen Finanzen von Verbrauchern hatte die Krise aber primär in Ländern, die in der Berichterstattung weniger prominent vertreten waren. In Rumänien und der Türkei sind es annähernd bzw. mehr als die Hälfte der Befragten, die zustimmen, durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten zu sein. Mit diesen Werten ziehen sie den europäischen Durchschnitt in eine Höhe von knapp 30 Prozent. Deutschland liegt hier mit 20 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt. Auch wenn sich deutsche Verbraucher Sorgen um ihre Finanzen machen, scheint für sie die Corona-Krise zumindest in finanzieller Hinsicht bislang glimpflich verlaufen zu sein: Rund 20 Prozent ist einer der niedrigsten Werte im Ländervergleich; deutlich weniger sind es nur in Luxemburg und den Niederlanden. Zur Bewältigung finanzieller Pandemiefolgen sind vor allem das Einschränken von Ausgaben und das Beiseitelegen zusätzlicher Ersparnisse populär, so ein weiteres Ergebnis der Befragung. In manchen Ländern sind es mehr als 80 Prozent, in Deutschland etwas mehr als die Hälfte, die das machen – oder zumindest gerne tun würden. Die Aufnahme von Schulden versuchen die Verbraucher hingegen in ganz Europa soweit möglich zu vermeiden. ù BESSERES MOBILE PAYMENT Comdirect bietet neues Girokonto an Ab sofort bietet comdirect – eine Marke der Commerzbank AG Kunden ein neues Girokonto an. Kern des Angebots sind ein verbessertes Mobile Payment sowie ein erweiterter Zugang zur kostenlosen Bargeldversorgung mit einer neuen weltweit einsetzbaren Bankkarte. Das Girokonto ist weiterhin kostenlos, sofern es aktiv genutzt wird. Der Kunde kann das Konto nach seinen persönlichen Bedürfnissen erweitern. Dazu gehören etwa eine Kreditkarte, ein Reise-Sorglos-Paket oder mit dem Bargeld Plus-Service maximale Flexibilität bei der weltweiten Bargeldversorgung. Mit der neuen Bankkarte, der Visa-Debitkarte, erhält der Kunde bis zu dreimal im Monat weltweit an allen Geldautomaten mit Visa-Zeichen kostenlos Bargeld – auch bei der lokalen Bank nebenan. Er kann die Bankkarte für alle Zahlungen nutzen: Sowohl fürs Online Shopping als auch kontaktlos an der Ladenkasse oder mobil mit Apple Pay und Google Pay. Die Belastung der Zahlung erfolgt auf dem Girokonto. ù 6 03 // 2021

NEWS & TRENDS DEUTSCHE BANK Immobilienboom bald vorbei Der Immobilienmarkt in Deutschland boomt seit Jahren. Aktuellen Berechnungen der Deutschen Bank zufolge könnte der Preisaufschwung noch in diesem Jahrzehnt zu Ende gehen. Trotz aller Unsicherheit halten die Analysten des Geldhauses ein Zyklusende im Jahr 2024 für wahrscheinlich. Die fundamentale Angebotsknappheit lässt der Studie zufolge in den kommenden Jahren nach. Dazu trägt auch die geringere Zuwanderung während der Pandemie bei. Noch bestehende Unterbewertungen aufgrund des Niedrigzinsumfelds werden bei anhaltend hoher Preisdynamik zunehmend beseitigt. Damit steigt das Risiko, dass Zinserhöhungen eine Verkaufswelle auslösen. Aber auch ohne Zinsschock verlieren deutsche Wohnimmobilien zumindest im Vergleich zu anderen Wohnimmobilienmärkten an Attraktivität, heißt es. Endet der Zyklus tatsächlich im Jahr 2024, dann erwarten die Analysten der Bank aufgrund historischer Vergleichsdaten für kurze Zeit rückläufige nominale Hauspreise. Kumuliert könnte über drei Jahre ein Minus von 5 Prozent zu Buche schlagen, falls weitere belastende Effekte, etwa durch eine Wirtschafts- und Finanzkrise, ausbleiben. ù ZAHL DES MONATS 54,8 Prozent der Deutschen (2017: 51,5 Prozent) sind mittlerweile Kunden einer Direktbank, so eine Befragung des Marktforschungsinstituts Innofact AG im Auftrag der norisbank. FÖRDERKREDIT KfW unterstützt Indonesien Die KfW fördert die Digitalisierung in der Finanzwirtschaft in Indonesien im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit einem Förderkredit in Höhe von 200 Mio. €. Unternehmen sowie weite Teile der ländlichen Bevölkerung sollen künftig verbesserten Zugang zu Finanzdienstleistungen erhalten. ù AUS DER BANKENAUFSICHT Antizyklischer Kapitalpuffer wird nicht erhöht Die BaFin belässt den antizyklischen Kapitalpuffer (Countercyclical Capital Buffer – CCyB) bei 0 Prozent und geht davon aus, dass sie ihn bis Ende 2021 nicht erhöht. Hintergründe sind der Kreditbedarf der Realwirtschaft und mögliche Kreditausfälle im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie, teilte die Finanzaufsicht mit. Die Entscheidung gibt dem deutschen Bankensektor Planungssicherheit und erleichtert es den Instituten, Verluste aus Kreditausfällen aufzufangen und weiterhin in angemessenem Umfang Kredite an Unternehmen und Haushalte zu vergeben. Die Behörde hatte den CCyB in Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie zum April 2020 von 0,25 Prozent wieder auf 0 Prozent gesenkt und seither dort belassen. SCHLIESSUNG DER GREENSILL BANK Kommunen droht Schieflage Die BaFin hat die Greensill Bank für den Kundenverkehr geschlossen. Das Institut war nicht dazu in der Lage, den Nachweis über die Existenz einiger bilanzierter Forderungen zu erbringen. Die Schließung könnte Kommunen in eine Schieflage bringen. „Hier droht – nach Wirecard – der nächste große Finanzskandal in Deutschland. Vielen Kommunen stehen Verluste in zweistelliger Millionenhöhe ins Haus. Für betroffene Kommunen und Investoren gilt es jetzt, schnell zu handeln und die rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen“, sagte Andreas M. Lang von der Rechtsanwaltskanzlei Nieding + Barth: „Die betroffenen Kommunen müssen nun aufpassen, dass sie den Schaden begrenzen. Zudem droht aber durchaus auch die Gefahr, dass auf die verantwortlichen Personen selbst Verfahren zukommen.“ Hinweise auf Probleme der Bank hatte es schon früher gegeben. So hat der Prüfungsverband des Deutschen Bankenverbands die BaFin schon Anfang 2020 darüber informiert, dass die Greensill Bank sich wohl nicht an Regeln des Verbands halte und zudem ihr Geschäft zu schnell ausweite. ù 03 // 2021 7

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