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die bank 03 // 2020

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

News & Trends

News & Trends EMANZIPATION VON FRAUEN Geld spielt Schlüsselrolle Laut einer Umfrage von Kantar im Auftrag der Postbank betrachten sich 72 Prozent der Frauen als finanziell unabhängig – obwohl sie hierzulande immer noch weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Während 2018 knapp 65 Prozent der Vollzeitstellen von Männern besetzt waren, entfielen fast 80 Prozent der Teilzeitstellen auf weibliche Beschäftigte. „Dass sich so viele Frauen als finanziell eigenständig wahrnehmen, ist bemerkenswert. Denn auch heute erhalten Frauen für die gleiche Arbeit immer noch weniger Geld als ihre männlichen Kollegen und stecken häufiger beruflich für die Familie zurück“, erläutert Iris Laduch von der Postbank. Finanzielle Autonomie will kaum jemand aufgeben: 85 Prozent der Frauen und 88 Prozent der Männer würden selbst dann weiterhin arbeiten gehen, wenn der Partner ihnen alle Rechnungen bezahlt. ù Finanzielle Autonomie ist für die meisten Frauen ein hohes Gut. CORONAVIRUS Unruhe an den Finanzmärkten Die sich weltweit rasant ausbreitende Corona-Epidemie hat Befürchtungen über eine globale Rezession ausgelöst. Finanzmarktexperten zeigten sich besorgt, warnten aber zugleich vor Panikmache. BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang sagte: „Die Corona-Epidemie ist ein Stresstest für die Wirtschaft, den einige Lieferketten mit starkem China-Fokus derzeit nicht bestehen.“ Die Auswirkungen des Virus seien in der globalen Wirtschaft und der exportorientierten deutschen Industrie deutlich zu registrieren. Die mehr als 5.000 deutschen Firmen in China seien derzeit in Beschaffung, Produktion und Absatz stark eingeschränkt. Der Bankenverband erklärte, inzwischen würden nicht nur massive Belastungen im Tourismus- und Dienstleistungsgeschäft in China sichtbar, sondern auch ein Einbruch bei den Autokäufen sowie Ausfälle bei der Industrieproduktion. Über weltweite Handels- und Lieferketten griffen diese Belastungen auf andere Länder über, auch und gerade auf die deutsche Industrie oder auf Rohstoff exportierende Schwellenländer. Ein deutlicher Rücksetzer beim chinesischen Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2020 sei aber nicht mehr zu vermeiden, hieß es. Bundesbankpräsident Jens Weidmann befürchtete unterdessen, dass die Verbreitung des Coronavirus kurzfristig ein zusätzliches Konjunkturrisiko für Deutschland darstelle. „Nach den derzeitigen Informationen erwarte ich, dass dieses Risiko sich zum Teil auch materialisieren dürfte“, so Weidmann. Wie groß dieser Effekt sein könnte, ließe sich zum jetzigen Zeitpunkt aber kaum seriös abschätzen. Michael Strobaek, Global Chief Investment Officer der Credit Suisse, erklärte, die globale Ausbreitung des Coronavirus belaste die Finanzmärkte – diese Nervosität werde voraussichtlich noch einige Zeit erhöht bleiben. Strobaek empfahl Anlegern, nicht in Panik zu verfallen. Die Weltwirtschaft werde zwar eine Verlangsamung erleben, aber sie sollte ebenso in der Lage sein, diesen Schlag zu überstehen. ù GELDANLAGE Rendite steht vor Nachhaltigkeit Beim Griff in das eigene Portemonnaie hört die Liebe zur Nachhaltigkeit bei vielen Deutschen auf. Fast 70 Prozent der Bundesbürger sind nicht bereit, einen Aufschlag auf die Kontoführungsgebühren in Kauf zu nehmen, damit die Bank verstärkt in ökologisch nachhaltige Projekte investiert. Das belegt eine YouGov-Umfrage, die im Auftrag der Unternehmensberatung BearingPoint in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt wurde. Nahezu die Hälfte der Befragten gab an, auf keinen Fall die Bank wechseln zu wollen, nur weil diese auf ein ökologisch nachhaltigeres Produktangebot setzt. Die ökologische Nachhaltigkeit spielt bei Finanzprodukten für Deutsche, Schweizer und Österreicher noch eine untergeordnete Rolle. Nach wie vor sind die Kriterien Sicherheit, Kosten und Rendite bei Geldanlagen von zentraler Bedeutung. Lediglich für vier Prozent ist die ökologische Nachhaltigkeit das wichtigste Kriterium bei der Investitionsentscheidung. ù 6 03 // 2020

NEWS & TRENDS KLIMAWANDEL Zentralbanken sehen Gefahren Zentralbanken und Aufsichtsbehörden sind sich der Bedeutung des Klimawandels für den Finanzsektor durchaus bewusst: 70 Prozent sehen den Klimawandel als große Bedrohung für die finanzielle Stabilität. Doch nur etwas mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Zentralbanken berücksichtigt bisher Klimarisiken im Monitoring. Ebenso herrscht Uneinigkeit über die Verantwortlichkeiten. 12 Prozent der Befragten sehen vielmehr andere politische Institutionen in der Pflicht, aktiv zu werden. Das zeigt eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Mazars und des OMFIF (Official Monetary and Financial Institution Forum). Beleuchtet wird, wie Zentralbanken und Aufsichtsbehörden die Herausforderungen des Klimawandels angehen. So kündigte etwa die Deutsche Bundesbank Standards für Green Finance und Green Lending an, die deutsche Banken umsetzen müssen. Auch in ihren eigenen Geschäftsbereichen setzt sich die Zentralbank für Green Finance ein: Bereits in sechs der 16 Portfolios, die die Bundesbank im Namen der Bundesländer verwaltet, werden Nachhaltigkeitskriterien für die Investments angewendet. ù ZAHL DES MONATS 5,9 Mrd. € beträgt der Bilanzgewinn der Bundesbank in 2019 – der höchste Bilanzgewinn der Notenbank seit 2008. STUDIE Finanzbranche setzt auf Internet of Things (IoT) Das Internet der Dinge (IoT) spielt in der Finanzbranche eine zentrale Rolle. Laut einer Kaspersky-Umfrage weist das Finanzwesen im Branchenvergleich die zweithöchste IoT-Affinität auf: 68 Prozent der Finanzorganisationen nutzen IoT-Plattformen für ihre Anwendungen. Lediglich in der IT-Branche liegt dieser Wert mit 71 Prozent höher. ù AUS DER KREDITWIRTSCHAFT DK sieht Belastung für Finanzmarkt Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) hat den Zwischenbericht des von der Bundesregierung einberufenen Sustainable-Finance-Beirats kritisiert. „Als Anbieter nachhaltiger Finanzprodukte müssen wir uns auf einen europaweiten Regelungsrahmen verlassen können. Daher halten wir die Forderung des Sustainable-Finance-Beirats für kontraproduktiv, ergänzend zum europäischen Regelwerk zusätzlich nationale Regelungen zu schaffen", so Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), diesjähriger Federführer der DK. Der Finanzmarkt Deutschland würde durch schärfere Regeln im Vergleich zu Anbietern in anderen europäischen Mitgliedstaaten im Wettbewerb belastet statt gestärkt. ONLINE SHOPPING So bezahlt Deutschland PayPal ist das beliebteste Zahlungsverfahren der Kunden beim Einkauf im Web – und zwar mit Abstand: 57 Prozent der Kunden, die ein bevorzugtes Verfahren haben, zahlen am liebsten damit. Das ist ein Ergebnis einer Studie des Forschungsinstituts ibi research an der Universität Regensburg. Kunden haben Präferenzen dafür entwickelt, wie sie bezahlen möchten: 72 Prozent haben ein Zahlungsverfahren, das sie anderen vorziehen, 11 Prozent wollen sogar nur ihr Lieblingsverfahren nutzen. Ein weiteres Ergebnis ist, dass die Kundenpräferenzen sehr heterogen sind. Händler, die nur ein Verfahren anbieten, erreichen maximal sechs von zehn Kunden. Für Online Händler besonders wichtig: Kaufabbrüche, die durch das Nichtangebot von Zahlungsverfahren im Checkout verursacht werden, können durch das Angebot eines geeigneten Portfolios an Zahlungsverfahren auf nahezu null gesenkt werden. Bieten Händler etwa die fünf verbreitetsten Verfahren sowie die Zahlung per Vorkasse an, ergibt sich in der Studie über alle Szenarien hinweg eine Kaufabbruchquote von drei Prozent. ù 03 // 2020 7

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