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die bank 03 // 2020

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

Entsprechend der

Entsprechend der etablierten Net-Zero-Definition für Treibhausgas-Neutralität erfordert dies, die weltweiten Wirtschaftsaktivitäten weitgehend zu dekarbonisieren und alle verbleibenden anthropogenen Treibhausgas-Emissionen durch Senken (z. B. Aufforstung) oder Speicher (z. B. Carbon Capture and Storage, CCS) so auszugleichen, dass sie in der Nettobetrachtung bei Null liegen. Wie aus den global weiter ansteigenden Treibhausgas-Emissionen ersichtlich, bedarf es heute mehr denn je einer starken klimapolitischen Steuerung und wirksamer Anreizmechanismen. Vor diesem Hintergrund betont die Bundesregierung mit ihrem Klimaschutzprogramm 2030, dass öffentliche Förderbanken bei der Finanzierung der klimafreundlichen Transformation sowohl in Deutschland als auch international eine herausragende Rolle spielen. Transformative Förderbank KfW Die KfW hat als transformative Förderbank den Anspruch, die langfristigen Klimaziele der Bundesregierung sowohl im eigenen Finanzierungsportfolio abzubilden, als auch für das Gelingen der Transformation insgesamt Verantwortung zu übernehmen. Neben der Unterstützung für eine Just Transition und der Förderung treibhausgasneutraler Technologien gehört dazu, den Klimaschutz gerade auch in den Branchen voranzubringen, die bisher nur unzureichende Treibhausgas-Minderungen erzielt haben und deshalb im Hinblick auf die Pariser Klimaziele von entscheidender Bedeutung sind. Transformative Technologien, die direkt zur angestrebten Treibhausgas-Neutralität beitragen, wird die KfW verstärkt fördern. Neben Investitionen in Forschung und Entwicklung gehören dazu vor allem treibhausgasneutrale Technologien und Geschäftsmodelle, die bereits Marktreife erreicht haben und zur weiteren Marktdurchdringung geeignete Finanzierungen benötigen (wie „grüner“ Wasserstoff). 32 03 // 2020

Auch transitionale Technologien, die zwar Treibhausgas-Emissionen verursachen, aber für die erfolgreiche Gestaltung der Übergangsphase eine zentrale Rolle spielen, wird die KfW weiterhin fördern (etwa klimafreundliche Antriebsformen). Gerade in Deutschland wird es darauf ankommen, auch die Branchen zu unterstützen, die beim Klimaschutz vor besonderen technologischen und finanziellen Herausforderungen stehen. Transitionale Technologien bieten diesen Wirtschaftszweigen die Chance, sowohl Treibhausgas-Emissionen als auch Kosten einzusparen und darüber hinaus ihre technologische Zukunftsfähigkeit zu sichern. Entscheidend ist dabei, auf die besten verfügbaren Technologien zu setzen und langfristige Carbon- Lock-in-Effekte zu vermeiden. Treibhausgasintensive Technologien, die weder mit der langfristig angestrebten Treibhausgas-Neutralität vereinbar noch für die Übergangsphase erforderlich sind, werden hingegen ausgesteuert (etwa Kohlekraftwerke, siehe die seit 2019 gültige KfW-Ausschlussliste). Ausgehend von ihrem breiten gesetzlichen Förderauftrag wird die KfW daneben selbstverständlich auch weiterhin Finanzierungen bereitstellen, die außerhalb treibhausgasintensiver Sektoren erfolgen und insofern auch nicht primär nach Klimaschutz-Gesichtspunkten zu steuern sind (z. B. Bildungsfinanzierung). Die möglichst gerechte Ausgestaltung der Übergangsphase (Just Transition) kann ebenfalls Finanzierungen umfassen, die außerhalb treibhausgasintensiver Sektoren zu verorten sind, aber zum Gelingen der klimafreundlichen Transformation insgesamt beitragen (z. B. Infrastrukturförderung in früheren Kohleregionen). Als transformative Förderbank haben wir darüber hinaus eine tragende Rolle in der vorausschauenden Begleitung von Marktentwicklungen, um die damit verbundenen Chancen gezielt in Wert zu setzen. Ein Beispiel dafür ist die neue KfW Klimaschutzoffensive für den Mittelstand, die deutsche Mittelständler seit März 2020 dabei unterstützt, sich frühzeitig auf die zukünftigen EU-Nachhaltigkeitsanforderungen für den Finanzmarkt auszurichten (EU Taxonomie). In den Anstrengungen zur Steigerung des Finanzsektorbeitrags für die nachhaltige und klimagerechte Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft kommt überdies dem Austausch zwischen Finanzmarktakteuren, Realwirtschaft und Politik eine wichtige Funktion zu. Dies erfolgt beispielsweise im Green and Sustainable Finance Cluster Germany (GSFCG), dessen Gründungsmitglied die KfW ist, im Sustainable Finance Beirat der Bundesregierung und in der EU Technical Expert Group on Sustainable Finance (TEG). Als KfW werden wir uns innerhalb solcher Dialogforen und Arbeitsgruppen auch weiterhin intensiv engagieren. Als transformative Förderbank unterstützt die KfW die Klimaziele der Bundesregierung, der EU und des Pariser Klimaabkommens. Sie gestaltet den Wandel zu einer klimagerechten Zukunft aktiv mit und übernimmt Verantwortung für das Gelingen der Transformation. Als einer der weltweit größten Klimaschutzfinanzierer fördert die KfW den Austausch zwischen Finanzinstituten, Unternehmen und Politik und steht allen Akteuren als engagierter Ansprechpartner zur Verfügung. Autor Dr. Günther Bräunig, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe. 03 // 2020 33

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