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die bank 02 // 2020

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

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MARKT START-UP-FINANZIERUNG Internationaler Erfolg hängt von der Finanzierungsstruktur ab Innovationen sind wichtige Komponenten für eine erfolgreiche Volkswirtschaft und zudem ein entscheidendes Charakteristikum von Start-up-Unternehmen. Deutschland ist im Unicorn-Ranking 1 der international erfolgreichsten Startups jedoch unterrepräsentiert. Unser Autor untersucht, woran das liegt und was sich ändern muss, um diese Position zu verbessern. Ein Ansatz liegt für ihn dabei in den Finanzierungsmöglichkeiten junger Unternehmen. 20 02 // 2020

MARKT Start-ups stehen für Wandel und Fortschritt, und die Beispiele für Disruption durch neuartige Geschäftsmodelle sind mittlerweile zahlreich: Die Musikindustrie wurde durch Streaming-Anbieter wie Spotify essenziell verändert, in der Lebensmittelindustrie sehen sich die konventionellen Anbieter mit neuen Marktteilnehmern und neuen Distributionsmodellen konfrontiert, und die Finanzindustrie erlebt seit Jahren große Veränderungen durch FinTechs. In Zeiten eines drohenden konjunkturellen Abschwungs erfordert es mehr denn je innovative Ansätze, um langfristig wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen. Gerade die deutsche Volkswirtschaft befindet sich in einer hohen Abhängigkeit von traditionellen Branchen der Old Economy wie der Automobilbranche oder der Chemiebranche, die aktuell unter hohem Veränderungsdruck stehen. Hier müssen oftmals Geschäftsmodelle adjustiert oder erneuert werden. Diese dringend benötigte Innovationskraft besitzen Start-ups, die durch ihre von Flexibilität und Digitalisierung geprägten Unternehmenskulturen und den sich daraus entwickelnden Strukturen ganze Branchen verändern können. Erfolg braucht Internationalität Das Gründungsgeschehen spielt sich schon längst auf globaler Ebene ab: Für die oft stark skalierbaren Geschäftsmodelle erscheint eine rasche Internationalisierung als logischer Schritt. So expandierte der US-amerikanische Fahrdienstvermittler Uber schon zwei Jahre nach seiner Gründung nach Europa. Auch der Wettbewerb in den verschiedenen Start-up-Segmenten gestaltet sich längst international. Doch welche Erfolgsfaktoren sind für eine schnelle Internationalisierung ausschlaggebend? Laut dem Marktforschungsunternehmen „CB Insights“ existieren derzeit global 427 Start-ups, die als sog. Unicorns gelten, also einen Marktwert von über 1 Mrd. US-$ aufweisen. Fast die Hälfte dieser Unternehmen kommt aus den USA, gefolgt von China mit einem Anteil von ca. 24 Prozent. Deutsche Start-ups sind in dieser Liste mit einem Anteil von gerade einmal 3 Prozent unterrepräsentiert, scheinen also im internationalen Vergleich weniger erfolgreich zu sein. ÿ 1 Wie kommt es zu diesem Phänomen? Erste Erkenntnisse zur Beantwortung dieser Frage liefert die Analyse der Heimatmärkte von deutschen Start-ups im Vergleich zu US-amerikanischen oder chinesischen Wettbewerbern. Besonders für B2C-Unternehmen, die direkt den Endverbraucher als Zielgruppe bedienen und stark skalierbare Geschäftsmodelle verfolgen, ist die Anzahl der Einwohner im Heimatmarkt ein entscheidendes Erfolgskriterium. Denn mit einer hohen Einwohneranzahl erhöht sich automatisch die Menge an potenziellen Konsumenten für das eigene Produkt. Mit ca. 83 Mio. Einwohnern ist der deutsche Markt relativ klein, verglichen mit den USA (327 Mio.) oder China (1,4 Mrd.). Wenn also ein US-amerikanisches oder chinesisches Start-up auf den internationalen Markt expandiert, so hat es zuvor bereits einen viel größeren, relativ homogenen Heimatmarkt mit einheitlicher Kultur, Sprache, Währung und Rechtsprechung für sein Wachstum nutzen können. Es ist davon auszugehen, dass diese jungen Unternehmen zum Zeitpunkt einer internationalen Expansion bereits größer und stabiler aufgestellt sind. Gerade für deutsche junge Unternehmen, die in einer globalisierten Welt bestehen möchten, ist es daher wichtig, eine Internationalisierungsstrategie für das Geschäftsmodell direkt nach der Gründung zu prüfen und konsequent umzusetzen. Denn besonders in der Tech-Branche findet der Wettbewerb schon längst auf internationalem Parkett statt. Wenn zum Beispiel ein europäisches Start-up eine App auf den Markt bringt, dann stammen die potenziellen Wettbewerber mit hoher Wahrscheinlichkeit aus den USA oder Asien. Vergleich: Internationalisierung früher und heute Traditionelle Internationalisierungsmodelle, die von einer langsamen, graduellen Expansion nach Durchdringung des eigenen Heimatmarkts ausgehen, scheitern bei der Erklärung 02 // 2020 21

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