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die bank 01 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

IT-SICHERHEIT KEIN

IT-SICHERHEIT KEIN BELIEBTES THEMA Gefahren durch Industrie 4.0 ó Mehr als ein Drittel der deutschen Unternehmen werden nach eigener Aussage mehrmals die Woche oder gar täglich von Cyberkriminellen angegriffen, neun von zehn Unternehmen waren schon Opfer von IT-Angriffen. Bis eine Attacke überhaupt erkannt wird, dauert es durchschnittlich 220 Tage. Das geht aus dem aktuellen Cyber Security Report der Deutschen Telekom hervor. Trotz der hohen Zahl der Angriffe fühlen sich Unternehmen anscheinend sicher. Nur zwölf Prozent sehen ein sehr großes Risiko in Hackerangriffen. 60 Prozent der Entscheider in den Unternehmen sagen, ihre IT sei so gut wie möglich auf Angriffe vorbereitet. Das bestätigt die Beobachtung, dass das Gefühl der Bedrohung sehr eng mit konkreten Vorfällen korreliert. Passiert wenig oder dringen keine spektakulären Fälle in die Öffentlichkeit, dann verdrängen die Unternehmen die Gefahren wieder, da sie sich nach wie vor eher ungern mit dem Thema IT-Sicherheit befassen. Fast 90 Prozent der Entscheider aus Politik und Wirtschaft sehen IT- Sicherheit als die größte Herausforderung für die flächendeckende Umsetzung von Industrie 4.0 an. Sie sind überzeugt davon, dass mit der intelligenten Vernetzung von Menschen, Maschinen und Produktionsprozessen das Risiko von Angriffen steigen wird. Mehr als die Hälfte der Unternehmen hat sich schon mit IT-Sicherheitskonzepten auf die zunehmende Digitalisierung eingestellt. DIGITALER WANDEL BRAUCHT SPEZIALISTEN Externe auf dem Vormarsch ó Im Zeitalter der digitalen Transformation sind externe Spezialisten in den Unternehmen stärker gefragt denn je. In den Bereichen IT, R&D und Finanzen ist mittlerweile bereits mehr als jeder zehnte Mitarbeiter im Rahmen einer Arbeitsüberlassung tätig, fanden die Autoren einer gemeinsamen Studie des Personaldienstleisters Hays und des Beratungsunternehmens PAC heraus. Jeweils 43 Prozent der Befragten beschäftigten in den letzten zwölf Monaten Freiberufler und vergaben Projekte an externe Dienstleister. 29 Prozent setzten auf die Arbeitnehmerüberlassung. Diese Anteile werden in den nächsten Jahren weiter steigen. 32 Prozent der befragten Fachbereichsleiter gehen aktuell nämlich davon aus, dass sie in Zukunft noch mehr Externe beschäftigen werden. Dagegen rechnen nur elf Prozent mit sinkenden Zahlen. Der Grund ist naheliegend: Die Externen lassen den Unternehmen viel Freiraum, um agil auf die Herausforderungen zu reagieren. Es sei heute kaum noch möglich und in der Regel auch nicht ökonomisch, alle für den digitalen Wandel benötigten Ressourcen intern vorzuhalten. Je nach Fachbereich entscheiden sich die Unternehmen für unterschiedliche externe Arbeitsformen. Dabei setzen die IT-Abteilungen überproportional häufig auf Freiberufler und IT-Dienstleister, während die Finanz- und Forschungsbereiche verstärkt Zeitarbeiter beschäftigen. BETRIEBSSPORT IST IN DEUTSCHLAND OFFENBAR KEIN RENNER Auf der Suche nach dem Wohlfühljob ó Damit sie sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen, brauchen die Deutschen flexible Arbeitszeiten, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und ein überdurchschnittliches Gehalt. Leider bieten das nicht alle Arbeitgeber. So wünschen sich 44 Prozent der Berufstätigen eine gute Work Life Balance, aber nur 31 Prozent der Arbeitgeber bieten diese und entpuppen sich damit als „Traumarbeitgeber“, wie die zugrunde liegende Studie der Hannoversche Leben heißt. Allerdings ist es nicht so, dass die Unternehmen nicht bemüht wären, ihrer Belegschaft motivierende Extras zu bieten. 83 Prozent der Deutschen erhalten solche Zusatzleistungen. Allerdings bieten die Firmen ihren Mitarbeitern häufig Services, die diese gar nicht so stark wünschen. Besonders auffällig ist der Abstand beim Betriebssport: Er wird 13 Prozent der Berufstätigen angeboten – aber nur drei Prozent wissen ihn zu schätzen. Auch eine Kantine mit gesundem Essen und Fahrkostenzuschüsse werden häufiger angeboten als nachgefragt. Insgesamt fühlen sich aber 83 Prozent der Arbeitnehmer wohl oder sogar sehr wohl. Das ist für mehr als jeden Zweiten auch das wichtigste Argument. Laut dieser Umfrage wird der Wunsch nach flexiblen Arbeitszeiten mit zunehmendem Lebensalter immer unwichtiger. Leicht nachvollziehbar: Am weitesten liegen Wunsch und Wirklichkeit beim Thema Gehalt auseinander: 41 Prozent der Berufstätigen wünschen sich eine bessere Bezahlung als in ihrer Branche üblich. Anders als oft vermutet ist auch der Generation Y ein gutes Gehalt wichtig. 45 Prozent der 18- bis 29-Jährigen legen Wert auf eine überdurchschnittliche Entlohnung. Auffällig ist auch, dass sich nur 27 Prozent der Arbeitnehmer Zuschüsse zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV) wünschen. Dabei wirkt diese Art der Altersvorsorge wie eine Gehaltserhöhung, wenn der Chef etwas dazu schießt. Bemerkenswert ist zudem, dass signifikant mehr Männer als Frauen in Unternehmen arbeiten, in denen ein bAV-Zuschuss angeboten wird (35 Prozent zu 24 Prozent). Damit wird vielen Frauen eine zusätzliche Altersvorsorge erschwert. Außerdem finden sich auf der Wunschliste der Arbeitnehmer Ideen wie die individuelle Arbeitsplatzgestaltung, z. B. mit angepassten Möbeln, Zuschüsse für den Beitrag im Fitnessclub und auch ein sogenannter Feel-Good-Manager, also ein Beauftragter, der sich um die Verbesserung des Betriebsklimas kümmert. 66 diebank 01.2016

Beruf & Karriere Trends DAX-VORSTÄNDE Immer noch zu wenig Frauen ó Immerhin: Fast die Hälfte der DAX-30-Unternehmen erfüllt die 2016 in Kraft tretende Frauenquote in Aufsichtsräten bereits; der Frauenanteil in den Vorständen ist zuletzt von 7,4 auf 8,4 Prozent gestiegen. Ende 2015 wurden 16 weibliche Vorstände gezählt, zwei mehr als im Vorjahr. Das geht aus einer Auswertung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor. Die Entwicklung zeige, dass die bisherigen Anstrengungen nicht ausreichten, um deutlich mehr Frauen den Zugang zu Spitzenpositionen zu ermöglichen, sagt Elke Holst, DIW-Forschungsdirektorin für Gender Studies. In diesem Tempo dauere es noch sehr lange, bis in den Spitzengremien Frauen und Männer gleich vertreten sind. Für die Unternehmen liege es im eigenen Interesse, die Anstrengungen zu verstärken: Weil Frauen zum Unternehmenserfolg beitragen und die Politik die bisher weitgehend freiwilligen Regelungen und Zielvorgaben für Frauenquoten verschärfen könnte. In den Aufsichtsräten der DAX-30-Unternehmen ist die Umsetzung weiter gediehen, sie bestehen zu mehr als einem Viertel aus Frauen. Den größten Anteil stellen die Arbeitnehmervertretungen mit 69 von 129 Frauen in den Aufsichtsräten. Das entspricht einem Anteil von 53,5 Prozent. Nur zwei Unternehmen (Fresenius SE und Fresenius Medical Care) haben immer noch keine einzige Aufsichtsrätin. BANK FÖRDERT BEGEGNUNGSZENTRUM Gelebte Willkommenskultur ó Die Santander Consumer Bank fördert die Justus-Liebig- Universität (JLU) Gießen für zunächst drei Jahre mit einer finanziellen Unterstützung für das internationale Begegnungszentrum „Lokal International“ sowie für weitere Internationalisierungsmaßnahmen. Santander-Vorstand Pedro de Elejabeitia und JLU-Präsident Joybrato Mukherjee unterzeichneten ein entsprechendes Abkommen (Foto). „Lokal International“ (LI) ist eine Plattform für interkulturelles Lernen, internationalen Austausch und soziale Integration an der JLU. Sie bietet Menschen aus aller Welt die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und sich mit ihren deutschen Kommilitonen, mit Wissenschaftlern und der Bevölkerung zu vernetzen. Das LI dient sowohl der Alexander von Humboldt-Stiftung als auch dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als Partnereinrichtung für Veranstaltungen. Mukherjee freute sich darüber, dass die Bank das Engagement der Uni für die Willkommenskultur würdigt. Elejabeitia betonte, es entspreche der Philosophie der Bank, Internationalisierung der Universitäten nachhaltig zu unterstützen. BANKER BRAUCHEN STARKE SOFT-SKILLS Der Mitarbeiter von morgen ó Im Arbeitsalltag lassen sich viele Aufgaben nur über Abteilungsgrenzen hinweg bewältigen. Hoher Effizienzdruck und die Digitalisierung von Prozessen tragen dazu bei, dass dieser Trend auch in Zukunft anhalten dürfte. Für die betroffenen Mitarbeiter heißt das, sie benötigen neben dem fachlichen Know-how viel kommunikatives Talent und Empathie, um alle Beteiligten zu überzeugen. Auch Banken müssen künftig vermehrt auf Soft Skills setzen, auf Mitarbeiter mit ausgeprägten sozialen Fähigkeiten, zeigt eine Entscheider-Studie der Unternehmensberatung Procedera Consult in Kooperation mit der Steinbeis- Hochschule Berlin. Acht von zehn befragten Instituten teilen bereits wichtige Aufgabenfelder zwischen der Bankorganisation und den Fachabteilungen auf. Die Zufriedenheit mit den Ergebnissen steige, je besser die betroffenen Abteilungen in die Projekte integriert sind. Vorgänge bis zu ihrer Erledigung von Abteilung zu Abteilung weiterzureichen, könne sich keine Bank mehr leisten, deshalb müsse mehr untereinander geredet werden. Entscheidend sei auch ein besseres IT- Verständnis. In der „Bank von morgen“ hätten die Mitarbeiter die besten Karten, die unterschiedliche Anforderungen miteinander verbinden und alle Interessen unter einen Hut bringen, heißt es in der Studie. 01.2016 diebank 67

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