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KINOTE 02.2021

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Um einen Wandel der Finanzbranche erfolgreich zu meistern, müssen Kreditinstitute sowohl Chancen als auch Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz (KI) erkennen. Unter der neuen Marke KINOTE der Bank-Verlag GmbH finden Sie Meldungen, Studien und Fachartikel zum Themenkomplex KI. Wir beantworten Ihre Fragen rund um KI. Wir berichten über Trends, neue Technologien, Forschungsergebnisse und daraus entstehende Möglichkeiten, die KI Ihrem Unternehmen bietet.

6 02 | 2021

6 02 | 2021 Kurzmeldungen Ja zu KI-gestützten Empfehlungen Anleger begrüßen es, wenn in der Be ratung in Kreditinstituten Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz kommt, so eine aktuelle Studie von Avaloq. 56 Prozent der weltweit Befragten geben an, für KI-gestützte Produktempfehlungen offen zu sein. 26 Prozent können sich sogar vollautomatische KI-gestützte Produktempfehlungen vorstellen. Wechselwillige Kundschaft hat im Gegensatz zu loyalen Kunden höhere Ansprüche an eine gute Nutzererfahrung und erwartet moderne Must-haves wie etwa Robo- Advisory (61 Prozent vs. 15 Prozent). Schnellere Prozesse in Banken erwartet Fachleute aus der Finanzbranche sind sich sicher: Der Einsatz von KI und Maschine Learning (ML) wird die Prozesse in Banken massiv beschleunigen. 77 Prozent erwarten eine schnellere Reaktion auf Kundenanfragen mithilfe der Technologien, so eine Studie von ti&m. Auch die Prognose künftiger Kundenbedürfnisse (71 Prozent), ein frühzeitiges Erkennen finanzieller Schwierigkeiten der Kundschaft (71 Prozent) sowie passgenauere Angebote (65 Prozent) werden demnach erleichtert. 61 Prozent sagen zudem, KI ermögliche indivi duelle Angebote jenseits klassischer Bankprodukte. Beschäftigte setzen auf KI ArbeitnehmerInnen setzen für ihre berufliche Weiterentwicklung auf Künstliche Intelligenz, so eine aktuelle Untersuchung von Oracle und Workplace Intelligence. Befragt wurden Angestellte, Manager, Personalleiter und Führungskräfte aus 13 Ländern. 77 Prozent von ihnen wünschen sich, „dass moderne Technologie ihnen dabei hilft, ihre Zukunft zu gestalten, indem sie die Fähigkeiten identifiziert, die sie entwickeln sollten (27 Prozent), neue Lernmöglichkeiten aufzeigt (26 Prozent) und die nächsten Schritte auf dem Weg zu ihren Karrierezielen vorschlägt (22 Prozent)“, hieß es. 62 Prozent würden ihr Leben aufgrund von KI-gestützten Empfehlungen ändern. 75 Prozent glauben, dass KI ihre Karriere besser unterstützen kann als ein Mensch, indem sie unvoreingenommene Empfehlungen gibt (33 Prozent), schnell Fragen zur Karriere beantwortet (28 Prozent) oder neue Jobs findet, die zu vorhandenen Fähigkeiten passen (28 Prozent). Die Befragten sind gleichzeitig auch der Meinung, dass der persönliche Austausch mit anderen Menschen immer noch eine entscheidende Rolle bei der Karriereentwicklung spielt. Diese sind demnach aufgrund persönlicher Erfahrungen besser in der Lage, Hilfe zu leisten.

02 | 2021 7 DKB startet mit Robo Advisor Die Direktbank DKB nimmt das boomende Wertpapiergeschäft ins Visier. Zu diesem Zweck kooperiert das Institut mit der Fondsgesellschaft DJE Kapital. Solidvest, die Online-Vermögensverwaltung der DJE, startete mit der DKB und der WealthTech- Plattform Elinvar das digitale Vermögensaufbau-Angebot Solidvest Blue. Mit dem Robo Advisor sollen Kundengruppen in den Fokus genommen werden, die zur persönlichen Geldanlage die Kapitalmärkte nutzen möchten, sich mit dem Themenfeld aber noch nicht intensiv beschäftigen konnten, so die Kooperationspartner. Solidvest Blue steht ab einer Einmalanlage von 10.000 € zur Verfügung. Chancen mit Blockchain-Technologie Große Chancen für Banken, die Immobilienfinanzierungen anbieten: Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial, den Immobilienmarkt deutlich zu verändern. Durch die Tokenisierung der Investments können dank der Teilbarkeit in kleinste und handelbare Einheiten deutlich mehr AnlegerInnen erreicht werden, so das Resultat einer Studie der Hamburg Commercial Bank (HCOB) und des Frankfurt School Blockchain Center (FSBC). Allerdings fehlen noch wichtige Voraussetzungen, etwa regulatorische Rahmenwerke, um das Potenzial tokenisierter Immobilien auszuschöpfen. KI erkennt unseriöse Finanzmarktakteure An der Goethe-Universität in Frankfurt am Main ist eine KI zur Beurteilung der Glaubwürdigkeit von Brokern und Anlageberatern entwickelt worden. Zum Einsatz kommen dabei selbstlernende Algorithmen. Die Forschung ist vor allem für Finanzmarktkontrolleure von Bedeutung: Die Erkenntnisse können genutzt werden, um Modelle für die Finanzmarktüberwachung zu trainieren oder vorhandene Modelle zu erweitern und damit effizient zu gestalten. Indem man unseriöse Personen früher erkennt, können Betrugsfälle und anderes Fehl verhalten verhindert werden. Banken fürchten weniger Marktanteile Mehr als zwei Drittel (67 Prozent) der Banken weltweit und 69 Prozent der Kreditinstitute in der EMEA-Region (Europa, Naher Osten & Afrika) gehen davon aus, innerhalb der nächsten zwei Jahre Marktanteile zu verlieren, wenn sie sich nicht digital transformieren. Viele Institute planen Investitionen in KI. 58 Prozent der befragten BankmanagerInnen erwarten, dass ihr Unternehmen in den nächsten fünf bis zehn Jahren gänzlich vom Markt verschwinden wird, wenn sich ihre Geschäftsmodelle nicht ändern. Für die EMEA-Region liegt dieser Wert mit 60 Prozent sogar noch ein wenig höher, so die Ergebnisse einer Analyse der Cloud-Banking-Plattform Mambu. 74 Prozent der Befragten weltweit und 71 Prozent in EMEA sagen voraus, dass US-Technologie-Giganten wie Amazon und Google bereits in den nächsten fünf Jahren den größten Marktanteil im Bankensektor erobern werden. Banken müssen daher jetzt verstärkt in ihr digitales Dienstleistungsangebot investieren. Zwei Fünftel planen, nach der Coronavirus-Pandemie auf ein modernes plattformbasiertes System umzusteigen und mit Drittanbietern zusammenzuarbeiten, um Plug-and-Play- Bankdienstleistungen zu entwickeln. Die Umstellung auf eine plattformbasierte Struktur in Verbindung mit Investitionen in Datenkapazitäten sind demnach Schlüsselfaktoren, mit denen sich digital hochentwickelte Unternehmen vom Rest des Bankensektors abheben können. Geldhäuser wollen darüber hinaus in der EMEA-Region ihre Ausgaben in den Bereichen Big Data (25 Prozent), KI (36 Prozent) und Blockchain (19 Prozent) deutlich erhöhen.

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