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KINOTE 01.2022

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Um einen Wandel der Finanzbranche erfolgreich zu meistern, müssen Kreditinstitute sowohl Chancen als auch Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz (KI) erkennen. Unter der neuen Marke KINOTE der Bank-Verlag GmbH finden Sie Meldungen, Studien und Fachartikel zum Themenkomplex KI. Wir beantworten Ihre Fragen rund um KI. Wir berichten über Trends, neue Technologien, Forschungsergebnisse und daraus entstehende Möglichkeiten, die KI Ihrem Unternehmen bietet.

34 01 | 2022 Bankkunden

34 01 | 2022 Bankkunden Datenschutz bei KI-basierten Identifizierungsverfahren

01 | 2022 35 Für Künstliche Intelligenz (KI) gibt es bereits viele Anwendungsgebiete. KI sorgt etwa dafür, dass wir Geräten Sprachbefehle geben können. Sie filtert jugendgefährdende Inhalte aus sozialen Medien und optimiert unsere Navigationssysteme. Doch was passiert eigentlich mit unseren Daten, wenn diese Technologie im Spiel ist, und wie werden diese geschützt? Wir zeigen anhand des Beispiels von Identifizierungsverfahren von Bankkunden, welche rechtlichen Rahmen - be dingungen es gibt und wie hier der Datenschutz gewährleistet wird. Unser Leben verschiebt sich mehr und mehr ins Digitale. In einigen anderen Bereichen werden die technologischen Möglichkeiten allerdings noch nicht flächendeckend eingesetzt. Ein Beispiel dafür ist die Identitätsverifizierung. Damit eine Person bei einer Bank ein Konto eröffnen kann, muss sie identifiziert werden. Denn die Geldwäscheprävention verlangt, dass Finanzinstitute die Personen genau kennen, mit denen sie Transaktionen abwickeln (Know Your Customer, KYC), damit sie bei Auffälligkeiten Vorgänge und Personen den Behörden melden können. Die Identifizierung geschieht heutzutage häufig noch analog durch persönliche Vorsprache bei der Bank, obwohl es bereits elektronische Lösungen unter Einsatz von KI gibt. So funktioniert KI beim Identifizierungsverfahren In einer digitalen Welt mit einer digitalaffinen jungen Kundschaft erscheint das Verfahren der Identitätsüberprüfung durch Mitarbeitende in der Filiale obsolet. Eine zuverlässige Identifizierung ist nämlich genauso gut wie eine physische Prüfung durch einen Menschen und problemlos per Smartphone oder Tablet möglich. Automatisierte Identifizierungsverfahren, die mit KI ihre Algorithmen ständig optimieren, bieten eine hohe Genauigkeit. Für ein KI-basiertes Identifikationsverfahren muss die Kundin oder der Kunde ein Personaldokument fotografieren und ein kurzes Selfie-Video aufnehmen, damit überprüft werden kann, ob die Person zum Ausweis passt. Dieses Matching nimmt bei automatisierten Verfahren ein Algorithmus vor. Dieser erkennt sehr zuverlässig, was ein gültiges Ausweisdokument ist und was nicht, und er kann biometrische Daten auswerten und abgleichen. Um dies zu bewerkstelligen, muss die KI trainiert werden, um so die notwendigen Zusammenhänge zu lernen. Zuverlässig wird der Prozess erst dann, wenn der Algorithmus mit einer großen Datenmenge (Big Data) trainiert wird – und genau das ist heute bereits gängige Praxis von Unternehmen. Datenschutz und KI: Das sind die Regularien Wie steht es jedoch um den Datenschutz, wenn Big Data genutzt wird, um eine KI zu verbessern? In der Europäischen Union (EU) gilt seit dem Jahr 2018 die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Über deren Inhalte wurde bereits viel geschrieben und diskutiert. Klar ist: Alle Unternehmen sind

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