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diebank 09 // 2020

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

News & Trends

News & Trends CORONA-AUSWIRKUNGEN AUF HAUSHALTE Einkommenseinbußen Steigende Arbeitslosigkeit, finanzielle Einbußen und gestundete Kredite sind einige der Folgen der Corona-Pandemie. Eine Umfrage von Creditreform / Boniversum zeigt, dass Ende August rund 15,5 Mio. Haushalte in Deutschland auf einen Teil ihres Einkommens verzichten mussten. Besonders betroffen sind Gering- und Normalverdiener, die ohnehin ein dünneres Finanzpolster haben als Gutverdiener. Bei rund drei Viertel der Befragten fehlten bis zu 30 Prozent ihres regulären Einkommens, etwa durch Arbeitslosigkeit und die weiter hohen Zahlen bei der Kurzarbeit. Das hat natürlich Auswirkungen auf den Konsum. Rund 22,7 Mio. Haushalte sparen bereits bei der Lebenshaltung. Fast jeder Dritte sei unsicher, ob das Geld in den kommenden zwölf Monaten noch reicht, um alle finanziellen Verpflichtungen wie Miete und Nebenkosten, Kredite oder Versicherungsbeiträge bezahlen zu können, so Creditreform. ù Geringverdiener spüren die Pandemie-Folgen als erste. WAS PENDLER FREUT, BEDROHT BÜROIMMOBILIENFONDS Homeoffice: Licht und Schatten je nach Branche Das erste Fazit über „Homeoffice“ und New Work infolge der Corona-Pandemie fällt nach rund sieben Monaten überwiegend positiv aus. Mehrere Umfragen zeigen, dass die Arbeit von daheim in vielen Betrieben zum Dauerzustand werden könnte. Nur wenige Unternehmen dürften nach der Pandemie zum alten Präsenzmodell zurückkehren, glaubt Michael Karrenberg vom Kreditversicherer Atradius. Homeoffice funktioniert fast überall besser als gedacht und kaum ein Unternehmen erlitt dadurch ernsthafte Produktivitätseinbußen. Doch Millionen Menschen, die nicht mehr in die Metropolen pendeln, haben nicht nur positive Auswirkungen wie weniger Staus und geringere Umweltbelastung. Durch sie werden sich die Geschäftsaktivitäten örtlich verschieben. Das führt vor allem in den Branchen zu Unsicherheiten, deren Umsätze von Pendlern und Büroarbeitern abhängen. „Wie stark das Forderungsrisiko bei Geschäften mit ihnen steigt, ist von Abnehmer zu Abnehmer unterschiedlich. Langfristig wird der Prozess den Druck in mehreren Branchen jedoch insgesamt erheblich erhöhen“, sagt Karrenberg. Durch weniger Pendler steigt auch der Druck auf die Automobilhersteller, Werkstätten und Tankstellen. Kantinenbetreiber verkaufen weniger Mittagsgerichte, die Papierindustrie leidet unter der Digitalisierung von Büroprozessen, und die Bekleidungsindustrie verspürt schmerzhaft den sinkenden Bedarf an Businessmode. Unter allen deutschen Branchen bewertet Atradius die Textilbranche derzeit als diejenige mit dem höchsten Insolvenzrisiko. Zudem haben die seit Monaten verwaisten Schreibtische zahlreiche Controller alarmiert. Sie prüfen bereits, ob ihr Unternehmen noch so viel teure Bürofläche benötigt. In der Folge dürften zahlreiche Firmen ihre Mietverträge in den kommenden Jahren nicht verlängern und die Erträge von Büroimmobilienfonds schmelzen. Leidtragende wären vor allem institutionelle Investoren, die auf die Anlagegewinne angewiesen sind, wie Banken, Pensionskassen, Investmentgesellschaften, Versorgungswerke, Sozialversicherungsträger, Kirchen und viele mehr. ù DK ZU EZB-LEITFADEN Klimarisiken Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) hat im Rahmen der öffentlichen Konsultation der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Stellungnahme zum Leitfaden zu Klima- und Umweltrisiken abgegeben. Generell begrüßt die DK das Engagement der EZB, den Finanzsektor auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu begleiten. Aus Sicht der DK sollte noch stärker herausgestellt werden, dass der Leitfaden als längerfristiges Zielbild und Orientierungshilfe für den aufsichtlichen Dialog zu verstehen ist. Sie fordert zudem die stärkere Verankerung des Proportionalitätsprinzips. Daneben hält die DK die geplante Anwendungsfrist aus Sicht der Institute auch vor dem Hintergrund der Covid-19 Pandemie, die aktuell erhebliche Ressourcen insbesondere im Risikomanagement bindet, für nicht einhaltbar. Vielmehr sollte ein geeigneter Übergangszeitraum eingeräumt werden. Insgesamt fordert die DK die Erarbeitung einer deutlich gestrafften und inhaltlich austarierten Version des Leitfadens, die sich auch mit künftigen Vorgaben und Mandaten der EBA in Einklang bringen lässt. ù 8 09 // 2020

NEWS & TRENDS DIGITALBANK FEIERT GEBURTSTAG 12.000 Kunden gewonnen Fyrst, die digitale Tochter der Deutschen Bank AG für Geschäftskunden, kann zum ersten Geburtstag stolz 12.000 Kunden vermelden. Nach einer kurzen Friends-and-Family-Phase war der Marktstart im Oktober 2019, und seither konnten zeitweise bis zu 1.500 Gründer, Selbstständige und Freiberufler pro Monat gewonnen werden, teilte das Unternehmen mit. Zwischenzeitlich wurden Kooperationen geschlossen – z. B. mit Anbietern von Sach- und Haftpflichtversicherungen, mit Softwareherstellern oder für vergünstigte Kommunikations-Tarife – die vor allem für Unternehmensgründer einen hohen zusätzlichen Nutzwert mit maximaler Einfachheit und digitaler Abschlussfähigkeit liefern sollen. Die Kundenstruktur des ersten Jahres war für eine Digitalbank vergleichsweise konservativ: mehr als die Hälfte der Geschäftskunden waren 40 Jahre und älter, nur 17 Prozent waren jünger als 30. Jens Wohlfahrt, Head of Fyrst, sieht darin einen Spiegel des Wettbewerbsvorteils. Die Digitalbank sei schnell und preisgünstig, aber eben verlässlich: „Hinter uns steht die Deutsche Bank mit ihrer 150-jährigen Erfahrung im Geschäft mit Unternehmen aller Branchen und Größen.“ ù ZAHL DES MONATS 30 Jahre bezahlen mit Karte und PIN feiert die girocard aktuell. Bis 2007 hieß die Plastikkarte noch ec-Karte. SPARLEISTUNG NACH BUNDESLÄNDERN Sparsame Schwaben Wenn es nach der Sparleistung der Einwohner geht, dann liegt Baden-Württemberg an der Spitze. Zuletzt legte jeder Verbraucher dort 3.260,85 ¤ pro Jahr auf die hohe Kante. Knapp dahinter folgen die Bayern und mit etwas Abstand die Hamburger. Die rote Laterne geht nach Sachsen-Anhalt, wo die Verbraucher lediglich 1.230,26 ¤ zurücklegten, so das Finanzportal Tagesgeldvergleich.net. ù AUS DER BANKENAUFSICHT Bankenabgabe 2017 Das Gericht der Europäischen Union (EuG) hat den Beschluss des Ausschusses für die einheitliche Abwicklung (SRB) über die Berechnung der im Voraus erhobenen Beiträge zum Einheitlichen Abwicklungsfonds (SRF) für 2017 für nichtig erklärt, soweit er die Landesbank Baden-Württemberg und die Portigon AG (beide Deutschland) und die österreichische Hypo Vorarlberg Bank AG betrifft. Das EuG führte zur Begründung aus, dass der SRB-Beschluss weder hinreichend festgestellt noch ausreichend begründet sei. Die Begründung der Berechnung der Beiträge weise aufgrund der Verschwiegenheitspflichten, denen der SRB unterliegt, für das einzelne Institut eine inhärente Intransparenz auf. Die Institute könnten anhand der ihnen gegebenen Begründung ihre Beitragshöhe nicht hinreichend überprüfen. 6AMLD Ethische Haltung wichtig Geldwäsche zu erkennen, bleibt für Banken schwierig, und sie haben laut einer aktuellen Studie erhebliche Probleme, die 22 in der sechsten EU- Geldwäscherichtlinie (6AMLD) aufgeführten Vergehen zu erkennen. Am weitesten verbreitet seien dabei Betrug, Terrorismus, sexuelle Ausbeutung und Menschenhandel. Aktuell gebe es über 2,4 Mio. Opfer von Menschenhandel. Damit sei diese Straftat, die als relevanteste Quelle für kriminelles Einkommen weltweit und somit als wesentliche Vortat für Geldwäsche gilt, eines der weltweit am häufigsten vorkommenden Geldwäschedelikte. Die Studie von BAE Systems ergab, dass mehr als ein Drittel der befragten Fachleute in Finanzinstituten es sich nicht zutraut, Anzeichen von Menschenhandel bei den Transaktionen ihrer Kunden sicher zu erkennen. Dabei wird eine klare ethische Haltung immer wichtiger. Drei Viertel der befragten Kunden würden ihre Bank oder ihr Finanzinstitut wechseln, wenn diese nicht aktiv gegen Geldwäsche vorgeht, und 84 Prozent der Befragten erwarten von ihrer Bank, ihre ethische Haltung durch Taten zu demonstrieren. ù 09 // 2020 9

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