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diebank 08 // 2020

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

DIGITALISIERUNG

DIGITALISIERUNG BLOCKCHAIN Verwahrstellen garantieren bewährtes Sicherheitsniveau Die Blockchain-Technologie gilt als innovativer Disruptor, der auch in der Finanzindustrie viele Prozesse nachhaltig verändert. Ein zentraler Aspekt ist die sogenannte Tokenisierung von Wertpapieren, die diverse Vorteile hat: Sie sorgt für einen einfachen Zugang zu Anteilen an bestimmten Anlageklassen und für deren sichere Verwahrung und Übertragung. Gleichzeitig wird die dezentrale Verwahrung auf der Blockchain das Geschäft der Verwahrstelle maßgeblich verändern. 68 08 // 2020

DIGITALISIERUNG Kaum ein Thema wird heute branchenübergreifend so intensiv diskutiert wie die voranschreitende Digitalisierung. Neue technische Möglichkeiten, Big Data und Künstliche Intelligenz (KI) werden, so die verbreitete Überzeugung, nahezu jedes klassische Geschäftsmodell nachhaltig verändern. Auch in der Finanzdienstleistungsbranche zählt der digitale Wandel seit einiger Zeit zu den bestimmenden Themen. Mit Blick auf das Asset Servicing geht es dabei insbesondere um eine Digitalisierung der Prozesse rund um die Verwahrung von Vermögensgegenständen und ihre Übertragung von einem Investor zum anderen. Darüber hinaus sind die digitale Aufbereitung und Bereitstellung von Daten für unterschiedliche Reporting-Zwecke ein wichtiges Thema. Immer häufiger tauchen in diesem Kontext die Begriffe Blockchain und Distributed Ledger Technologie (DLT) auf. „DLT ist dabei der Dachbegriff für den Einsatz von Datenbanken zur Konten- und Transaktionsverwaltung, die auf mehrere Standorte, Regionen oder Teilnehmer verteilt sind“, erläutert Patrick Karb, bei der Hauck & Aufhäuser Privatbankiers AG verantwortlicher Abteilungsdirektor für die Themen Blockchain und Kryptoassets: „Alle Teilnehmer können dabei auf die erfassten, verifizierten und unveränderlichen Datensätze eines verteilten Transaktionsregisters, des sogenannten Hauptbuchs – im Englischen „ledger“– zugreifen. Die Blockchain ist die derzeit bekannteste und am weitesten verbreitete Form einer DLT.“ Galt die Technologie lange Zeit als bloßer Überbegriff für Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum, zeigt sich mittlerweile, dass sie viele Prozesse im Asset Management grundlegend verändern kann. Denn die Blockchain- Technologie erlaubt, Vermögensgegenstände und Wertpapiere digital zu verbriefen und dezentral auf der Blockchain zu verwahren. Per sogenannter Tokenisierung werden alle relevanten Rahmendaten zur Verbriefung unwiderruflich festgelegt. Dazu zählt beispielsweise der zugrunde liegende und von den Aufsichtsbehörden genehmigte Wertpapierprospekt. Digitalisierung von Wertpapieren Es gibt seriöse Studien, die davon ausgehen, dass bis 2027 bereits zehn Prozent aller weltweit verfügbaren Investments und Wertpapiere in tokenisierter Form zur Verfügung stehen werden, entweder ausschließlich oder zusätzlich als digitale Tranche. Diese Annahme erscheint mit Blick auf den gerade erst einsetzenden Trend durchaus plausibel. Analog zu anderen technologischen Entwicklungen, wie etwa der Verbreitung des Smartphones, ist auch im Bereich digitaler Assets mit erheblichem Wachstum zu rechnen. So haben Emissionen digitalisierter Vermögenswerte bereits im vergangenen Jahr exponentiell zugenommen. Tatsächlich könnte sich die Tokenisierung in bestimmten Anlagesegmenten zum Mainstream entwickeln. Denn vielfach bringt sie erhebliche Vorteile. Das gilt insbesondere im Bereich von Sachwerten und anderen illiquiden Vermögensgegenständen. Durch ihre Tokenisierung werden sie zum einen liquide und fungibel: Tokenisierte Anteile lassen sich einfach und effizient übertragen. Zum anderen erlaubt die Digitalisierung von Assets individuelle Ticketgrößen, die auch Retailkunden Zugang zum jeweiligen Markt ermöglichen. Denn die sonst üblichen hohen Einstiegsvolumina fallen ebenso weg wie auch hohe Abwicklungskosten. Das ermöglicht eine maßgeschneiderte Allokation auch kleinerer Portfolios. Wie der Erfolg von Crowd-Plattformen belegt, überzeugen diese Vorteile insbesondere im Immobiliensegment eine wachsende Zahl von Anlegern. Aber auch die Transformation liquider Titel wie Aktien, Anleihen oder Fondsanteile in Token hat nennenswerte Vorteile. Neben einem breiteren Marktzugang sind eine schnellere Abwicklung, ein vernachlässigbares Settlementrisiko sowie sehr geringe Kosten die größten Vorteile tokenbasierter Wertpapiere. Verschlankung der Prozesse Aus der Tatsache, dass sich mittels einer gemeinsam genutzten Datenbanktechnologie alle Einzelheiten von Transaktionen und sämtliche Besitzverhältnisse eindeutig in Echtzeit speichern lassen, ergeben sich weitere Implikationen für die gesamte Asset-Management- Branche: So lassen sich zum Beispiel bislang aufwändige Abstimmungsprozesse zwischen Investoren und Asset-Managern bei der Spezialfondsauflage deutlich verschlanken. Steu- 08 // 2020 69

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