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diebank 08 // 2020

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MANAGEMENT 3 |

MANAGEMENT 3 | Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten und Anteil von Anleihen an der Bilanzsumme Deutschland Frankreich Spanien Italien Alle Unternehmen 10,2 / 2,2 11,3 / 3,7 16,5 / 0,3 14,4 / 3,6 Großunternehmen 7,3 / 2,5 8,0 / 4,9 15,3 / 0,5 11,4 / 4,7 Mittlere Unternehmen 26,6 / 0,2 17,0 / 1,6 21,1 / 0,0 21,8 / 0,5 Kleine Unternehmen 31,4 / 0,1 19,3 / 0,5 17,7 / 0,0 25,1 / 0,5 Quelle: Kaserer (2015), Die Finanzierung der Realwirtschaft im Zeichen einer Kapitalmarktunion (Gutachten im Auftrag der FPMI). In der Tabelle gibt jeweils die erste Zahl den Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Banken in Prozent der Bilanzsumme an, die zweite Zahl den Anteil der Verbindlichkeiten aus Anleihen in Prozent der Bilanzsumme. derprogramm mit unterschiedlichen Kreditangeboten aufgelegt, die sich sowohl an KMUs als auch an große Unternehmen richten. Diese Kredite werden über die Hausbanken ausgereicht, wobei die KfW im Standardfall eine Risikoübernahme von 80 Prozent anbietet. Für KMUs wird diese auf 90 Prozent erhöht, bei Unternehmen zwischen 10 und 50 Beschäftigten sogar auf bis zu 100 Prozent. 2 Zudem werden bei Krediten von bis zu 10 Mio. € die Risikoprüfungen vereinfacht, sodass eine schnelle Auszahlung möglich ist. Für dieses Sonderprogramm gibt es keine volumenmäßige Begrenzung. Ob darüber hinaus noch öffentliche Bürgschaften oder Garantien für ausstehende Linien vergeben werden sollten, um so ein Downgrading zu vermeiden, wäre sicherlich noch zu diskutieren. FAZIT Auch im Bereich der Bankenaufsicht ist schnell auf die Corona-Krise reagiert worden, wenngleich noch offen ist, ob diese Reaktionen ausreichend waren. Jedenfalls sind verschiedene Vorschriften im Zusammenhang mit der Einordnung von notleidenden Krediten und den daraus allenfalls folgenden Wertberichtungen ausgesetzt oder zumindest entschärft worden. Auch hat man aufsichtsrechtliche Melde- und Veröffentlichungspflichten verschoben, die neuen Vorschriften zur Eigenkapitalunterlegung von KMU-Krediten vorgezogen und die Umsetzung weiterer Vorschriften verschoben. In jedem Fall werden die nächsten Monate nicht nur eine Nagelprobe für das neue Basel-III-Rahmenwerk darstellen, sondern auch zeigen, wie groß die Flexibilität der Aufsichtsbehörden bei der Durchsetzung dieser gesetzlichen Regeln ist. Autoren Prof. Dr. Horst Gischer leitet den Lehrstuhl für Monetäre Ökonomie und öffentlich-rechtliche Finanzwirtschaft an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Prof. Dr. Christoph Kaserer leitet den Lehrstuhl für Finanzmanagement und Kapitalmärkte an der Technischen Universität München. 1 Für einen ausführlichen Vergleich der Vor- und Nachteile von banken- vs. kapitalmarktbasierter Finanzierung vgl. Beck, Kaserer und Rapp (2015), Beteiligungs- und Kapitalmarktfinanzierung im deutschen Finanzsystem: Zustand und Entwicklungsperspektiven. Abschlussbericht für das BMW, S. 25 ff. 2 Für einen Überblick vgl. folgende Webseite des BMF: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-19-Milliardenhilfe-fuer-alle.html. 28 08 // 2020

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