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diebank 08 // 2019

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MARKT Das

MARKT Das Finanzinstrument Verbriefung mit seiner hohen Datentransparenz, seiner hohen Regulierungsdichte und Infrastruktur wird somit von Sustainable Finance sehr profitieren. Trend Nr. 6: Sicherheit im Zinszyklus Alles hat einmal ein Ende, auch die Niedrigzinspolitik – wenngleich es bislang noch niemand so recht glauben will. Seit über einer Dekade fließt die von Notenbanken bereitgestellte Liquidität und bestimmt den Finanzmarkt. Die Zinsen kennen nur eine Richtung. Was zunächst sehr positive Bewertungs- und Refinanzierungseffekte auf Banken hatte, wird zunehmend zur Belastung, drückt auf die von Banken erwirtschaftete Bruttozinsmarge und mindert deren Rentabilität. Doch gleichzeitig wächst auch die Angst vor plötzlichen Zinssteigerungen mit all ihren Auswirkungen auf die Bewertungen langlaufender Aktiva. So befinden sich die Finanzmärkte in einer Zwickmühle, befinden sich mehr und mehr zwischen Skylla und Charybdis. ABS-Anleihen bieten vor diesem Hintergrund einen mehrfachen Schutz. Als variabel verzinste Finanzinstrumente sind sie im Fall von Zinssteigerungen nicht den gleichen negativen Bewertungseffekten ausgesetzt wie festverzinsliche Produkte. Mit dem langsamen Versiegen der Notenbankliquidität würde zudem ihre Attraktivität als Refinanzierungsinstrument der Banken wieder steigen. Beide Effekte zusammengenommen, dürften das Instrument an Bedeutung gewinnen lassen. Trend Nr. 7: Strukturwandel heißt Finanzierungsbedarf Im Strukturwandel steigt der Finanzierungsbedarf. Viele reden von E- Mobilität, von Brennstoffzellentechnologie, von Digitalisierung, Automatisierung und Individualisierung von Produktion, von grünem Umbau der Wirtschaft und von der dazu notwendigen, neuen, modernen Infrastruktur. Während der Finanzierungsbedarf der Wirtschaft in der letzten Dekade moderat war, vieles aus dem eigenen Cashflow finanziert werden konnte, wächst der realwirtschaftliche Bedarf an Fremdfinanzierungen in Zukunft wahrscheinlich deutlich. Die Großunternehmen werden sich am Anleihemarkt bedienen können. Doch die kleinen und mittelgroßen Unternehmen, zudem jene familiengeführten Unternehmen, die aus unternehmenskulturellen Gründen den Kapitalmarkt meiden, werden den Kredit benötigen. Dieser wird von Kreditfonds, von Market-Place-Lending-Plattformen, vor allem aber wie bisher von Banken kommen müssen. Und bei all diesen Marktteilnehmern gleichermaßen wird der Refinanzierungsbedarf steigen, und bei Banken wird noch zusätzlich der Druck auf die effiziente Nutzung der knappen Ressource Eigenkapital zunehmen. Auch dies dürfte den Verbriefungsmarkt stärken. Trend Nr. 8: EK-Bedarf bei Banken durch Finalisierung Basel III Die Anfang August 2019 von der European Banking Authority (EBA) veröffentlichten Empfehlungen an die Europäische Kommission zur vollständigen Umsetzung der Vorschläge des Baseler Committees sprechen eine klare Sprache: Die weitere Verschärfung einer Reihe von Vorschriften soll die Stabilität des Bankensektors erhöhen. Unter anderem führen die Begrenzung der Verwendung interner Modelle und die Einführung eines Output Floors zu höheren Eigenkapital-Anforderungen, die von der EBA mit rund 135 Mrd. € für die europäischen Banken beziffert wurden. Verbriefungen werden ein Instrument zur Abdeckung des EK-Bedarfs sein. FAZIT Nicht alle diese Trends werden gleichzeitig auftreten, manche materialisieren sich früher, manche später. Doch jeder für sich genommen ist ein gutes Argument für den Verbriefungsmarkt. Der deutsche Verbriefungsmarkt und die True Sale International GmbH (TSI), 2004 aus einer Bankeninitiative zur Förderung des deutschen Verbriefungsmarkts hervorgegangen, sind für diese Zukunft u. a. durch ihre Verbriefungsplattform und die Qualitätsmarke „Deutscher Verbriefungsstandard“ gut aufgestellt. Auch durch die Anfang 2019 hinzugekommene unabhängige Tochtergesellschaft SVI (STS Verification International GmbH), die als aufsichtsrechtlich anerkannter Drittparteiverifizierer gemäß Artikel 28 der neuen Verbriefungsverordnung die STS-Erklärungen vieler europäischer ABS-Transaktionen verifiziert. Autor Jan-Peter Hülbert, Geschäftsführer der TSI GmbH, Frankfurt am Main. 32 08 // 2019

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