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diebank 07 // 2019

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MANAGEMENT Michael

MANAGEMENT Michael Stephan | Dr. Tamaz Georgadze | Dr. Frank Freund (v. l. n. r.) habe ich einige sowjetische Schachgrößen getroffen, das ist ja eine sehr kleine Welt. Im vergangenen Jahr habe ich den ehemaligen Weltmeister, Garri Kimowitsch Kasparow, auf der Konferenz eines unserer Investoren getroffen. Dort hat Kasparow über Künstliche Intelligenz gesprochen. diebank: Haben Sie gegen ihn gespielt? Georgadze: Nein, nein. Ich bin nur kurz zu ihm gegangen. Er ist nach seinem Vortrag auch sofort wieder abgereist. Gegen ihn hätte ich natürlich haushoch verloren. diebank: Finden Sie es rückblickend eigentlich schade, dass Ihre Eltern Sie nicht für die Schachschule, sondern eine reguläre Schule, angemeldet haben? Georgadze: Das war auf jeden Fall eine gute Entscheidung. Schach ist eine der kompetitivsten Sportarten. Sie haben ein weites Spielerfeld und wenig Preisgeld. Ein hohes Einkommen ist da nicht zu erwarten. Und Schach ist schon eine sehr eigene und spezielle Welt. diebank: Was haben Sie von Ihren vielen Partien fürs Arbeitsleben mitgenommen? Georgadze: Schach ist ein langes Spiel, das Stunden dauern kann und deshalb anstrengend ist. Sie lernen, langfristig zu planen und Optionen zu vergleichen. Es zahlt sich aus, Ruhe und einen kühlen Kopf zu bewahren. Positionen können sich wieder umkehren, sei es, dass sie verlieren oder gewinnen. Das hilft im Geschäft. 40 07 // 2019

MANAGEMENT diebank: Nach Ihrer Blitz-Karriere an Schule und Uni sind Sie zu McKinsey gegangen. Was hat Sie an der Beratung gereizt? Georgadze: Als ich das erste Mal den Namen hörte, wusste ich gar nicht, was die machen. Ein Kommilitone erzählte mir von einem McKinsey-Workshop in Rom. Ich hatte kein Geld, viel Zeit und war noch nie in Rom. Also habe ich mich beworben und wurde genommen. In Rom gab es allerdings keinen freien Platz mehr, ich wurde dann nach Kitzbühel eingeladen. diebank: Haben Sie Ihre geplanten Züge bei Raisin umsetzen können? Georgadze: 70 bis 80 Prozent von dem, was wir geplant hatten, haben wir umgesetzt mit Blick auf Produkte und Märkte. Aber wir wollten schon vor zwei Jahren dort sein, wo wir heute sind. Da zahlt es sich dann aus, wenn man gelernt hat, Ruhe zu bewahren. diebank: Wie oft spielen Sie heute Schach? Georgadze: Ich spiele nur noch Blitz-Schach im Internet. Eine Partie dauert drei Minuten. Und dann bringe ich meinem Sohn das Spiel bei. Er ist aber erst gut drei Jahre alt, kann die Figuren richtig aufstellen und dann verliert er die Lust. diebank: ... und sind schließlich zehn Jahre bei McKinsey geblieben. Zuletzt haben Sie drei Jahre als Partner führende Banken aus Deutschland und aus dem Ausland beraten. Daneben waren Sie für Einlage- und Anlageprodukte in Europa, im Mittlerem Osten und in Afrika zuständig. Warum sind Sie gegangen? Georgadze: Für mich hat sich die Frage gestellt, wie lange ich das noch „exciting“ finde. Die Lernkurve flacht natürlich stark ab. Ich habe den hohen Adrenalinspiegel und die Nervosität vermisst. Das Auf und Ab der Gefühle. Mir war klar, dass ich mit Mitte 40 nicht mehr gründen werde. Ich sah das als letzte Chance, mein eigenes Unternehmen aufzubauen. diebank: Sie haben heute nur noch einen deutschen Pass und den größten Teil ihres Lebens in Berlin verbracht. Welche Bedeutung hat Georgien? Georgadze: Ich reise regelmäßig mit Freunden und Mitarbeitern in meine Heimat. Georgien ist ein unglaublich gastfreundliches Land mit einer starken Vorliebe für fleischliche Gelüste wie Alkohol und gutes Essen. Es ist die Wiege des Weins. Und die Natur lockt mit wilden hohen Bergen und einem Zugang zum Schwarzen Meer. Viele Gegenden kenne ich noch gar nicht. diebank: Herr Georgadze, vielen Dank für das Gespräch. Die Fragen stellte Eli Hamacher. 07 // 2019 41

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