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diebank 06 // 2020

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

News & Trends GESICHT

News & Trends GESICHT ZEIGEN Mit Maske in die Bank Wir ersparen Ihnen an dieser Stelle schlechte Witze über Bankräuber. Aber maskiert zum Bankschalter zu gehen, hätte man sich lange wohl nicht vorstellen können. Masken oder Motorradhelme waren per Hausrecht in den meisten Instituten seit jeher untersagt. Heute jedoch ist die Vermummung Pflicht, um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen – auch in Banken, wie Postbank- Experte Claus Wolf erläutert. Für einige Bankgeschäfte, wie die Eröffnung eines Girokontos, müssen Banken die Identität des Kunden allerdings zweifelsfrei feststellen können. „Unsere Mitarbeiter bitten deshalb die Kunden, den Mundschutz am Schalter kurz abzunehmen, damit sie das Gesicht mit dem Foto im Personalausweis abgleichen können. Beide sind dabei durch eine Plexiglasscheibe getrennt, der Mindestabstand zum nächsten Kunden wird selbstverständlich eingehalten“, so Wolf. ù Auch in Banken gilt seit einiger Zeit: Maske auf vor dem Betreten. RISIKOREDUZIERUNGSGESETZ DK sieht Nachbesserungsbedarf Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) lehnt Teile des vom Bundesfinanzministerium (BMF) vorgelegten Risikoreduzierungsgesetzes (RiG-RefE) ab. Grundsätzlich ist der Referentenentwurf im Hinblick auf die einzelnen Regelungsbereiche zwar zu begrüßen. Allerdings enthält das Schreiben auch einige Punkte, die im weiteren Gesetzgebungsverfahren einer Nachbesserung bedürfen. Das teilte die Deutsche Kreditwirtschaft in einer Stellungnahme mit. Vor allem das bei einzelnen Regelungen vorgenommene sogenannte Gold-Plating europäischer Vorgaben ist der DK zufolge abzulehnen. Bei der Umsetzung der europäischen Vorgaben zur Eigenmittelempfehlung bzw. Eigenmittelzielkennziffer sollen zwingend die Spezifika des deutschen Bankensektors und der nationalen Aufsichtspraxis berücksichtigt werden, hieß es in dem Schreiben. Insbesondere sollte eine weitere Komplexitätsreduktion für aufsichtliche Stresstests angestrebt werden, Synergien zu vorhandenen Aufsichtselementen genutzt und das Proportionalitätsprinzip für deutsche Institute im Rahmen der CRD V-Umsetzung weiter gestärkt werden. Für die DK ist es nicht nachvollziehbar, aus welchen Gründen der deutsche Gesetzgeber Anforderungen der CRD V für deutsche Institute verschärfen will und eine Erfüllung der Eigenmittelempfehlung in Form von hartem Kernkapital (CET1) verlangt. Die Empfehlung zum Vorhalten zusätzlicher Eigenmittel wird in Art. 104b CRD V nicht auf das harte Kernkapital eingegrenzt, begründete die DK ihre Kritik. Danach können auch sonstiges Kern- und Ergänzungskapital für die Unterlegung anrechenbar sein. Bei der nationalen Umsetzung der CRD V sollen grundsätzlich keine strengeren Anforderungen kodifiziert werden, als in der Richtlinie selbst vorgesehen. Laut dem Bundesfinanzministerium dient das Risikoreduzierungsgesetz der Umsetzung des sogenannten EU-Bankenpakets. Es enthält unter anderem Maßnahmen zur Risikoreduzierung im Bankensektor und zur Stärkung der Proportionalität. ù STUDIE Arbeitnehmer fürchten um ihre Jobs Weltweit werden derzeit die zum Teil massiven coronabedingten Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens gelockert. Ebenso kleine Schritte wird es brauchen, bis die Wirtschaftswelt zur Normalität zurückgekehrt ist. Viele Mitarbeiter haben Angst. Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Bain & Company fürchtet derzeit mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer in den weltweit größten Industriestaaten um ihre Jobs. In Deutschland haben Unternehmen laut Bundesagentur für Arbeit für mehr als zehn Millionen Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet. In den USA haben bereits mehr als 33 Millionen Menschen ihren Job verloren. Und in Frankreich ist fast die Hälfte der Angestellten im Privatsektor derzeit arbeitslos. Auf die Unsicherheit, die momentan herrscht, muss das Topmanagement mit großer Agilität und der Berücksichtigung verschiedener Szenarien reagieren. Es sollte nicht auf kurzfristige Effizienz, sondern auf langfristige Stabilität gesetzt werden. ù 6 06 // 2020

NEWS & TRENDS KMU-INTERESSENVERBAND Unzufriedenheit mit MiFID II Der Interessenverband kapitalmarktorientierter KMU hat sich an der Konsultation der Europäischen Kommission zur Überprüfung des MiFID II / MiFIR-Rechtsrahmens beteiligt und kritisiert die bestehenden Regelungen. Vor MiFID II war es üblich, dass Banken Vermögensverwaltern und Fondsgesellschaften Research-Dienstleistungen in Verbindung mit dem Brokerage der Wertpapiere kostenlos bereitstellten. Hierunter leiden nun die kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs), die nicht im Fokus der großen Investoren liegen, hieß es. Denn weniger Research-Coverage führt zu weniger Liquidität. Weniger Liquidität führt dazu, dass sich immer mehr Investoren aus dem KMU-Marktsegment zurückziehen. MiFID II / MiFIR erhöhen zudem den Verwaltungsaufwand für alle Anbieter von Wertpapierdienstleistungen dramatisch. Das hat zur Folge, dass eine Vielzahl an kleineren Wertpapierfirmen wegfallen, weil die einmaligen, aber auch fortlaufenden Rechtsberatungs-, Compliance- und IT-Kosten für kleinere Anbieter von Wertpapierdienstleistungen nicht mehr zu bewältigen sind. Dies hat negative Folgen insbesondere für KMU. ù ZAHL DES MONATS 75 Prozent der Deutschen versuchen in der Corina-Krise, Zahlungen mit Bargeld möglichst zu vermeiden, so eine Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. OPERATIVES ERGEBNIS Banken droht großes Minus Den deutschen Banken droht 2020 wegen der Corona-Krise ein Minus von 25 Prozent beim operativen Ergebnis, so die Experten von Roland Berger. Damit die Kosten-Ertragsrelation auf das Vorkrisen-Niveau zurückkehrt, sind Einsparungen in Höhe von 11 Mrd. Euro nötig. Das entspricht im Mittel etwa 12 Prozent der aktuellen Kostenbasis. ù AUS DER BANKENAUFSICHT Corona-Krise: Debatte über Maßnahmen der Aufsicht Zahlreiche Finanzpolitiker und internationale Standardsetzer haben im Mai im Rahmen einer Videokonferenz mit Führungskräften aus der Finanzindustrie über internationale politische Reaktionen auf die Covid-19-Pandemie beraten. In den Gesprächen ging es unter anderem darum, die Wirksamkeit der ergriffenen aufsichtsrechtlichen und sonstigen finanzpolitischen Maßnahmen, einschließlich der Erfahrungen mit deren Umsetzung, einzuschätzen, teilte die BaFin mit. Außerdem wurde erörtert, wie die Finanzinstitute die Herausforderungen, die steigende Solvabilitätsrisiken mit sich bringen, besser bewältigen können. Ferner wurden Szenarien diskutiert, die eine noch tiefere politische Koordinierung notwendig machen könnten. OPEN BANKING IN DEUTSCHLAND Banken riskieren Rückstand Die deutschen Banken laufen Gefahr, beim Open Banking den Anschluss zu verlieren. Nur 40 Prozent der Institute sehen den Service als Must-have, im Vergleich zum Durchschnitt von 64 Prozent in anderen Ländern. Das sind die Ergebnisse einer Studie von Finastra. Demnach wollen 75 Prozent der Banken in Deutschland offene Programmierschnittstellen (APIs) in den nächsten zwölf Monaten einsetzen, um Open Banking zu ermöglichen – im Vergleich zu durchschnittlich 88 Prozent in anderen Ländern. Deutsche Institute nehmen in erster Linie die fehlende Unterstützung der Branche und der Regierung als Hürde für Innovation wahr (44 Prozent). Dieser Eindruck hat sich seit 2019 verstärkt (38 Prozent). Meistgenannte Herausforderung für die Kollaboration ist für die Banken die Regulierung (34 Prozent), die auch in anderen Ländern oft genannt wird. Der weltweite Durchschnitt zeigt, dass Open Banking und Kollaboration einen hohen Stellenwert haben. So haben 89 Prozent aller Befragten Kollaboration als wichtigen Treiber für Unternehmenserfolg identifiziert. ù 06 // 2020 7

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