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diebank 05 // 2020

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

News & Trends

News & Trends UNTERNEHMENSGRÜNDUNGEN Selbst ist die Frau! Im letzten Jahr entschieden sich 4 Prozent mehr Frauen für die Selbstständigkeit als noch 2018. Das geht aus dem KfW-Gründungsmonitor 2019 hervor. „Unter allen Existenzgründungen machen Unternehmerinnen somit inzwischen einen Anteil von 40 Prozent aus. „Interessant ist dabei vor allem, aus welcher Motivation heraus Frauen den Schritt in die Selbstständigkeit wagen“, erklärte Mike Warmeling, der mit seinem Unternehmen Warmeling Consulting Gründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt. „Während bei den sogenannten Vollerwerbsgründern laut KfW für 65 Prozent der Frauen Unabhängigkeit das bedeutendste Motiv zum Gründen darstellte, waren es bei den Männern nur 45 Prozent. Diese hoffen zu 23 Prozent auf ein höheres Einkommen, was bei Frauen nur in 6 Prozent der Fälle ausschlaggebend war“, ergänzte der Experte. ù Immer mehr Frauen wagen den Sprung in die Selbstständigkeit. BANKENPAKET BdB fordert Verbesserungen FINANZTRANSAKTIONSSTEUER DK kritisiert neue Pläne Die EU-Kommission will mit ihrem Bankenpaket erreichen, dass Firmen und Bürger in der Corona-Krise leichter Kredite beantragen können. Dafür sollen einige Regeln für Banken zeitweise gelockert werden. Bei vollständiger Umsetzung der Maßnahmen könnten 2020 nach Schätzungen der EU-Kommission bis zu 450 Mrd. € zusätzliche Darlehen vergeben werden. Der Bankenverband (BdB) lobte die Beschlüsse, meldete aber Verbesserungsbedarf an. Die von EU-Kommissar Valdis Dombrovskis vorgestellten Vorschläge werden zu einer Kapitalentlastung führen, erklärte BdB- Hauptgeschäftsführer Christian Ossig. „So können sie mit dazu beitragen, dass wir die dringend benötigten Kredite an die Wirtschaft vergeben können. Doch damit die Finanzbranche weiterhin Teil der Lösung sein kann, müssen diese Maßnahmen gezielt ergänzt werden“, forderte Ossig. So sollten Förderkredite von der Berechnung der Leverage Ratio ausgenommen werden, für Zentralbankreserven sollte dies sofort und ohne Einschränkungen umgesetzt werden, sagte Ossig. Nur so ist sicherzustellen, dass Banken Förderkredite des Staats direkt an Unternehmen weitergeben können. Zudem fehlt laut Ossig ein politisches Signal bei der diesjährigen Bankenabgabe: „Sie hätte dieses Jahr ausgesetzt werden sollen. Allein mit einer Verschiebung für das Jahr 2020 hätte den Banken in der Eurozone ein zusätzliches Kreditvolumen in Höhe von bis zu 200 Mrd. € zur Verfügung gestanden. Dies hätte insbesondere die vier Hauptbeitragszahler des europäischen Abwicklungsfonds SRF deutlich entlastet“, so Ossig. Neben den französischen und deutschen Banken sind dies auch die Institute aus den stark von der Pandemie betroffenen Ländern Italien und Spanien. Positiv ist die Ankündigung, zwei wichtige Regelungen der Regulierung der Kapitalanforderungen (CRR) vorzuziehen: So müssten Investitionen in Software nicht mehr pauschal vom Eigenkapital abgezogen werden. Hier ist jedoch schnell eine praktikable Umsetzung notwendig, sagte Ossig. ù Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) hat erneut vor der Einführung einer Finanztransaktionssteuer (FTT), auch in der reduzierten Form einer reinen „Aktiensteuer“, gewarnt. Firmen und Sparer sollten besser von bürokratischen Lasten befreit werden und der Zugang zu den Kapitalmärkten erleichtert werden. Finanzminister Olaf Scholz hatte, um die Zahl der Unterstützer in Europa zu erhöhen, zuerst einen finanziellen Ausgleich unter den Teilnehmerstaaten zur Kompensation der Kosten kleinerer Länder aufgenommen. Jetzt wurde der Richtlinienentwurf ergänzt, sodass alle Staaten, die bereits eine Steuer auf Finanzinstrumente erheben, den neuen Vorschlag unterstützen können, dabei aber ihre nationale Regelung weiterführen können. Sie müssten die im Wege der verstärkten Zusammenarbeit verabschiedete Regelung danach nicht umsetzen. Auch ist es diesen Staaten möglich, über die vereinbarte Regelung, etwa durch Besteuerung weiterer Finanzinstrumente, hinauszugehen. Dadurch droht in Europa ein Flickenteppich verschiedener inhaltlich nicht abgestimmter Regelungen. ù 6 05 // 2020

NEWS & TRENDS UMFRAGEN Pandemie schadet Mittelstand Die Corona-Pandemie setzt dem deutschen Mittelstand zu: Über 2,2 Millionen Mittelständler (58 Prozent) verzeichneten im März Umsatzeinbußen aufgrund der Eindämmungsmaßnahmen. Im Durchschnitt ging den Firmen etwa die Hälfte (53 Prozent) der üblicherweise im März zu erwartenden Umsätze verloren. Das entsprach etwa 39.000 € je Unternehmen. Insgesamt büßte der Mittelstand damit im März ca. 75 Mrd. € oder 2 Prozent seiner Jahresumsätze ein. Das geht aus einer Befragung von KfW Research hervor. Sollten die Umsatzeinbrüche weiterhin auf ähnlichem Niveau bleiben, reichen die Liquiditätsreserven bei der Hälfte der Firmen noch bis Ende Mai. Laut einer Umfrage der Strategieberatung Oliver Wyman sind fast 70 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Deutschland stark von der Corona-Krise betroffen. Über 50 Prozent der befragten Firmen gaben an, akuten Bedarf an Förderkrediten zu haben – weitere 26 Prozent sahen potenziellen Bedarf, sollte sich die Situation nicht schnell verbessern. Insbesondere die Kunst-und Unterhaltungsbranche sowie das Gastgewerbe leiden stark unter der Ausahmesituation, so die Befragung. ù ZAHL DES MONATS 16,5 Prozent betrug die Kernkapitalquote der deutschen Banken laut Bundesbankpräsident Jens Weidmann Ende letzten Jahres. (Quelle: Deutsche Bundesank) CORONA-HILFSORGANISATIONEN DWS spendet Geldbeitrag Um einen Beitrag zu leisten, die Folgen der Corona-Pandemie zu mildern, wird die DWS Group (DWS) 1 Mio. € an gemeinnützige Organisationen in Länder spenden, die stark von der Pandemie betroffen sind. Der Schwerpunkt der Hilfe liegt dabei auf Organisationen, die die Grundversorgung für sozial benachteiligte Menschen sicherstellen. ù AUS DER BANKENAUFSICHT EIOPA verschiebt Solvency-II-Review Die Europäische Versicherungsaufsichtsbehörde EIOPA wird der EU-Kommission erst Ende Dezember 2020 ihre finalen Technischen Empfehlungen für den Review des europäischen Aufsichtsregimes für Versicherer, Solvency II, vorlegen. Aufgrund des Corona-Virus ist der bisherige Termin 30. Juni 2020 nicht zu halten, da auch die Folgen der Pandemie für das Versicherungsgeschäft abgeschätzt werden sollen, so die BaFin. EIOPA hatte bereits im letzten März bekanntgegeben, die Frist für das Informationsersuchen zur ganzheitlichen Folgenabschätzung bis zum 1. Juni 2020 zu verlängern. Sie ergänzt die laufende Abfrage um eine fokussiertere Datenerhebung mit Stichtag 30. Juni 2020, die sie von Juli bis Mitte September 2020 durchführt. DEUTSCHE AKTUARVEREINIGUNG Versicherer spüren Pandemie Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf die deutschen Versicherungen. So gibt es in der Branche große Sorge über schwere Verwerfungen an Kapitalmärkten. „Die deutschen Versicherer werden die Folgen der Corona-Pandemie spüren. Aber als existenzbedrohend schätzen wir die Auswirkungen nicht ein“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV), Dr. Guido Bader. Denn derartige Pandemien und deren Folgen sind in den Katastrophen-Szenarien des europaweit gültigen Aufsichtsregimes Solvency II bedacht und werden von den Aktuarinnen jedes Jahr im Rahmen des Risikomanagements berücksichtigt, so Bader. Grundsätzlich besorgt zeigte sich der DAV-Vorstandschef den Angaben zufolge über die schweren Verwerfungen an den Kapitalmärkten: „Das Zinsniveau war in den vergangenen Monaten bereits extrem niedrig, und der Druck hat durch die coronabedingten Markteingriffe der EZB weiter zugenommen. Wir haben im Moment einen Anlagenotstand, und dieser wird kurz bis mittelfristig anhalten beziehungsweise sich eher weiter verschärfen.“ ù 05 // 2020 7

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