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diebank 05 // 2019

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MARKT Von der Bank zum

MARKT Von der Bank zum FinTech Dr. Andreas Dombret Deposit Solutions GmbH, Hamburg So viel Prominenz war dem Hamburger FinTech Deposit Solutions Ende Januar 2019 sogar eine eigene Pressemitteilung wert. Dr. Andreas Dombret, bekannter Bankmanager und deutsch-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, wird das 2011 von Dr. Tim Sievers gegründete Unternehmen als Berater unterstützen. Als ehemaliger Bundesbankvorstand und mit mehr als 30 Jahren Berufserfahrung im Banking sei Dombret ein weltweit anerkannter Experte für Banken und das globale Finanzsystem. Der 59-Jährige werde Deposit Solutions bei der strategischen Geschäftsentwicklung beraten. Dabei geht es vor allem um die Internationalisierung und die Entwicklung der Plattform. Im laufenden Jahr will der Betreiber der Zinsportale Savedo und Zinspilot in die USA und nach Großbritannien expandieren. Vor der Bundesbank war der gebürtige Amerikaner als Investmentbanker unter anderem bei Rothschild und der Bank of America aktiv. Beim Engagement bei Deposit Solutions und einigen weiteren Beratermandaten, die er bereits angenommen hat, dürfte es nicht bleiben. Im Mai 2019 ist Dombrets einjährige Abkühlungsphase abgelaufen, die Bundesbank-Vorstände nach dem Ausscheiden einhalten müssen. Stefan Mühlemann Loanboox GmbH, Zürich/Köln Nur gut zwei Jahre hat der ehemalige UBS-Banker Stefan Mühlemann benötigt, dann durchbrach sein FinTech mit einer Bewertung von gut 100 Mio. € bereits eine erste Schallmauer. Bei der Kreditplattform Loanboox, an der seit der jüngsten 20-Mio.-€-Finanzierungsrunde auch die Deutsche Kreditbank und die Liechtensteiner LGT Gruppe beteiligt sind, können öffentlich-rechtliche Körperschaften, Großunternehmen, institutionelle Investoren und Banken Kreditanfragen stellen. Kreditgeber sehen diese Anfragen und geben Angebote ab. Werden sich beide Parteien einig, schließen sie direkt über die Plattform einen Vertrag miteinander ab. Loanboox verdient bei erfolgreicher Transaktion über eine Provisionszahlung der Kreditnehmer. Ein Viertel der auf der Plattform aktiven Kreditgeber sind laut Mühlemann Banken. Die Idee zu Loanboox war ihm im Urlaub im Liegestuhl gekommen. „Fast alles wurde bereits digitalisiert. Nur die Kapitalmärkte funktionierten noch immer so, wie vor 50 Jahren: intransparent, teuer, kompliziert und unsicher. Dies wollte ich ändern – spezifisch für die öffentliche Hand, institutionelle Anleger und Banken.“ Zu den Business Angels des FinTechs gehört u.a. Berater Roland Berger. Heute sind ca. 50 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in der Schweiz, ist über seine Kölner Tochter aber auch in Deutschland aktiv. 12 05 // 2019

MARKT Jan Enno Einfeld Finiata GmbH, Berlin Chris Bartz Elinvar GmbH, Berlin Auf seinem Xing-Profilbild zeigt sich Jan Enno Einfeld noch im bankertypischen dunkelblauen Blazer. Den braucht er jetzt nicht mehr. Im September 2018 wechselte der 41-Jährige als CEO zu finiata. Seitdem kommt er in Jeans, legeren V-Pullis, Hemd und Sneakern zur Arbeit. Nach seinem Ausstieg bei der Quickborner comdirect bank nahm er erst einmal eine Auszeit für die Familie und arbeitete kurz als Berater. Bei der comdirect hatte der Diplom-Kaufmann zuletzt als Bereichsleiter Investing den Robo-Advisor des Instituts auf den Weg gebracht und zuvor im Trading, in Beratungsfeldern und der Anlageberatung Erfahrung gesammelt. Den Grundstein für die Bankkarriere legte Einfeld schon vor dem BWL-Studium in Kiel mit einer Lehre bei der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde. Schon früh war Chris Bartz klar, dass er unternehmerische Verantwortung übernehmen und gestalten will. „Entscheidend für mich war die Frage: Wie kann ich meine Stärken am besten einbringen? Die Digitalisierung in Kombination mit meinem Background in Strategie und Finanzdienstleistungen bot die perfekte Chance“, sagt der Geschäftsführer von Elinvar, das für Banken wie Warburg eine digitale Plattform für die Vermögensanlage bietet. Vor der Gründung des FinTechs hatte der heute 42-Jährige gut ein Jahr Erfahrungen in der noch jungen Branche gesammelt, zunächst als Chief Marketing Officer und schließlich als Venture Partner beim Berliner Seriengründer finleap von Ramin Niroumand. Begonnen hat der Wirtschaftswissenschaftler seine Karriere jedoch in der Bankbranche. Nach zehn Jahren beim Branchenprimus Deutsche Bank und einem kurzen Zwischenstopp bei der Dresdner Bank folgte eine sechsjährige Station bei der Weberbank und ihrer Eigentümerin, der Mittelbrandenburgischen Sparkasse. Für die Gruppe leitete Bartz die Unternehmensstrategie und die Kommunikation. An der Gründung gereizt hat den sportbegeisterten Vater von zwei Töchtern vor allem auch die ganz andere Unternehmenskultur. „Sobald man ein Unternehmen gründet, das mehr als nur zwei Mitarbeiter erfordert, stellt sich die Frage, wie man Menschen für sich und seine Idee begeistert, sie motiviert und dann gemeinsam das Unternehmen weiterentwickelt.“ Vergangenes Jahr habe sich zum Beispiel das Team auf knapp 80 mehr als verdoppelt. „Das führt zu vielen Herausforderungen, an denen ich auch persönlich gewachsen bin.“ Als „Außenminister“ Elinvars engagiert sich Bartz gleichzeitig für die Entwicklung eines leistungsfähigen Ökosystems für FinTechs und Digital Banking. Im FinTechRat, den das Bundesfinanzministerium im März 2017 ins Leben rief, um sich zu Fragen digitaler Finanztechnologien beraten zu lassen, übernahm Bartz zum Beispiel jüngst den Vorsitz. Roland Folz solarisBank AG, Berlin Als Vorstand beim Digital-Pionier Direktanlage Bank hat Roland Folz, CEO der solarisBank, die erste Welle der durch das Internet getriebenen Innovation schon in den 1990er-Jahren im Finanzwesen aktiv mitgestaltet. „Die Motivation des Teams, ein grundlegend neues Produkt aufzubauen und am Markt zu etablieren, ist für mich sehr mit dem heutigen Spirit in einem FinTech wie der solarisBank vergleichbar“, sagt der 55-Jährige. Des Weiteren habe er als CEO der Mercedes-Benz Bank die Idee des kontextuellen Bankings, also das Verfügbarmachen von Finanzdienstleistungen im Nutzungskontext des Konsumenten, vorangetrieben, da Autobanken deutlich stärker als die meisten Finanzinstitute die Verbindung von Banking und nutzbarem Gut forciert haben. Für ihn war der Wechsel zu einer Banking-as-a-Service-Plattform deshalb kein Sprung ins kalte Wasser. Nach zwei Jahren fällt seine Bilanz positiv aus. Einerseits schätzt Folz das große Vertrauen, das die Kunden, der Markt und auch die starken Investoren der Bank entgegenbringen. Andererseits sei es das motivierte und talentierte Team, mit dem er sehr gern zusammenarbeite und das ihn jeden Tag aufs Neue inspiriere und motiviere. „Die unternehmerische Verantwortung bei einem jungen Unternehmen ist enorm und lässt mich härter arbeiten als je zuvor.“ 05 // 2019 13

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