Aufrufe
vor 3 Monaten

diebank 04 // 2020

  • Text
  • Diebank
  • Bafin
  • Anforderungen
  • Creditshelf
  • Deutschland
  • Icaap
  • Deutschen
  • Unternehmen
  • Risiken
  • Institute
  • Banken
die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MANAGEMENT genswerte,

MANAGEMENT genswerte, mit denen nachhaltige Tätigkeiten finanziert werden. Bei der Offenlegung emissionsbezogener KPIs sollten sich Finanzinstitute auf ihre Scope-3-Emissionen fokussieren. Die Leitlinien sind bisher zwar unverbindlich, jedoch haben erste Aktivitäten zu einer möglichen Überarbeitung der NFRD in Form eines „Inception Impact Assessment“ bereits begonnen. Die Kommission beschreibt darin verschiedene politische Optionen, wie die nichtfinanzielle Berichterstattung um Nachhaltigkeitsrisiken, -chancen und deren Auswirkungen erweitert werden könnten. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Messlatte zukünftig höher liegen wird. Szenarioanalyse und Stresstesting Sowohl die TCFD als auch die EBA und die Ba- Fin betonen die Notwendigkeit, vorausschauende Einschätzungen der Klimarisiken vorzunehmen. Die EBA ermutigt die Institute sogar, sich im Rahmen der Risikobewertung der EU-Banken im Jahr 2020 aktiv an der freiwilligen Sensitivitätsanalyse für Klimarisiken zu beteiligen. Laut BaFin-Merkblatt sollten unternehmensindividuelle Szenarioanalysen durchgeführt werden. Die Szenarien sollten ausgehend vom Geschäftsmodell und Risikoprofil des Instituts festgelegt werden. Sofern Nachhaltigkeitsrisiken zur Wesentlichkeit traditioneller Risiken beitragen, sind diese Szenarien auch in die regelmäßigen sowie anlassbezogenen Stresstests zu integrieren. Institute können sich in diesem Zusammenhang die folgenden Fragen stellen: Bilden die bestehenden unternehmensindividuellen Stresstests Nachhaltigkeitsrisiken bereits in geeigneter Weise ab? Ist schon ein verstärkter Einsatz von langfristigen Szenarioanalysen angedacht worden? Können beide Fragen nicht mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden, besteht Handlungsbedarf. Als analytischer Rahmen kann z. B. das „Biennial Exploratory Scenario 2021“ (BES 2021) 5 der Bank of England herangezogen werden, dessen Szenarien auf Arbeiten des NGFS basieren, die im April 2020 veröffentlicht werden sollen. Hierbei sind zwei Dimensionen relevant: die Art (geordnet oder abrupt) und die Stärke des Übergangs (Klimaziele werden erreicht oder nicht). In diesem BES 2021 werden konkret folgende Punkte betrachtet: (i) geordneter Übergang, Klimaziele werden erreicht; (ii) ein um zehn Jahre verzögerter, abrupter Übergang unter Einhaltung der Klimaziele sowie (iii) die Klimaziele werden verfehlt. Auch wenn diese Narrative für regulatorische Zwecke entwickelt wurden, könnten sie als Ausgangspunkt für unternehmensindividuelle Stresstests mit einer konsistenten Kombination von Klima-, makroökonomischen und Finanzmarkt-Variablen (wie CO2-Preis, Inflation oder Wechselkurse) dienen. Um im BES 2021 die Auswirkungen des Klimarisikos einzuschätzen, werden Momentaufnahmen der Wertänderung des Bankvermögens unter dem Szenario ermittelt. Hierbei wird von einer statischen Bilanz ausgegangen, sodass sich die nominale Größe und die Zusammensetzung der Bilanz im Zeitverlauf nicht ändern. Die Szenarien werden über einen 30-Jahres-Modellierungshorizont (2020 bis 2050) alle fünf Jahre ausgewertet. Um auch schwerwiegende Effekte physischer Risiken nach 2050 adäquat zu berücksichtigen, werden deren Auswirkungen durch entsprechende Kalibrierung dem Jahr 2050 zugerechnet. FAZIT Nachhaltigkeit rückt auf allen Ebenen mehr in den Fokus. Nicht nur aufgrund aufsichtsrechtlicher Aktivitäten, sondern auch durch die Erwartungen von Kunden und Investoren sind ESG- und Klimarisiken aus dem Wortschatz von Banken nicht mehr wegzudenken. So berücksichtigen 95 Prozent der Institute Nachhaltigkeit auf die eine oder andere Weise in ihrer Geschäftsstrategie. 2 Umso erstaunlicher ist es jedoch, dass weniger als 20 Prozent der Institute Klimarisiken bereits in ihrem Risikomanagement abgebildet haben. Und dies, obwohl mehr als 70 Prozent einen umfassenden Ansatz aufgrund der potenziell signifikanten Auswirkungen für ihr Geschäftsmodell für erforderlich halten. Doch auch wenn Banken sich mit der Implementierung bisher noch zurückhalten, wird der regulatorische Druck weiter steigen und in Zukunft ein Handeln von Banken einfordern. Die Richtung der Aufsicht ist klar. Es lohnt sich, sich bereits jetzt mit der Berücksichtigung in Strategie und Risikomanagement, der Integration in die Berichterstattung sowie der Einbeziehung in Szenarioanalyse und Stresstesting zu beschäftigen. Autoren Jasmina Klein ist Managerin bei der Unternehmensberatung dfine, Frankfurt, mit Schwerpunkt Sustainable Finance, Nachhaltigkeitsrisiken und makroökonomisches Stresstesting. Dr. Ari Pankiewicz ist Leiter Sustainable Finance im gleichen Unternehmen und Experte für die Integration von ESG-Faktoren in Anlageentscheidungen, Risikomanagement und Aufsichtspraxis. 1 BaFin: Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken (2019). 2 European Banking Authority: Sustainable Finance Market Practices (2020). 3 TCFD: Recommendations of the Task Force on Climate-related Financial Disclosures (2017). 4 European Commission: Guidelines on non-financial reporting - Supplement on reporting climate-related information (2019). 5 Bank of England: The 2021 biennial exploratory scenario on the financial risks from climate change (2019). 34 04 // 2020

MANAGEMENT Unsere Webinare Datennutzung und Datenanalyse in Kreditinstituten Donnerstag, 14. Mai 2020, 14:00 bis 16:00 Uhr Wenn es um die Nutzung wertvoller Informationen und Kundendaten im Rahmen von Big Data und KI-Anwendungen geht, müssen die Anforderungen des Datenschutzes erfüllt werden. Im Webinar erfahren Sie nicht nur, welche Daten Sie sinnvoll nutzen können und wie Sie diese strukturieren, sondern auch, welche Datenschutzanforderungen Sie bei der Analyse und Programmierung von Anwendungen erfüllen müssen und wie Sie dies technisch umsetzen. Es referieren: Dominik Lamp | Referat Technik, Die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen Dr. Oliver Maspfuhl | Chapter Lead Data Scientist, Commerzbank AG Benutzerberechtigungsmanagement Anforderungen und Beispiele aus der Bankpraxis Donnerstag, 18. Juni 2020, 14:00 bis 16:00 Uhr Sie erhalten einen Überblick über die Grundlagen des Benutzerberechtigungsmanagements, die regulatorischen Anforderungen sowie deren Umsetzung in einem Identity- und Access-Management-System (IAM). Dabei werden Benutzerberechtigungskonzepte, Genehmigungs- und Kontrollprozesse, die Rezertifizierung und der Umgang mit Mitarbeitern, die die Abteilung wechseln oder das Unternehmen verlassen, erläutert. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Privileged Access Management. JETZT Es referiert: Alexandros Manakos | HSBC Deutschland ANMELDEN! Anmeldung und Information: per Fax: 0221-5490-315 | Tel.: 0221-5490-133 (Stefan Lödorf) | events@bank-verlag.de events@ bank-verlag.de Bank-Verlag GmbH | www.bv-events.de 04 // 2020 35

die bank

diebank 01 // 2020
die bank 02 // 2020
die bank 03 // 2020
diebank 04 // 2020
diebank 05 // 2020
die bank 01 // 2019
die bank 02 // 2019
die bank 03 // 2019
die bank 04 // 2019
die bank 05 // 2019
KINOTE 01.2019
die bank 06 // 2019
diebank 07 // 2019
diebank 08 // 2019
diebank 09 // 2019
diebank 10 // 2019
KINOTE 02.2019
die bank 01 // 2018
die bank 02 // 2018
die bank 03 // 2018
die bank 04 // 2018
die bank 05 // 2018
die bank 06 // 2018
die bank 07 // 2018
die bank 08 // 2018
die bank 09 // 2018
die bank 10 // 2018
die bank 01 // 2017
die bank 02 // 2017
die bank 03 // 2017
die Bank 04 // 2017
die bank 05 // 2017
die bank 06 // 2017
die bank 07 // 2017
die bank 08 // 2017
die Bank 09 // 2017
die bank 10 // 2017
die bank 01 // 2016
die bank 02 // 2016
die bank 03 // 2016
die bank 04 // 2016
die bank 05 // 2016
die bank 06 // 2016
die bank 07 // 2016
die bank 08 // 2016
die bank 09 // 2016
die bank 10 // 2016
die bank 11 // 2016
die bank 12 // 2016
die bank 01 // 2015
die bank 02 // 2015
die bank 03 // 2015
die bank 04 // 2015
die bank 05 // 2015
die bank 06 // 2015
die bank 07 // 2015
die bank 08 // 2015
die bank 09 // 2015
die bank 10 // 2015
die bank 11 // 2015
die bank 12 // 2015

© die bank 2014-2020