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diebank 04 // 2020

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

MANAGEMENT SANIERUNG VON

MANAGEMENT SANIERUNG VON GOLFANLAGEN Keine Bank gewährt Kredite für Schönheitsreparaturen Mehr als 60 Prozent der in Deutschland bestehenden mehr als 700 Golfplätze sind 25 Jahre alt oder älter. Auf vielen älteren Anlagen müssten dringend die baulichen Elemente saniert werden. Die dafür notwendigen Investitionen können je nach Umfang im bis zu siebenstelligen Bereich liegen. Nicht alle Träger und Betreiber von Golfanlagen sind imstande, solche Investitionen zu 100 Prozent aus Eigenmitteln zu finanzieren. An dieser Stelle kommen Kreditfinanzierungen ins Spiel. 24 04 // 2020

MANAGEMENT Bei Golfanlagen handelt es sich um sogenannte „Freizeitimmobilien“. Nach der Beleihungswertermittlungsverordnung (BelWertV, Anlage 2 zu § 12 Abs. 2) wird die Nutzungsdauer von Freizeitimmobilien (u. a. Sportanlagen) mit 15 bis 30 Jahren angesetzt. In der Praxis haben Golfanlagen jedoch eine weitaus längere wirtschaftliche Nutzungsdauer. Der älteste in Deutschland existierende Golfplatz im Kurpark von Bad Homburg v. d. Höhe stammt aus dem Jahr 1893. Bei aller Langlebigkeit von Golfplätzen darf jedoch nicht übersehen werden, dass diese nicht nur der laufenden Pflege und Unterhaltung bedürfen, sondern auch eine turnusmäßige Sanierung ihrer baulichen Elemente durch fachkundige Maßnahmen benötigen. Während Erneuerungszyklen zum Beispiel von Hotels branchenüblich definiert sind (Sanierungen: nach 7 Jahren „Soft“ / nach 14 Jahren „Full“ / nach 20 Jahren „Hard“), gibt es in der deutschen Golfplatzbranche für die wirtschaftliche Nutzungsdauer einzelner Elemente von Golfplätzen (Grüns, Abschläge, Fairways, Sandbunker, etc.) keine entsprechenden Leitlinien. In den USA schätzt die American Society of Golf Course Architects (ASGCA) die Nutzungsdauer („Life Cycle“) von Grüns mit „15 bis 30 Jahren“, der Abschläge mit „15 bis 20 Jahren“ und der Bewässerungsanlagen mit „10 bis 30 Jahren“ ein. Der tatsächliche Sanierungsbedarf einzelner Elemente von Golfplätzen ist indessen abhängig von zwei Faktoren: von der Qualität der Bauausführung bei der Herstellung der jeweiligen Elemente sowie von der Intensität und Effizienz ihrer Pflege und Unterhaltung im laufenden Betrieb. Anlagen stark veraltet Zurzeit gibt es in Deutschland 722 Golfanlagen. 444 dieser Flächen wurden bis zum Jahr 1995 in Betrieb genommen. Mithin sind mehr als 60 Prozent aller deutschen Golfanlagen heute ein Vierteljahrhundert alt oder älter. ÿ 1 Hierzulande gibt es zweifellos Plätze, die auf hohem baulichem Niveau hergestellt wurden und stets mit hohem Engagement unterhalten werden. Dennoch führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei: In die Jahre gekommene deutsche Golfanlagen müssen früher oder später saniert werden. Dafür gibt es im Wesentlichen drei ausschlaggebende Faktoren: 1. Golfplätze bedürfen der Anpassung an über die Jahrzehnte geänderte Bedürfnisse und Anforderungen der Golfspieler. 2. „Bausünden“ und Fehlplanungen müssen korrigiert werden. Der Golfplatz-Bau- Boom der frühen 90er Jahre hatte fatale Folgen. 3. Die Areale bedürfen der Einstellung und Vorbereitung auf langanhaltende trockene und heiße Sommer. Die Erneuerung von Golfplatz-Elementen kann u. a. aus diesen Gründen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) notwendig werden: Z Grüns Alterserscheinungen, relativ kleine Grüns, nur schwach bewegte Puttflächen („Pfannkuchen-Grüns“), Fehler im Aufbau von Grüns, nicht mehr zeitgemäße Rasensorten, Fremdgräser im Bestand, minderwertige Rasenzustände, Pflegemängel, z. B. wasserundurchlässige „Black Layer“-Sperrschicht Z Bunker Hoher Pflegeaufwand (insbesondere der Bunkerkanten), mangelhafte Drainage, kontaminierter Sand, fehlerhafter Unterbau, nicht mehr zeitgemäße Lage, überholtes Design 04 // 2020 25

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