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die bank 12 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

ó BERUF & KARRIERE

ó BERUF & KARRIERE Stabile Vergütungsniveaus in der Finanzbranche PERSONAL Am 10. August 2016 wurde der lange erwartete Entwurf der Neufassung der dritten Institutsvergütungsverordnung (InstitutsVergV) durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht veröffentlicht. Mit der Neufassung werden die europäischen Anforderungen der EBA Guidelines on Sound Remuneration Policies mit Wirkung zum 1. Januar 2017 in deutsches Recht umgesetzt. Inhaltlich zeichnet sich dabei eine weitere Verschärfung der regulatorischen Anforderungen an die Vergütungssysteme ab. Zwischen den Regulierungswellen der zweiten und dritten InstitutsVergV sind die Vergütungsniveaus der Banken in Deutschland stabil geblieben. Dabei sind auf allen Verantwortungsstufen – vom Vorstand über das Top-Management bis hin zu den mittleren Führungskräften – moderate Vergütungszuwächse zu verzeichnen. Petra Knab-Hägele | Carsten Roth | Carolin Zell Keywords: Vergütungssysteme, Regulierung, Personal, Beauftragtenwesen Die Grund- und Direktvergütungen der Vorstandsmitglieder in Banken haben sich im Jahresvergleich 2015 auf 2016 insgesamt nur leicht erhöht. 1 Dabei sind die Bezüge der Vorstandsvorsitzenden etwas stärker gestiegen als die der Ordentlichen Vorstandsmitglieder. Die marktübliche Direktvergütung für Vorstandsvorsitzende der 50 größten Banken in Deutschland liegt im Median bei 655.000 €, die für Ordentliche Vorstandsmitglieder bei 510.000 €. Vorstandsvorsitzende verdienen somit aktuell etwa 25 bis 40 Prozent mehr als Ordentliche Vorstandsmitglieder ” 1. Die Vergütungshöhen sind dabei erheblich von institutsspezifischen Besonderheiten abhängig, insbesondere Geschäftsmodell, Internationalität und Größe. Verschiedene Vergütungsstrategien und Unternehmenserfolge führen darüber hinaus zu sehr unterschiedlichen Höhen der variablen Vergütung der Vorstände. Das durchschnittliche Verhältnis von variablen und fixen Vergütungsbestandteilen beträgt für Bankvorstände etwa 50 Prozent und liegt damit deutlich unter der regulatorisch geforderten Höchstgrenze von 100 bzw. 200 Prozent. Insgesamt blieb das Verhältnis im Jahresvergleich stabil. Vergütungsentwicklungen im Top-Management Der Begriff des Top-Managements schließt die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands ein. In dieser Personengruppe gab es 2016 bei den Grundvergütungen mit einem Plus von etwa 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Wachstum. Bei Bereichsleitern und anderen Funktionen mit direkter Berichtslinie zur Geschäftsleitung sowie bei Abteilungsleitern liegt der Marktmedian der Direktvergütungen etwa 4 bis 5 Prozent über dem Vorjahr. Grund hierfür sind die etwas stärker angestiegenen variablen Vergütungsbestandteile. Für die erste Berichtsebene liegen die marktüblichen Direktvergütungen im Median bei 300.000 €. Auf der nachgelagerten Ebene der Abteilungsleiter beträgt der Vergleichswert 180.000 €. Damit werden Bereichsleiter etwa 67 Prozent höher vergütet als Abteilungsleiter ” 2. Die variable Vergütung beträgt in der Regel zwischen 30 und 50 Prozent der Fixvergütung. Die Vergütungshöhen verschiedener Geschäfts- und Funktionsbereiche unterscheiden sich dabei ebenfalls sehr deutlich. Die höchsten Werte finden sich erwartungsgemäß im Investment Banking und Kapitalmarktgeschäft. Hier verdienten die Bereichsleiter in der Direktvergütung im Median rund 510.000 € (Kapitalmarktgeschäft) bzw. 415.000 € (Investment Banking). Der Anteil der Risikoträger im Top-Management ist im Jahresvergleich zwischen 2015 und 2016 relativ konstant geblieben. Von den Bereichsleitern wurden 90 Prozent und von den Abteilungsleitern 50 Prozent entsprechend den Vorgaben der InstitutsVergV als „Mitarbeiter mit materiellem Einfluss auf das Risikoprofil des Instituts“ identifiziert. In den letzten Jahren hatte es im Zug der Umsetzung der InstitutsVergV 2.0 noch deutliche Zuwächse insbesondere bei dem Risikoträgeranteil unter den Abteilungsleitern gegeben. Im Top Management erhalten Risikoträger eine Direktvergütung, die um 16 bis 17 Prozent über der der nicht als Risikoträger identifizierten Führungskräfte liegt. 66 diebank 12.2016

BERUF & KARRIERE ó Vergütungsentwicklungen im mittleren Management und bei Professionals Im mittleren Management sind die Direktvergütungen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls moderat angestiegen. Der Marktmedian lag ca. 3 bis 4 Prozent oberhalb des Vorjahreswerts. Die variablen Vergütungsbestandteile schwanken bei den Funktionen im Middle Management im Median zwischen 9 und 22 Prozent der Grundvergütung. Die marktübliche Direktvergütung für Teamleiter und Senior Professionals liegt im Marktmedian bei 130.000 €, für Professionals bei rund 100.000 € und für Funktionen im unteren AT-Bereich bei etwa 80.000 €. Die Progression der Vergütung von einer AT-Stufe zur nächsten beträgt 25 bzw. 30 Prozent, der Sprung vom mittleren ins Top- Management wird mit einer knapp 40 Prozent höheren Direktvergütung honoriert. Wie beim Top Management unterscheiden sich auch im mittleren Management und bei Professionals die Werte der verschiedenen Geschäfts- und Funktionsbereiche erheblich. Die höchsten Vergütungswerte finden sich ebenfalls im Investment Banking und im Kapitalmarktgeschäft ” 3. Auch im mittleren Management ist der Anteil der Risikoträger weitgehend konstant geblieben. Unter den Teamleitern wurden 13 Prozent als Risikoträger identifiziert, bei den anderen AT-Mitarbeitern liegt die Quote im Durchschnitt bei einem Prozent. 1 Vergütungshöhen für den Vorstand ausgewählter Top-50-Banken in Deutschland 2016 (in 1.000 €) Vorstandsvorsitzender Ordentliches Vorstandsmitglied 2 Grundvergütung (in T€) Direktvergütung (in T€) 1. Quartil Median 3. Quartil 1. Quartil Median 3. Quartil 305 420 705 480 655 930 1. Quartil Median 3. Quartil 1. Quartil Median 3. Quartil 235 395 510 405 510 865 Vergütungshöhen für das Top-Management ausgewählter Top-50-Banken in Deutschland 2016 (in 1.000 €) Bereichsleiter Abteilungsleiter 3 Grundvergütung (in T€) Direktvergütung (in T€) 1. Quartil Median 3. Quartil 1. Quartil Median 3. Quartil 170 215 255 245 300 435 1. Quartil Median 3. Quartil 1. Quartil Median 3. Quartil 120 140 160 150 180 220 Vergütungshöhen für das Middle Management & Professionals ausgewählter Top-50-Banken in Deutschland 2016 (in 1.000 €) Konsequenzen der neuen Institutsvergütungsverordnung Durch die anstehende Novellierung der InstitutsVergV, die ab Januar 2017 in Kraft treten wird, kommen in den nächsten Monaten weitere erhebliche Herausforderungen auf die Personalabteilungen der Institute zu. So muss beispielsweise in allen CRR-Instituten eine Identifikation von Risikoträgern erfolgen. Für die Geschäftsund Bereichsleiter bedeutender Institute müssen die Zurückbehaltungszeiträume für die variable Vergütung auf mindestens Teamleiter/ Senior Professional Professional AT-Einstieg Grundvergütung (in T€) Direktvergütung (in T€) 1. Quartil Median 3. Quartil 1. Quartil Median 3. Quartil 90 110 120 110 130 150 1. Quartil Median 3. Quartil 1. Quartil Median 3. Quartil 80 90 100 95 100 115 1. Quartil Median 3. Quartil 1. Quartil Median 3. Quartil 70 75 75 75 80 90 12.2016 diebank 67

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