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die bank 12 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

ó BERUF & KARRIERE fi

ó BERUF & KARRIERE fi ÜBERSICHT RISK-TAKER-ANZAHL AUSGEWÄHLTER TOP-30-BANKEN 2015 ” 3 NRW.Bank Postbank Konzern Deutsche Pfandbriefbank AG 89 94 99 ING-DiBA DKB Deutsche Kreditbank AG Santander Consumer Bank AG Haspa Finanzholding VW Financial Services Landesbank Berlin AG Deka Bank Konzern Aareal Bank Konzern 103 133 140 162 170 175 203 233 NORD/LB 249 LBBW 276 Helaba Bayern LB Konzern 282 363 DZ Bank Konzern 396 Unicredit Bank AG 486 HSH Nordbank 516 Commerzbank Konzern 1.171 Deutsche Bank Konzern 3.005 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 Übersicht Risk-Taker-Anzahl ausgewählter Top-30-Banken 2015. 60 diebank 12.2016

BERUF & KARRIERE ó Risk-Taker-Vergütung im Praxistest REGULIERUNG Aus Sicht der Aufseher hatten falsche Anreizsysteme vieler Banken die Verwerfungen an den Finanzmärkten in der letzten Finanzkrise ausgelöst oder zumindest verstärkt. Als Folge wurden die Vergütungssysteme von Banken seit 2009 in immer neuen Wellen reguliert. Im Mittelpunkt der Interventionen der Aufseher stehen die sogenannten Risk Taker, d. h. die Personen, die durch ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten das Risikoprofil des Instituts beeinflussen. Die bisherigen bereits sehr umfassenden Vorschriften für die Risk-Taker-Vergütung werden im Rahmen der aktuellen Novelle der Institutsvergütungsverordnung (InstitutsVergV) zum 1. Januar 2017 erneut verschärft. Danach müssen ab 2017 erstmals auch alle kleineren und mittleren (nicht bedeutenden) Institute ihre Risk Taker identifizieren und deren Vergütungen offenlegen. Zudem werden die ohnehin schon komplexen zeitlich-inhaltlichen Auszahlungsbedingungen der variablen Vergütung insbesondere für die Risk Taker im Top-Management der bedeutenden Institute weiter verschärft. Dieser Beitrag ist eine kritische Bestandsaufnahme der bisherigen Praxis in der Risk-Taker-Vergütung und gewährt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung. Werner Klein Keywords: Personal, Vergütung, Regulierung Durch die Verknüpfung der Vergütungssysteme mit dem Risikomanagement (§ 25a Abs. 1 KWG) wollen die Regulatoren Fehlanreize vermeiden, die aus dem Eingehen unverhältnismäßig hoher Risiken zur Optimierung der variablen Vergütung resultieren können. Die Vergütungsregulatorik stellt deshalb insbesondere Anforderungen an die Vergütung der Risk Taker. In der Praxis handelt es sich bei dieser Personengruppe neben den Mitgliedern der Aufsichts- und Geschäftsleitungsgremien um weitere Führungskräfte und Senior-Experten in den geschäftsgenerierenden Markteinheiten sowie den Kontrolleinheiten. Für diese neuralgische Personengruppe haben Gesetzgeber und Aufsicht dezidierte Vorgaben erlassen, die die Identifizierung der relevanten Personen (Selektion), die Ausgestaltung der Vergütungssysteme (Erfolgsmessung und Auszahlung) und die externe Offenlegung von Vergütungsangaben verbindlich regeln ” 1. Die InstitutsVergV konkretisiert vor allem in ihren §§ 18 bis 20 eine Reihe von Umsetzungsbestimmungen zur Risk-Taker-Vergütung. Darüber hinaus sind für die Risk-Taker-Vergütung diverse Guidelines und Regulatory Standards der European Banking Authority (EBA) relevant. 1 Die besondere Bedeutung der Risk Taker und ihrer Vergütung wird auch durch Neuerungen in der Corporate Governance der regulierten Institute unterstrichen. Hierfür wurden die Aufgaben und Verantwortlichkeiten für alle Beteiligten bis hin zum Aufsichtsgremium erweitert. ó Die Verantwortung für die Umsetzung der regulatorischen Bestimmungen zur Risk-Taker-Vergütung liegt bei der Geschäftsleitung (§ 3 Abs. 1 und 2 InstitutsVergV-E). Sie beschließt das Vorgehen, die angewandten Selektionskriterien und das Ergebnis der Risk-Taker-Selektion sowie die Ausgestaltung der Vergütungssysteme. ó Die Durchführung der Risk-Taker-Selektion sowie die Neuund Weiterentwicklung der Vergütungssysteme erfolgen meist federführend durch den Bereich Personal. ó Die weiteren Kontrolleinheiten (Interne Revision, Compliance, Risikomanagement/-controlling) werden bei der Ausgestaltung und operativen Umsetzung eingebunden (§ 3 Abs. 4 InstitutsVergV-E). ó Bei den bedeutenden Instituten erfolgt darüber hinaus eine unabhängige Überwachung durch den Vergütungsbeauftragten (§ 24 Abs. 1 InstitutsVergV-E). ó Nach der Beschlussfassung durch die Geschäftsleitung wird das Aufsichtsgremium bzw. vorab der Vergütungskontrollausschuss (§ 25d Abs. 12 KWG, § 15 InstitutsVergV-E) befasst. 12.2016 diebank 61

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