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die bank 12 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

IT & Kommunikation

IT & Kommunikation Trends PASSWORTWAHL Mehrfachnutzung birgt Risiken ó Dass man bei der Wahl von Passwörtern kreativ sein sollte ist heutzutage ein alter Hut. Sicherheitsrisiken entstehen jedoch ebenfalls in der mehrfachen Verwendung von Kennwörtern – seien sie auch noch so originell. Mehr als ein Drittel der Internetbenutzer in Deutschland (37 Prozent) nutzen ein- und dasselbe Passwort für mehrere Online-Zugänge. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Immerhin: Mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Befragten gibt an, für jedes Online-Konto ein gesondertes Passwort zu verwenden. „Nachlässigkeit bei der Passwortwahl sind aber gefährlich, denn damit macht man kriminellen Hackern die Arbeit sehr einfach“, betont Security-Experte Marc Fliehe. Laut Umfrage nutzt knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) zwischen einem und zehn verschiedenen Online-Diensten, die einen Login mit Benutzernamen und Passwort erfordern. Ein gutes Drittel (37 Prozent) verwendet 11 bis 20 Dienste und nur 5 Prozent sind Vielnutzer mit mehr als 20. Abhilfe bei der Passwortflut können Passwort-Manager leisten. Diese speichern alle Kennwörter in einer verschlüsselten Datei. Nutzer müssen sich so nur noch ein Master-Passwort merken. Einige Programme bieten sogar die Möglichkeit, nicht nur Kennwörter, sondern auch die dazugehörigen Benutzernamen zu speichern. KOSTENLOSE VERMÖGENSBERATUNG Robo Advice für kleine Börsen ó Finanzdienstleister verwenden zunehmend mathematische Modelle für die Berechnung verlässlicher Portfolios und setzen auf Technik statt auf menschliche Erfahrungswerte. Die Prognosen dieser Robo Advisors haben sich bislang als sehr zuverlässig erwiesen. Gehobene Private-Banking-Kunden kennen das teilweise schon länger. Nun steht ein solcher Robo Advisor auch Laien und Menschen mit kleineren Einkommen zur Verfügung. „Ways2Wealth.ch“ ist dabei nicht nur frei zugänglich für Kleinanleger, sondern als Non-Profit-Blog vollkommen gebührenfrei. Die Betreiber sind Mirko Ulbrich und Hasnat Kurishid, zwei Experten für Finanzmodelle und Risikoanalysen. Ihr Portal beschreiben sie als unabhängige Vermögensberatung für private Anleger, die keine ausgeklügelte Anlagestrategien und Portfolio- Konstruktionen haben und mehr für ihre private Altersvorsorge tun möchten. Der Blog sei ein Nebenprodukt ihrer professionellen Arbeit im B2B-Bereich, wo sie nach eigener Aussage Tausende Arbeitsstunden in die Entwicklung hochkomplexer Algorithmen investiert haben. Die Blogger beschränken sich auf Empfehlungen, die der Anleger selbst generieren und bei seiner Hausbank, einem Broker oder einer Direktbank umsetzen kann. Produkte werden hier nicht verkauft. BERUFSEINSTIEG BEI START-UPS Viel Erfahrung für wenig Geld ó Start-ups sind hip, punkten mit coolen Büros, flexiblen Arbeitszeiten und flachen Hierarchien. Wer schnell reich werden will, sollte aber lieber in einem eher traditionellen Unternehmen beginnen, denn die Einstiegsgehälter für Junioren bei Start-ups liegen mit durchschnittlich 31.400 € brutto unter denen bei etablierten Unternehmen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter rund 150 Start-up-Gründern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Mitarbeiter mit mehr Verantwortung verdienen auf dem Senior-Level rund 46.500 € im Jahr. Der Grund: Die Newcomer erwirtschaften oft noch keine oder nur geringe Umsätze, müssen viel Geld in ihr Produkt investieren und haben weniger Spielraum für Personalkosten. Dafür habe man in Startups die Chance, technologische Innovationen maßgeblich mitzugestalten und sammele Berufserfahrungen, die anderswo auf dem Einstiegslevel nicht möglich sind, sagt Bitkom-Geschäftsleiter Niklas Veltkamp. Oft werden die Mitarbeiter dann auch am Unternehmenserfolg beteiligt, was sich nicht gleich auf dem Gehaltszettel zeigt. 44 diebank 12.2016

ITALIENISCHER BANKENSEKTOR Social Media ist gefragt ó Das Thema Social Media ist für italienische Banken längst kein Schreckgespenst mehr. Bereits jetzt verfügen 90 Prozent alle Finanzinstitute über eine Präsenz in den sozialen Netzwerken. Die Kundenbeziehung und -kommunikation konnte bereits zunehmend verstärkt werden. Dabei sind die wichtigsten Themen die lokalen Initiativen und Veranstaltungen, die Förderung von Produkten und Dienstleistungen, Finanzkultur, Kunst und Show. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des italienischen Bankenverbands ABI (Associazione Bancaria Italiana) in Zusammenarbeit mit KPMG Advisory. Für die Banken dient Social Media nicht nur als nach außen gerichteter Kommunikationskanal, vielmehr geht es um die aktive, persönliche Kundenansprache. 55 Prozent der befragten Banken nutzen hierfür bereits Messenger-Tools. Im Durchschnitt ist der italienische Bankensektor auf vier verschiedenen Kanälen präsent: Facebook, YouTube, Twitter und LinkedIn. Dabei spielen Bilder, Fotos und Videos mit 42 Prozent des Gesamtcontents eine größere Rolle als der klassische Textinhalt (30 Prozent). Längst werden soziale Netzwerke nicht mehr nur allein als reines Marketingwerkzeug eingesetzt. Den italienischen Banken geht es vermehrt um das Potenzial zur Verbesserung der persönlichen Finanzsituation der Kunden. Social Media dient dabei als eine Art Online-Assistent, der den Usern Antworten auf ihre finanziellen Bedürfnisse ermöglicht. GESCHÄFTSIDEEN UND APPS Deutsche Bank öffnet ihre API ó Die Deutsche Bank öffnet ihre Programmierschnittstelle (Application Programming Interface, API) für ambitionierte Software-Entwickler aus dem In- und Ausland, die in einer bankeigenen Entwicklungsumgebung ihre digitalen Ideen für künftige Serviceangebote testen wollen. Die Bereitstellung des neuen Entwicklerportals für Ideengeber und Start-ups sei ein weiterer Baustein in der Digitalisierungsstrategie, erläuterte Group Chief Operating Officer Kim Hammonds. Die Programmierer können ihre Geschäftsideen und Apps bereits einem Realitäts-Check unterziehen, noch während sie diese entwickeln. Möglich machen dies Test-Daten, in denen sich die Profile und der Bedarf von vielen Millionen Bankkunden widerspiegeln. Diese Art kollaborativer Zusammenarbeit helfe sowohl Externen als auch der Bank, die Zeit bis zur Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen zu verkürzen. Beim Hackathon „API/ Open“ in Berlin bekamen 14 ausgewählte Teams mit 70 Kreativen aus 22 Ländern über die API erstmals Zugang zur IT-Welt der Deutschen Bank. Für die Siegerteams gab es nicht nur Geldpreise in Höhe von insgesamt 50.000 €, für sie werden sich auch weitere Türen öffnen: Sie können wahlweise entweder eine Zusammenarbeit mit der Digitalfabrik der Deutschen Bank ausloten oder sich dem Start-up-Entwickler Axel Springer Plug&Play vorstellen. FIRMENKUNDEN HABEN VIELE DIGITALE WÜNSCHE Anforderungen an die Banking-Lösungen steigen ó Die Ansprüche der Kunden steigen, die Loyalität nimmt ab und das Marktumfeld wird zunehmend schwieriger – der Druck auf Banken in Bezug auf digitale Banking-Lösungen im Firmenkundengeschäft ist nach wie vor immens. Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung BearingPoint finden Interaktionen zwischen Geschäftskunden und ihren Banken mehrheitlich über Online-Banking statt. Unternehmen wünschen sich dabei vor allem Real-Time- Services und die schnelle Umsetzung ihrer Aufträge, denn insgesamt ist der Großteil der Befragten vor allem mit der langwierigen Abwicklung von Bankdienstleistungen unzufrieden. Je nach Finanzierungsform haben nur fünf bis neun Prozent Verständnis für einen Kreditprozess, der länger als drei Tage in Anspruch nimmt. Weiter erwarten Kunden eine ständige Erreichbarkeit der Banken sowie maßgeschneiderte, bedürfnisorientierte Lösungen. „Unsere Studie zeigt, dass ein hoher Anteil der Befragten grundsätzlich sogar bereit wäre, mehr für passende Bankprodukte und -services zu bezahlen. Trotzdem machen die Banken hierbei wenig Fortschritte“, kommentiert Bearing- Point-Partner Michael Arndt die Studienergebnisse. Auf dem Weg zu digitalen Banking-Lösungen ist die Datensicherheit für Banken je- doch noch immer die größte Herausforderung. Die Angst vor einem Datenmissbrauch zu Lasten der Kunden ist für die Mehrheit der befragten Unternehmen (57 Prozent) der Hauptgrund, sich gegen einen digitalen Bankservice zu entscheiden. Digitale Wünsche Anspruch steigt auch bei Firmenkunden. Forderung nach: Ständiger Erreichbarkeit Maßgeschneiderten Produkten und Services Real-Time bzw. kurzfristiger Umsetzung der Services 55 % halten digitale Lösungen in den Bereichen Kredit & Finanzierung sowie Vorsorge & Versicherung für wichtig. 12 11.2016 diebank 45

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