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die bank 12 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

ó BANKING Cash

ó BANKING Cash Management im Umbruch FIRMENKUNDEN Das in international tätigen Unternehmen betriebene Cash Management verändert sich zurzeit erheblich. Immer mehr Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen bauen ihre eigene Payment Factory oder Inhouse-Bank auf. Für die traditionellen Banken bedeuten diese Veränderungen im günstigen Fall eine Neujustierung ihrer Dienstleistungen – für die meisten Institute ist es jedoch das Ende des Geschäfts mit dem globalen Cash Management. Die Autoren stellen im Folgenden Ergebnisse einer gerade von der Frankfurt School of Finance & Management durchgeführten Studie vor. Dirk Wölfing | Jürgen Moormann Keywords: Cash-Prozesse, Inhouse-Bank, Payment Factory Die Globalisierung der Wirtschaft hat zu einer enormen Bedeutung des Cash Managements für Unternehmen aller Sektoren geführt. Dabei spielt die Unternehmensgröße kaum noch eine Rolle. Reichte es noch vor wenigen Jahren in mittelständischen Unternehmen aus, ein paar Währungen aus der europäischen Nachbarschaft zu disponieren, so sind diese Unternehmen heute selbstverständlich international aktiv. Oft verfügen sie über Landesgesellschaften oder Niederlassungen in den Ländern, in denen sie tätig sind. Schnell erreichen auch Mittelständler hohe zweistellige Zahlen solcher Einheiten. Für Konzerne wie Bayer, Daimler, Siemens usw. gilt dies sowieso. Letztlich müssen Geldströme in allen Ländern, in denen diese Unternehmen Geschäfte tätigen, gemanagt werden – rund um die Uhr und in allen relevanten Währungen. Der Umgang mit kurzfristigen Cashflows erfolgt üblicherweise im Treasury der Unternehmen. Die Banken unterstützen das Treasury u.a. durch Kontoinformationen und Meldungen über die Ausführung von Zahlungsaufträgen. Die vielfältigen Aktivitäten des Cash Managements finden in Cash-Prozessen der Unternehmen statt. Diese Prozesse sind aufgrund täglicher Wiederholung heute weitgehend automatisiert: Im Wesentlichen handelt es sich um sechs Cash-Prozesse: 1. Der „Zahlungsprozess“ liefert Informationen über die vom Unternehmen selbst initiierten Cashflows (Zahlungsaufträge, Lastschriften). 2. Der „Bankkontenverwaltungsprozess“ wird für die Eröffnung, Schließung und Änderung von Bankkonten genutzt. Er verschafft dem Treasury die Transparenz über die Bankkonten des Unternehmens und ermöglicht kontrolliertes Handeln gegenüber den Banken. 3. Die „Kontoauszugsverarbeitung“ liefert die Informationen über fremd initiierte Cashflows (Zahlungseingänge, fremde Lastschriften). 4. Aus den Systemen zur Bearbeitung der „Eingangsrechnungen“ werden Informationen über kurzfristige Fälligkeiten gewonnen. 5. Die Fakturierungssysteme („Ausgangsrechnungen“) ermöglichen Schätzungen über den Zeitpunkt von Zahlungseingängen. 6. Im „Cash-Management-Prozess“ werden die Cash-Informationen aus den Cash-Prozessen in das Cash-Management-System übertragen. Daraus folgen manuelle Banküberträge, Ausgleich von bisher nicht ausgeglichenen Positionen durch Geldmarktgeschäfte oder kurzfristige Devisengeschäfte, Abwicklung von Handelsgeschäften etc. Die zunehmende Reife der Cash-Prozesse in den Unternehmen hat die Tätigkeitsfelder im Cash Management stark verändert. Die konzeptionelle Prozessreife ermöglicht eine weitgehende Automatisierung und Zentralisierung der Aufbereitung der weltweiten Cash-Informationen. Die Zentralisierung in Payment Factories und Inhouse-Banken macht nationale Kreditinstitute überflüssig und verlangt globale Cash-Management-Dienstleistungen von Banken. Es ist anzunehmen, dass diese Entwicklung zu erheblichen Auswirkungen für alle im Cash Management tätigen Banken führt. Um den aktuellen Stand der Cash-Prozesse in Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen zu erheben und die Auswirkungen des Wandels im Treasury auf die Banken zu untersuchen, hat das ProcessLab der Frankfurt School of Finance & Ma- 22 diebank 12.2016

BANKING ó fi REIFEGRAD DER CASH-PROZESSE IN UNTERNEHMEN ” 1 Prozessverantwortung Erzeugen der Cash-Position 5 4 3 2 1 0 Cash Pooling Unternehmen X Durchschnitt N = 32 Kontoauszugsverarbeitung Integration der Marktaktivitäten Zahlungsverkehr 12.2016 diebank 23

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