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die bank 12 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

Banking News BANKENCHEF

Banking News BANKENCHEF IM BDB-VORSTAND Zielke rückt nach ó Anders als sein Vorgänger zieht der neue Vorstandsvorsitzende der Commerzbank AG, Martin Zielke, selbst in den Vorstand des Bundesverbands deutscher Banken e.V. (BdB) ein. Er übernimmt den Platz von Markus Beumer, der Ende Oktober von seinem Vorstandsposten in der Commerzbank zurückgetreten und ebenso aus dem Vorstand des Bankenverbands ausgeschieden war. Zielke trat nach anderen Positionen im Jahr 2008 erneut in die Commerzbank ein und ist seit Ende 2010 Mitglied des Vorstands. Vor einem halben Jahr trat er die Nachfolge von Martin Blessing als Vorstandschef an. Offiziell wird seine Berufung durch die Wahl der BdB-Delegiertenversammlung. An der Spitze des Bankenverbands sind damit nun wieder die Chefs der beiden größten deutschen Kreditinstitute vertreten; vor Zielke hatte sich bereits John Cryan, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bank AG, zur Mitarbeit im Präsidium bereit erklärt. Dritter Mann im Präsidium ist Andreas Schmitz, Aufsichtsratsvorsitzender von HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. Der Vorstand des Bankenverbands setzt sich zusammen aus je einem Vorstandsmitglied der Großbanken, vier Mitgliedern von Regionalbanken, zwei Privatbankiers sowie einem Vertreter der Auslandsbanken. Zudem ist Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer kraft Amtes Vorstandsmitglied. ANLAGEBERATER IN SORGE Angst vor neuer Bankenkrise ó Berater in Banken und Sparkassen befürchten mehrheitlich eine neue Bankenkrise in Europa. Beinah 60 Prozent sehen aufgrund der schlechten Nachrichten eine erhöhte Gefahr für heftige Turbulenzen. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des Fachmagazins „Der Zertifikateberater“ hervor. Besonders besorgniserregend ist, dass sich die Schwierigkeiten bei den großen deutschen Häusern bereits auf die Beratungspraxis auswirken. Beinah jeder dritte Berater lässt Angebote von Commerzbank und Deutscher Bank bei Kundenempfehlungen derzeit außen vor. Jeder zehnte klammert ausschließlich die Deutsche Bank aus. Die Unsicherheiten schlagen sich auch auf die Stimmung am Zertifikatemarkt nieder. Hier befürchtet zwei Drittel der Anbieter eine Rückkehr der Bankenkrise. Erstmals seit Februar ist sowohl der Indikator für die Zufriedenheit der Berater als auch der Emittenten-Index in negatives Terrain unterhalb von 50 Punkten abgerutscht. Sie notieren derzeit bei 46,6 und 41,7 Zählern. Stark verändert hat sich zudem die Nachfrage für verschiedene Zertifikatstypen. Das drohende Verbot von Bonitätsanleihen lenkt den Fokus auch bei Retail Kunden verstärkt auf strukturierte Anleihen, Kapitalschutz- und Expresszertifikate. SPONSORING IN BANKEN Musik und Fußball hoch im Kurs ó Fußball gilt redensartlich als die schönste Nebensache der Welt. Das empfinden anscheinend auch die Sponsoringverantwortlichen in der Finanzbranche so, denn unter den Sponsoringaktivitäten von zehn analysierten Banken nimmt die Sportförderung mit 29 Prozent der Projekte den größten Stellenwert ein. Gemäß der aktuellen Studie von Research Tools liegt das Kultursponsoring auf Platz zwei, noch vor Bildung und Soziales. Umweltsponsoring steht hingegen mit lediglich 28 Projekten der insgesamt rund 650 für diese Studie erfassten Sponsoring-Vorhaben an letzter Stelle. Absolut gesehen sind Musik und Fußball die beiden Top-Kategorien mit jeweils über 50 Projekten. Unter den zehn Banken variieren die Anteile an den Themenschwerpunkten jedoch deutlich. So zeigt die LBBW etwa den größten Anteil an Bildungsprojekten, die HypoVereinsbank sponsert verstärkt in Kultur und die Targobank fördert zu 60 Prozent den Bereich Sport. Bei acht der zehn Banken werden die Projekte überwiegend jährlich gefördert. Die Deutsche Bank verfügt dabei über den höchsten Anteil an permanenten Projekten. 20 diebank 12.2016

IMMOBILIENMARKT IN DEUTSCHLAND Keine Blase in Sicht ó Der deutsche Immobilienmarkt ist stabil und zeichnet sich durch solide finanzierte Hypotheken aus. „Eine Immobilienblase zeichnet sich in Deutschland aktuell nicht ab“, betont Thomas Hein, Leiter Partnervertrieb der Ing-Diba. Zwar seien in den vergangenen Jahren die Kaufpreise sowie die Mieten stark angestiegen, die Verschuldung der Haushalte stellte sich jedoch im ersten Quartal 2015 im Vergleich zu 2000 sogar rückläufig dar. Auch beim Hauskauf würden die Deutschen dem Vorsichtsprinzip folgen, sagt Hein. „So stieg die anfängliche Tilgung 2016 auf fast 3 Prozent und die Beleihung fällt bei durchschnittlichen Werten zwischen 64,1 und 80,6 Prozent sehr vernünftig.“ Allerdings werden die regulatorischen Maßnahmen zunehmen. Neben der bereits umgesetzten Wohnimmobilienkreditrichtlinie erwartet die Branche zukünftig weitere regulatorische Instrumente. Wie Hein betont, seien weitere Maßnahmen aus Vorsichtsgründen allerdings durchaus nachvollziehbar, detaillierte Ausführungsbestimmungen blieben jedoch noch abzuwarten. „Wir haben bereits heute die angedachten Maßnahmen in unserem Kreditentscheidungsprozess weitestgehend berücksichtigt.“ Trotz der aktuellen Herausforderungen entwickelt sich das Geschäft mit der Immobilienfinanzierung jedoch sehr positiv. Bei der Ing-Diba beispielsweise ist das Bestandsvolumen von 51 Mrd. € in 2010 bis Ende 2015 auf nahezu 65 Mrd. € gewachsen. EIDAS-VERORDNUNG Weiterverwendung der Daten ó Die möglichst umfassende Digitalisierung von Bankprozessen ist für die gesamte Branche von essenzieller Bedeutung. Die Möglichkeiten, die die elektronische Signatur zu einer Identifizierung ohne Medienbruch und ohne zeitliche Verzögerung bietet, sei ein Schlüsselfaktor der Digitalen Agenda, heißt es in einer Pressemitteilung der Deutschen Kreditwirtschaft (DK). Die elektronische Signatur berücksichtige die gewandelten Bedürfnisse der Kunden und sei für die Schaffung eines funktionierenden digitalen Binnenmarkts für die Kreditwirtschaft von strategischer Bedeutung. Wichtig sei es aber, dass die Kundendaten, die einmal nach den gesetzlichen Vorgaben erhoben worden sind, sachgerecht erneut verwendet werden könnten. Die DK begrüßt deshalb die Anpassung der Deutschen Gesetzeslage an die unmittelbar geltenden Vorgaben der eIDAS-Verordnung (EU) 910/2014 (eIDAS) und die weitere Konkretisierung des Rechtsrahmens innerhalb der Deutschen Rechtsordnung. Der Spitzenverband der Kreditwirtschaft legt allerdings Wert darauf, dass durch die Konkretisierung im deutschen Recht keine Widersprüche zu eIDAS und den zugehörigen Durchführungsverordnungen und Durchführungsbeschlüssen der EU-Kommission entstehen. Zugleich sollte der praktische Gebrauch elektronischer Signaturen in Deutschland durch weitere Präzisierungen im Vertrauensdienstegesetz vereinfacht werden. EIGENNUTZ RANGIERT BEI DEN MEISTEN VOR DEN INTERESSEN DER GESAMTWIRTSCHAFT Skepsis vor dem EZB-Helikoptergeld ist weit verbreitet ó Die Quantitative-Easing-Geldpolitik der EZB sei letzten Endes auch nichts anderes als Helikoptergeld, das einfach aus der Luft über den Menschen abgeworfen wird, sie ohne jede eigene Leistung bereichert und ihren Konsum und letztlich die Konjunktur ankurbele. In Deutschland halten 48 Prozent der Befragten Helikoptergeld für eine gute Idee, obwohl die monetären Maßnahmen der EZB hierzulande sonst eher kritisch gesehen werden. Nur 14 Prozent finden die Idee schlecht. In sieben anderen Ländern, in denen diese Frage ebenfalls gestellt wurde, kam der geschenkte Geldregen noch besser an; durchschnittlich sprachen sich 55 Prozent dafür aus. Trotzdem glauben die meisten der im Rahmen des ING International Survey (IIS) Befragten nicht, dass die EZB mit ihren Maßnahmen tatsächlich mehr Wirtschaftswachstum veranlassen kann. In Deutschland beispielsweise vertrauen nur 31 Prozent darauf. Lediglich Spanier und Italiener versprichen sich mehrheitlich ein besseres Wachstum durch die EZB-Geldpolitik. Dass Helikoptergeld eine höhere Inflationsrate – ein weiteres Ziel der EZB – bewirken könne, glauben aber im Schnitt nur 35 Prozent der befragten Europäer. Wie lassen sich diese scheinbar nicht zusammenpassenden Ergebnisse erklären? Dazu wurden die Studienteilnehmer vor ein fiktives Szenario gestellt, das ihnen ein Jahr lang jeden Monat 200 € zur freien Verwendung zusicherte. Nur gut jeder Vierte (in Deutschland) bzw. 28 Prozent (europaweit) gab an, das Geld tatsächlich für zusätzlichen Konsum verwenden zu wollen. Der Großteil aller Befragten würde das Geld eher anlegen, auf dem Konto parken oder damit Schulden reduzieren. Dass ein solches Verhalten die erhoffte positive Auswirkung auf Inflation und Wirtschaftswachstum verringert, ist anscheinend auch den Befragten klar. Doch führt dies nicht dazu, dass die Maßnahme als solche abgelehnt wird – ganz offensichtlich würden die Verbraucher das Geld gern annehmen, auch wenn sie sich davon lediglich einen persönlichen und keinen gesamtwirtschaftlichen Vorteil versprechen. So ergebe sich das bemerkenswerte Bild, dass die wohl radikalste Maßnahme, die die EZB ergreifen könnte, in ganz Europa und sogar im Draghi-kritischen Deutschland auf breite Zustimmung stoßen würde – allerdings aus genau den gleichen Gründen, die die Wirksamkeit dieser Maßnahme zweifelhaft erscheinen lasse, ziehen die Research Analysten der ING-DiBa ein Fazit. 12 2016 diebank 21

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