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die bank 12 // 2015

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

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ó BÜCHER fi BÜCHER Gleißner, Werner Der Vorstand und sein Risikomanager. Dreamteam im Kampf gegen die Wirtschaftskrise Verlag UVK, Konstanz 2015, 140 S., 14,99 €, ISBN 978-3-86496-851-8 Bücher über Risikomanagement gibt es viele, denn der Informationsbedarf in diesem Segment ist groß. Vielen Unternehmen, insbesondere außerhalb der Finanzwirtschaft, fehlt die Fähigkeit, professionelles Risikomanagement zu betreiben. Aus diesem Grund scheitern viele Projekte an Risiken, die zu spät entdeckt, ignoriert oder schlicht nicht gesucht werden. Der Autor, zweifelsfrei einer der profiliertesten Risikomanagement-Experten in Deutschland, versucht mit diesem kleinen Lesebuch, die verschiedenen Hemmnisse auf dem Weg zum besseren Umgang mit unternehmerischen Risiken anhand eines fiktiven Dialogs zwischen einem Finanzvorstand und einem Risikomanager zu verdeutlichen. Das ist ein enorm innovativer Ansatz, der die Lektüre zu einem wahren Vergnügen werden lässt. Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen des Risikomanagements (S. 11-20) reden Vorstand und Risikomanager u. a. über die Risikoinventur, Risikomaße und -modelle, über Risikoorganisation und Rating. Im Kern wird der Leser mehr und mehr zu der Erkenntnis geführt, dass für ein wertorientiertes Management die Kompetenz geschärft werden muss, Risiko und Ertrag gegeneinander abzuwägen. Renditeziele zu formulieren, ohne eine Aussage darüber zu treffen, mit wie viel Risiko diese Rendite erzielt werden soll, ist spätestens seit der jüngsten Finanzkrise nicht mehr zeitgemäß (S. 122-126). Dennoch scheinen die Anreize noch immer gering, in den Ausbau eines Instrumentariums zur Analyse und Aggregation von Risiken zu investieren. Hier leistet der Band zweifellos einen kleinen, aber feinen Beitrag, dies zu ändern und zentrale Probleme im Risikomanagement deutscher Unternehmen zu beheben. Doch Achtung, dieses Buch ist provokant und böse. Und sollte deshalb vor allem von den für Risikomanagement verantwortlichen Vorständen gelesen werden. Stefan Hirschmann Heintze, Roland / Forthmann, Jörg Vordenker in der Social-Media- Kommunikation. BoD – Books on Demand, Norderstedt 2014, 72 S., 49 €, ISBN: 978-3-7347-3504-2 Obwohl schon 84 Prozent der Unternehmen in Deutschland im Web 2.0 aktiv sind, verfügen erst 39 Prozent über eine ausgereifte Social-Media-Strategie. Doch ohne eine fundierte Strategie gleicht das Engagement im Social Web nur einem Glücksspiel. Erfolge bleiben rar und zufällig. Gerade der Finanzdienstleistungssektor hat hier einen besonders großen Nachholbedarf. Mit ihrem Buch „Vordenker in der Social- Media-Kommunikation“ wollen Dr. Roland Heintze und Jörg Forthmann Unternehmen aller Branchen eine Hilfestellung beim Entwickeln einer Strategie für Corporate Social Media geben. Dazu haben die Autoren zahlreiche Studien analysiert und aus dem aktuellen Stand der Forschung zehn Erfolgsfaktoren für Corporate Social Media abgeleitet und anschaulich erklärt. So gilt es unter anderem, die richtigen Kanäle auszuwählen, denn das Web 2.0 ist mehr als nur Facebook und Twitter – entscheidend ist, wo sich die Zielgrup- pen bewegen. Außerdem bedarf es nutzwertiger Inhalte. Emotionen sollten als Kampagnen-Treiber genutzt werden, und nicht zuletzt gilt es oft auch, einen Wandel in der eigenen Unternehmenskultur anzustoßen. Das Buch mit fünf Social Media „Best Practices“ der titelgebenden „Vordenker“, die von 30.000 PR-Fach- und -Führungskräften gewählt wurden. Von diesen Vorbildern können sich Social-Media-Manager einiges abgucken und so eine fundierte Grundlage für eine eigene Social-Media-Strategie schaffen. (Red.) Luyendijk, Joris Unter Bankern. Eine Spezies wird besichtigt Verlag Tropen 2015, 267 Seiten, 19,95 €, ISBN: 978-3-608-50338-8 Bücher über den Finanzsektor sind selten unterhaltsamer Lesestoff. Diesmal aber hat mich ein Buch in seinen Bann gezogen, das ich nicht so recht einzuordnen weiß: Sachbuch, Enthüllungsstory oder doch ganz gemeine Fiktion, die mir hinterrücks als wahr verkauft wird? „Unter Bankern“ ist vor allem ungemein spannend, bietet es doch einen Einblick in die Gefühlswelt der Menschen, die in „The City“, dem Londoner Finanzplatz, großes und ganz großes Geld bewegen. Unter der Prämisse, ihre wahre Identität zu schützen, traf sich der Niederländer mit hunderten Bankern, mit Headhuntern, Ratingspezialisten, Analysten. Dass die Gesprächspartner auf Anonymität bestanden, ist angesichts ihrer Aussagen nachvollziehbar. Und dass der Journalist Luyendijk tatsächlich sauber gearbeitet und nichts „erfunden“ hat, darf man getrost glauben, schließlich begann die Arbeit für das Buch 80 diebank 12.2015

IMPRESSUM ó fi IMPRESSUM ursprünglich als Interview-Reihe für den renommierten Londoner „Guardian“. Die Gespräche gibt er in bester Beobachtermanier wieder. Man sitzt beinahe mit am Kneipentisch, wenn die Banker aus verschiedenen Abteilungen übereinander herziehen, etwa die „Dealmaker“ aus dem M & A über die „Erbsenzähler“ aus dem Investmentbanking. An manchen Stellen möchte man gar nicht glauben, was man da liest: So tolldreist kann es doch einfach nicht zugehen? Dann erinnert man sich an den preisgekrönten Dokumentarfilm „Master of the Universe“, in dem der Ex-Banker Rainer Voss über seine Zunft auspackte, und glaubt es dann doch. Trotz all der gezeigten Gier, die oft an Spielsüchtige erinnert, macht das Buch die Geldmanager menschlicher. Man sieht nicht die Patrick Batemans oder Gordon Gekkos im Gegenüber, sondern bekommt beinahe Mitleid – etwa mit dem Banker, der überlegt, dass er auf eine Frage seines Sohnes nach seiner Arbeit ehrlicherweise antworten müsste: „Schatz, Daddy betrügt andere Menschen.“ Anja U. Kraus Baumann, Claude Robert Holzach. Ein Schweizer Bankier und seine Zeit Buchverlag NZZ, Zürich 2014, 344 S., 36 €, ISBN 978-3-03823-914-7 Er war Bankier, Visionär und Warner: Robert Holzach (1922-2009) zählte zu den großen Figuren in der Schweizer Bankengeschichte. Fast 50 Jahre stand er im Dienst der Schweizerischen Bankgesellschaft (SBG, später UBS). Dabei bewies er im Gegensatz zu vielen anderen Führungspersönlichkeiten eine enorme Vielseitigkeit und ein seltenes persönliches Engagement. Der Bankier Holzach hat seinen Beruf stets auch als Auftrag verstanden, der Gesellschaft verantwortungsvoll zu dienen. So initiierte er die James-Joyce- Stiftung, die Max-Bill-Pavillonskulptur an der Bahnhofstraße in Zürich sowie die Sanierung des Augustinerquartiers mit dem Bau des Hotels Widder. Und er konzipierte das SBG- Ausbildungszentrum Wolfsberg. Als Bankfachmann warnte Holzach schon früh vor den Risiken der modernen Finanzwelt. Und er sollte leider recht behalten, wie die späteren Exzesse, auch bei der UBS, zeigten. Er erkannte auch klar, wie sich das Berufsbild des Bankiers allmählich wandelte. Ein Dorn im Fleisch waren ihm die Harvard-Absolventen in den USA, die ohne irgendeine berufsethische Verpflichtung möglichst innerhalb von Monaten ein Millionen-Plansoll im persönlichen Dollareinkommen zu erreichen trachteten oder zu übertreffen erstrebten. Holzach selbst könnte heute als Vorbild für eine Bankbranche dienen, die sich auf traditionelle Werte zurückbesinnen will: Seinem Schaffen stellte er Verhältnismäßigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Anstand voran. Die vorliegende Biografie beruht auf persönlichen Erfahrungen des Schweizer Finanzjournalisten Claude Baumann und seiner langen publizistischen Auseinandersetzung mit der Schweizer Bankbranche. Unabhängig hat er sich daran gemacht, Robert Holzach publizistisch aus der Vergessenheit zu holen. Dieses Werk will nicht die Vergangenheit verklären. Auch in der Ära Holzach sind Dinge schiefgelaufen. Es kam zu Ungereimtheiten, Widersprüchen, Verlusten und Skandalen. Dennoch scheint diese Epoche von einer Integrität geprägt gewesen zu sein, die es seither nie mehr gegeben hat. Dieses Buch zeichnet auf Basis bisher unveröffentlichter Dokumente und Bilder sowie zahlreicher Gespräche mit Weggefährten das wechselvolle Leben Robert Holzachs nach. Es ist die erste Biografie über den großen Schweizer „Gentleman-Bankier“. (Red.) Verlag und Herausgeber Bank-Verlag GmbH Wendelinstraße 1, 50933 Köln Tel.: +49/221/5490-0, Fax.: +49/221/5490-315 E-Mail: die-bank@ bank-verlag.de Redaktion Chefredaktion: Dr. Stefan Hirschmann (verantwortlich) Wilhelm Niehoff Redaktion: Anja U. Kraus Tel.: +49/221/5490-542 E-Mail: anja.kraus@ bank-verlag.de Leitung Kommunikation & Redaktion Dr. Stefan Hirschmann Tel.: +49/221/54 90-221 E-Mail: stefan.hirschmann@ bank-verlag.de Verkauf Andreas Conze Tel.: +49/221/54 90-603 E-Mail: andreas.conze@ bank-verlag.de Produktionsleitung Armin Denzel Layout Julia Bosen Geschäftsführer Wilhelm Niehoff (Sprecher) Michael Eichler Matthias Strobel Handelsregister Köln: HRB 65 USt-Id.-Nr. DE 12279 4759 Steuer-Nr. 223 5802 2339 VN 11756 Abo- und Leserservice Tel.: +49/221/5490-500 Fax: +49/221/5490-315 E-Mail: medien@ bank-verlag.de Lektorat Ulrike Ascheberg-Klever, Köln Druck Media Cologne Kommunikationsmedien GmbH Luxemburger Str. 96 50354 Hürth Printed in Germany Erscheinungsweise Printausgabe (ISSN 0342-3182) monatlich (12 x im Jahr) E-Mail-Newsletter: zweiwöchentlich (24 x im Jahr) Anzeigenpreise Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 29 vom 1.1.2015 Bezugspreise Einzelheft: 11,00 €, Abo: 120,00 € pro Jahr (inkl. Versandkosten und 7% Mwst), Studentenabo: 72,00 € pro Jahr (inkl. Versandkosten und 7% Mwst) Copyright und Haftungsausschluss Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlags vervielfältigt werden. Unter dieses Verbot fallen insbesondere die gewerbliche Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf Datenträgern. Die Beiträge sind mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, die Redaktion übernimmt jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der abgedruckten Inhalte. Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Verlags und Herausgebers wieder. Empfehlungen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren sowie anderer Finanz- oder Versicherungsprodukte. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. Für die Inhalte der Werbeanzeigen ist das jeweilige Unternehmen oder die Gesellschaft verantwortlich. 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