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die bank 12 // 2015

die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

CFO-STUDIE Fehlende

CFO-STUDIE Fehlende Mittel für Finanzer ó Aktuelle Regulierungen und die sich verändernde Rolle des CFOs im Unternehmen stellen Finanzabteilungen vor immer neue Herausforderungen. Für 43 Prozent der deutschen Finanzverantwortlichen sind weitere Effizienzsteigerungen und das erwartete Wachstum derzeit die größten Belastungen. Gleichzeitig fehlt es fast einem Drittel der Finanzchefs (29 Prozent) an geeigneten Mitarbeitern, um die Unternehmensziele zu erreichen. Dies sind Ergebnisse aus der aktuellen Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half. Neben der Effizienzsteigerung bewerten 39 Prozent der CFOs die Bewältigung der Arbeitsbelastung als größte Herausforderung für ihr Finanz- und Rechnungswesen. Außerdem ist für etwa ein Drittel der Finanzchefs das Recruiting von passenden Fachkräften (34 Prozent) sowie die Mitarbeiterbindung von Finanzprofis (32 Prozent) die größte Belastung. Für Unternehmen ist das Recruiting eine große Herausforderung. Die Fachabteilungen sollten deshalb die unterschiedlichsten Quellen nutzen, rät Robert Half. Neben der Schaltung von Stellenanzeigen in verschiedenen Kanälen, sollten Finanzchefs auch aktiv im eigenen Netzwerk oder auf dem passiven Bewerbermarkt suchen. Nur so können sie freie Arbeitsplätze mit qualifiziertem Personal schnell besetzen. MAINFRAME Brücke zwischen Praxis und Theorie ó Nur Großrechner garantieren eine sichere und unterbrechungsfreie Verfügbarkeit rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Fast alle großen Kreditinstitute setzen daher auf Mainframes, wenn es darum geht, täglich Millionen von Transaktionen zuverlässig zu verarbeiten. Seitens der Technik gibt es also kein Problem, derartige Datenvolumina zu bewältigen – wohl aber aus personeller Sicht. Denn fertig ausgebildete Mainframe-Fachkräfte sind am Arbeitsmarkt kaum verfügbar. Trotz intensiver Bemühungen vieler Unternehmen, geeignete Mainframe-Spezialisten zu gewinnen, mangelt es hierzulande nach wie vor an entsprechenden Fachkräften. Das Academic Mainframe Consortium (AMC) will jetzt die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und der Industrie fördern und so den Weg für qualifizierten Mainframe- Nachwuchs bereiten. Das Konsortium besteht aus Vertretern der IBM European Mainframe Academy und rund 30 Universitäten. Mithilfe einer kostenlosen Mainframe-Jobbörse können sich Studierende mit Unternehmen vernetzen und auf ihre Qualifikationen im Mainframe-Umfeld aufmerksam machen. Die Initiative sieht sich als Schnittstelle zwischen akademischen Einrichtungen und der Wirtschaft, um theoretische Grundlagen und Anforderungen aus der Praxis in Einklang zu bringen. FRAUEN STEHEN SICH BEI DER KARRIEREPLANUNG OFT AUCH SELBST IM WEG Weniger Zurückhaltung bei Bewerbungen kann helfen ó Ob Marketing, Sales oder PR: Frauen in Führungspositionen sind trotz Frauenquote immer noch selten. Im traditionell männlich geprägten Finanzbereich haben es Frauen sogar noch schwerer, in eine Managementfunktion aufzusteigen. Häufig hört man dabei das Argument, wenn sich neben 30 Männern nur eine Frau bewerbe, sei die Chance natürlich geringer, dass ausgerechnet sie den Posten erhalte. Das lassen Nick Dunnett und Mona Jellinhaus von der Personalberatung Robert Walters so nicht gelten. Eine Frau, die sich auf eine Führungsposition bewirbt, verfüge im Vergleich zu ihren männlichen Mitbewerbern oft über einen besseren Lebenslauf, eine Top-Ausbildung, diverse Zusatzqualifikationen und ein ausgeglichenes Profil. Trotzdem hätten viele Frauen das Gefühl, sie müssten mehr leisten als ein Mann mit gleicher Qualifikation, um nach oben zu kommen. Ein Haupthindernis bei der Karriereplanung sei das Fehlen von „frauenunterstützenden Unternehmensstrukturen“. Für Jellinghaus zählen dazu auch mehr weibliche Vorbilder in den oberen Finanzetagen. Rollenvorbilder könnten vielen Frauen mehr Mut und Selbstbewusstsein vermitteln, sich auf Führungspositionen zu bewerben. Frauen ließen sich viel eher als Männer von einzelnen Punkten bei einer Ausschreibung abschrecken, sie bewerben sich erst gar nicht, wenn sie das Gefühl haben, nicht alle Anforderungen zu 100 Prozent erfüllen zu können. „Männliche Kandidaten sind da ganz anders gestrickt“, berichtet Dunnett. „Die bewerben sich auch, wenn sie nur zwei von fünf Kriterien erfüllen, und sind damit auch erfolgreich.“ Frauen müssten lernen, ihre Zurückhaltung bei Bewerbungen aufzugeben. Neben den Rollenvorbildern seien dafür auch Mentoren notwendig, die weibliche Professionals in Unternehmen begleiten und beraten. Frauen sollten sich immer wieder neue Ziele stecken für die eigene Karriereplanung und diese couragiert und fokussiert angehen. Darüber hinaus bewiesen Länder wie Frankreich, die Benelux- Staaten und Skandinavien, wo deutlich mehr Frauen Führungspositionen innehaben als bei uns, dass ein gut durchdachtes und funktionierendes Work-Life-Organisationssystem das A und O für die Vereinbarkeit von Familie und einem anspruchsvollem Job sei. Aufholbedarf sieht die Personalberatung in Deutschland z. B. bei den Themen Kinderbetreuungsplätze, Homeoffice-Möglichkeiten, flexible Arbeitszeiten und Job-Sharing. 62 diebank 12.2015

Beruf & Karriere Trends PERSONAL Starke Soft-Skills gesucht ó Deutsche Banken müssen künftig vermehrt auf Mitarbeiter mit ausgeprägten sozialen Fähigkeiten bauen. Der Grund: Viele Aufgaben lassen sich nur noch über Abteilungsgrenzen hinweg bewältigen. Das erfordert neben fachlichem Know-how vor allem kommunikatives Talent und Empathie, um alle Beteiligten zu überzeugen. Davon profitieren auch hochspezialisierte Berufsfelder wie die Bankorganisation. Das zeigt eine Entscheider-Studie der Unternehmensberatung Procedera Consult in Kooperation mit der Steinbeis-Hochschule Berlin. Acht von zehn befragten Instituten teilen demnach bereits heute wichtige Aufgabenfelder zwischen Bankorganisation und Fachabteilungen auf. Dabei zeigt sich, dass die Zufriedenheit mit den Ergebnissen steigt, je besser die betroffenen Abteilungen in die Projekte integriert sind. Hoher Effizienzdruck und die Digitalisierung von Prozessen tragen zudem dazu bei, dass dieser Trend auch in Zukunft anhalten dürfte. Entscheidend ist darüber hinaus ein besseres IT-Verständnis. Ohne verlässliche Anwendungen funktioniert heutzutage keine Bank mehr. Die IT-Abteilung stellt daher einen unverzichtbaren Partner dar, um Prozesse einerseits effizient zu entwickeln und andererseits sowohl fachlichen als auch aufsichtsrechtlichen Erfordernissen zu genügen. PERSÖNLICHER MARKTWERT Immer auf der Jobsuche ó Fast 70 Prozent der Beschäftigten in Deutschland suchen aktiv nach einer neuen Herausforderung. Das hat eine Studie der Jobseite Indeed herausgefunden. Besonders ernüchternd dabei für Arbeitgeber: Rund zwei Drittel fangen bereits innerhalb der ersten drei Monate nach einem Jobwechsel wieder an zu suchen. Ein Teil der Gründe für die Suche nach einem neuen Job liegt bei den bisherigen Arbeitgebern. Bei rund einem Viertel der Jobsuchenden in Deutschland ist Unzufriedenheit mit ihrem aktuellen Job das treibende Motiv für einen Jobwechsel. Rund 20 Prozent sehen in der derzeitigen Position keine Perspektive. Auch mangelnde Anerkennung wird als häufiges Motiv genannt. In Zeiten, in denen sich der demografische Wandel bereits durch einen akuten Fachkräftemangel in vielen Branchen zeigt, sollten Unternehmen umdenken und alles tun, um Talente zu binden und zu locken, so die Autoren der Studie. Denn auf dem Arbeitsmarkt sind qualifizierte Arbeitnehmer nicht nur gut ausgebildet und bestens vernetzt, sondern nutzen das Internet, um ihren Marktwert zu überprüfen. WETTBEWERB Vermögensverwalter unter Druck ó Die Branche der unabhängigen Vermögensverwalter (UVV) steht vor einer Wende. Veränderte Kundenbedürfnisse, verschärfte Rahmenbedingungen und neu in den Markt eintretende digitale Konkurrenten fordern die deutschen Finanzintermediäre und betroffene Depotbanken heraus. In einer Studie hat die Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners untersucht, welchen konkreten Einfluss diese Faktoren in den kommenden Jahren haben werden. Neben der Notwendigkeit von neuen Geschäftsmodellen und Innovationen vor allem im digitalen Bereich, fördern MiFID II und andere Regularien durch Verzicht auf Retrozessionen den Margendruck und zwingen die Marktteilnehmer, neue Ertragsquellen zu erschließen. Des Weiteren wird sich der Markt durch mangelnde Wettbewerbsfähigkeit einzelner Marktteilnehmer konsolidieren, denn rund 20 Prozent der unabhängigen Vermögensverwalter in Deutschland verwalten Assetvolumen von unter 50 Mio. € und erwirtschaften geringe Margen. Diese Teilnehmer sind kaum wettbewerbsfähig und werden mit großer Wahrscheinlichkeit durch Fusionen oder Marktaustritte verschwinden. Zudem werden sie die gestiegenen regulatorischen und technischen Anforderungen in den nächsten Jahren kaum stemmen können. 12.2015 diebank 63

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