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die bank 11 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

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ó FINANZMARKT ¾¾ RENDITEN UND RISIKO DES S&P-500 IM US-WAHLZYKLUS ” 1 Renditen Sortino Ratio Wahljahr 6,64 % 2,33 Nachwahljahr 0,71 % 0,23 Mittelwahljahr 4,69 % 1,84 Vorwahljahr 5,83 % 2,12 8 diebank 11.2016

FINANZMARKT ó Risikoadjustierte Überrenditen dank des Halloween-Effekts? US-PRÄSIDENTSCHAFTSZYKLUS Die anstehende Wahl des US-Präsidenten ist ein Thema von großem öffentlichem Interesse, dem auch der Kapitalmarkt viel Beachtung widmet. Inwieweit ein Anleger vom vierjährigen Präsidentschaftszyklus profitieren kann, deckt eine umfangreiche empirische Kapitalmarktstudie auf, welche die Renditen aller vergangenen Zyklen analysiert hat. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass sich mit Ausnahme des Nachwahljahrs keine signifikanten Renditeunterschiede ergeben. Allerdings zeigen sich in den vier Amtsjahren deutlich unterschiedliche Ausprägungen im Hinblick auf den sogenannten Halloween-Effekt. Die Ergebnisse bieten die Möglichkeit, spezifische Timing- Aspekte in Anlagestrategien einzubeziehen und insbesondere langfristig die Performance unter Rendite- Risiko-Gesichtspunkten zu optimieren. Timo Defren | Thomas Hupp Keywords: Kapitalmarkt, Anlagestrategie, Privatkundenbetreuung, Informationseffizienz Wenn am 8. November der Ausgang der 58. Präsidentschaftswahl in den USA feststeht, ist bekannt, ob mit Hillary Clinton zum ersten Mal eine Frau das Präsidentenamt übernehmen wird. Auch die Kapitalmärkte verfolgen mit großem Interesse, wer ins Oval Office einzieht. Schließlich haben die politischen Entscheidungen des amerikanischen Staatsoberhaupts vielfache Auswirkungen auf die US-Wirtschaft und damit auf die Unternehmensgewinne. Im Zeitraum eines US-Präsidentschaftszyklus von vier Jahren verarbeitet der Kapitalmarkt unterschiedliche Informationen im Zusammenhang mit dem Wahlausgang, was sich in den Aktienkursen entsprechend widerspiegelt. Es stellt sich die Frage, ob sich über die vergangenen Präsidentschaftszyklen spezifische Renditemuster herauskristallisiert haben, die sich als signifikant erweisen, und von denen ein Anleger möglicherweise auch in Zukunft profitieren kann. Die Analyse verschiedenartiger Zyklen stößt in der Kapitalmarktforschung auf großes Interesse. Dieser Beitrag widmet sich im Speziellen der Analyse der US-Präsidentschaftszyklen seit dem Jahr 1792 und deren Auswirkungen auf die Jahresrenditen. Darüber hinaus wird die Analyse um den sogenannten Halloween-Effekt ergänzt und die Frage gestellt, ob dieser Effekt in den einzelnen Jahren des Präsidentschaftszyklus unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Bislang hat noch keine Studie den Präsidentschaftszyklus in dieser zeitlichen Länge und dieser Kombination untersucht. Die Ergebnisse dieser empirischen Untersuchung können Fondsmanagern und Vermögensverwaltern Hinweise für die Umsetzung ihrer Anlagestrategien liefern. Anomalien in informationseffizienten Kapitalmärkten Der Begriff der Informationseffizienz von Kapitalmärkten geht ursprünglich auf den amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Eugene Fama zurück. Gemäß seiner Definition gilt ein Kapitalmarkt grundsätzlich als informationseffizient, wenn er die in einem Markt verfügbaren Informationen vollständig in den Preisen widerspiegelt. Fama konnte zu einem späteren Zeitpunkt theoretisch und empirisch zeigen, dass sich Preise nicht vorhersagen lassen und einem gewissen Zufallsprozess (Random Walk) in einem langfristigen Aufwärtstrend folgen. Für sein Werk erhielt er im Jahr 2013 den Wirtschaftsnobelpreis. Für einen Anleger bedeutet ein informationseffizienter Markt, dass er keine Überrenditen aus vergangenen Kursen und öffentlich zugänglichen Informationen erzielen kann. Insbesondere lassen sich keine Spekulationsblasen systematisch vorhersagen, sondern können nur im Nachhinein als solche bestätigt werden. Umso erstaunlicher ist, dass zahlreiche Studien bestimmte Anomalien am Kapitalmarkt in der Vergangenheit untersucht haben und zum Teil auch nachweisen konnten. Unter einer Kapitalmarktanomalie versteht sich ein Zustand, bei dem die Beobachtungen am Kapitalmarkt nicht mit den bisherigen Kapitalmarkttheorien übereinstimmen, insbesondere nicht mit der Informationseffizienz von Kapitalmärkten. Die Kapitalmarktforschung untersucht eine Reihe von Anomalien, von denen nachfolgend einige ausgewählte kurz vorgestellt werden. Unter den Kalenderanomalien werden be- 11.2016 diebank 9

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