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die bank 11 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

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ó BÜCHER ¾¾ BÜCHER Evi Hartmann Wie viele Sklaven halten Sie? Über Globalisierung und Moral Campus Verlag 2016, 224 S., 17,95 €, ISBN 978-3-593-50543-5. Sklavenhalter wurden nicht „damals“ auf den amerikanischen Baumwollfeldern abgeschafft. Es gibt sie immer noch. Weltweit und auch in unserem moralisch vermeintlich so sauberen Heimatland. „Moral ist, was wir tun. Und Tun ist immer problematisch. Es macht Arbeit.“ Wie standhaft verfolgen wir unseren eigenen Willen zur Moral? Evi Hartmann hält uns in diesem absolut lesenswerten Buch den Spiegel vor. Wir wissen, dass die meisten Bälle von Kindern in Pakistan in stickigen Fabriken im Akkord genäht werden – und lassen unsere eigenen Kinder unbesorgt damit bolzen. Wir wissen um die Sweatshops, in denen Billig-Klamotten gefertigt werden, und trotzdem stehen lange Schlangen vor der Ladentür, wenn irgendwo ein neuer Primark-Shop öffnet und T-Shirts für 2 € anbietet. Das gute Gewissen lässt sich angesichts der Sonderangebote offenbar leicht ruhigstellen. Schließlich sitzen, der Globalisierung sei Dank, die Menschen weit weg, die unseren Lebensstil ermöglichen. Brennt ‘mal wieder eine Fabrik in Indien, herrscht öffentlich allgemeine Betroffenheit: „Das darf nicht sein!“ Bis zur nächsten Schnäppchenjagd in der City… Für Hartmann sind wir alle Sklavenhalter. Für jeden von uns arbeiten etwa 60 Sklaven, einfach nur, weil wir essen, Kleidung tragen, ein Auto fahren oder ein Smartphone besitzen. Die BWL-Professorin an der Uni Erlangen-Nürnberg ist Expertin für globale Netzwerke und weiß, dass wir die Globalisierung nicht abschaffen können. Sie zeigt uns aber, wie wir „anders“ spielen können und sagt „Fairplay ist möglich, jeden Tag!“ Schön, wenn die Einzelteil-Lieferanten des Smartphones zertifiziert sind. Aber woher kommt das verbaute Zinn? Moralisch muss man eben Zertifizierungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette fordern, bis hinunter zu Plantagen oder Minen. Und im Kleinsten bei sich selbst ansetzen. Denn schon Mini- Habits wie „Bitte“ und „Danke“, also der freundliche Umgang mit Kollegen, sind für Hartmann Grundlagen der Moral: „Wer nicht grüßt, ruiniert auch mexikanische Kleinbauern. Der Mangel an Respekt und die dafür verantwortliche Beziehungslosigkeit ist die Ursache für beides.“ Anja U. Kraus Tjadina Grabowski Die EZB als Aufsichtsbehörde. Stellung und Funktion der EZB im ESFS und SSM Hamburg, Verlag Dr. Kovac, ˇ 2016, 268 S., 12,95 €, ISBN 978-3-8300-9145-5. Die Finanz- und Eurokrise hat neben gravierenden Regulierungsdefiziten auch erhebliche Mängel im Bereich der Finanzaufsichtsstrukturen offenbart. An erster Stelle stand dabei die Erkenntnis, dass die bisher auf das einzelne Institut ausgerichtete Mikroaufsicht schlicht nicht in der Lage war, systemische Risiken angemessen zu erkennen, geschweige denn zu bekämpfen. In praktisch allen relevanten Aufsichtssystemen sind daher in den letzten Jahren spezielle Behörden errichtet worden, deren Aufgabe ausschließlich darin besteht, genau diese systemischen Risiken zu überwachen. Auf europäischer Ebene ist diese Aufgabe bereits im Jahr 2011 dem European Risk Board (ESRB) übertragen worden, das bei der EZB angesiedelt ist. Das ESRB ist dabei Teil des sog. ESFS, das insgesamt die europäischen Aufsichtsstrukturen stärken sollte. In der Finanzkrise hatte sich insoweit auch gezeigt, dass die bisher vornehmlich nationale Aufsicht schon aufgrund zahlreicher Interessenkonflikte sowie der internationalen Verflechtung der Finanzmärkte nur unzureichend in der Lage war, eine wirklich effektive Aufsicht auszuüben. Allerdings blieben die nationalen Behörden auch im ESFS weiterhin die zentralen Akteure, da die Mitgliedstaaten angesichts möglicher finanzieller Konsequenzen einer fehlerhaften Aufsicht weiterhin nur sehr bedingt bereit waren, „harte“ Kompetenzen auf die europäische Ebene zu übertragen. Schon beim ersten Stresstest der neu errichteten European Banking Authority (EBA) sollte sich aber zeigen, dass nationale Interessen einer effektiven Aufsicht daher weiterhin im Wege standen – die wenig später auftretenden Probleme spanischer Banken waren trotz des Stresstests unbekannt geblieben. In der besonders eng vernetzten Eurozone kam man daher schließlich doch überein, die Aufsichtsstrukturen mit der Errichtung des Single Supervisory Mechanism (SSM) als der ersten Säule der Bankenunion noch stärker von der nationalen Ebene zu lösen. Im Rahmen des SSM, der Ende 2014 neben das ESFS getreten ist, ist es erneut die EZB, die zentrale Aufsichtsfunktionen zugewiesen bekommen hat. Zumindest für die rund 130 größten Finanzinstitute fungiert sie seitdem als einzig zuständige Aufsichtsbehörde für die Eurozone und hat insoweit die nationalen Behörden abgelöst, mit denen sie allerdings notwendigerweise eng kooperiert. Mit der Errichtung des ESFS und des SSM hat sich das Aufgabenspektrum der EZB folglich erheblich gewandelt. War sie bisher für die Geldpo- 72 diebank 11.2016

IMPRESSUM ó ¾¾ IMPRESSUM litik zuständig, agiert sie heute zugleich als zentrale Aufsichtsbehörde. Das Werk untersucht diese neue Rolle der EZB und nicht zuletzt ihre Vereinbarkeit mit dem geldpolitischen Mandat. Die Ausarbeitung soll auch einen Beitrag dazu leisten, weiterhin bestehende Defizite aufzuzeigen und auf die Entwicklung nachhaltig funktionsfähiger europäischer Aufsichtsstrukturen hinzuwirken. Red. Stephan Paxmann | Stefan Roßbach Innovative Geschäftsmodelle im Digital Wealth Management. Factbook Bank-Verlag Köln, 1. Aufl. 2016, 112 S., 39,- €, ISBN 978-3-86556-482-5. Die Zahl der Neugründungen im Digital Wealth Management wächst stetig und bringt immer mehr innovative Geschäftsmodelle hervor. Das zweite Factbook stellt mehr als 70 dieser Modelle vor und geht der Frage auf den Grund, ob das Private Banking vor einer Zeitenwende steht. Die Autoren halten den Einsatz von Bankberatern für unverzichtbar, stellen aber auch heraus, dass die persönliche Beratung mithilfe digitaler Unterstützung schon bald „ein Vielfaches“ an Mehrwert für neue Kundengruppen leisten könne. Nach einer Analyse von mehr als 140 Geschäftsmodellen von FinTechs und Non-Bank-Start-ups wählten Paxmann und Roßbach die besonders relevanten Vertreter des Genres aus. Sie stellten dabei ab auf den Mehrwert für den Kunden, den Innovationscharakter der Lösungen und die Bedeutung für den Markt. Während aus Kundensicht Convenience und Transparenz im Vordergrund stehen, fokussieren die Banken auf die Verringerung von Kosten und mehr Effizienz in der Beratung. Kurz gefasst: Die Beratung soll schneller, günstiger und kundenorientierter werden und den Banken weniger Aufwand bescheren. Die im Factbook beschriebenen Geschäftsmodelle spiegeln auf 112 Seiten die wichtigsten Geschäftsfelder des Digital Wealth Managements wider, nämlich Research Tools, Online Brokerage, Social Communities, Robo Advisory und Crowdinvesting. In all diesen Sektoren erwächst den etablierten Banken starke Konkurrenz, wobei der Trend immer mehr in Richtung Kooperation der etablierten Geldinstitute mit Newcomern geht. Banken, die auf digitale Modelle anspringen, können so mit weniger Manpower qualitativ hochwertig beraten, so die Autoren. Besonders spannend sind nach Einschätzung von Paxmann und Roßbach etwa die neuen Aktivitäten von Anbietern wie Whitebox, Quirion, Liqid oder Investify. Whitebox geht unter anderem stärker auf das Warum eines Investments ein, während andere FinTechs und die meisten Banken das Was, also den reinen Produktvertrieb, fokussieren. Im Buch werden u. a. Beispiele für Unbundling- und Rebundling-Strategien vorgestellt. Unter Unbundling versteht man die Auskopplung bestimmter Teile der Wertschöpfungskette bei Bankdienstleistungen, auf die sich die FinTechs spezialisieren. In der Regel betreiben sie ihr Geschäft ohne Banklizenz und umgehen so die Anforderungen der Regulierung. Es gibt aber auch den gegenläufigen Trend, das Rebundling. Hier kommen Angebote auf den Markt, bei denen sich die Start-ups auf ihre Kern-Expertise konzentrieren und Angebote mit Kooperationspartnern zusammenzuführen, statt nach Nischen in Bereichen zu fahnden, für die sie nicht wirklich qualifiziert sind. Das Factbook liefert so einen spannenden Einblick in die Möglichkeiten digitaler Veränderung. Frank Romeike Verlag und Herausgeber Bank-Verlag GmbH Wendelinstraße 1, 50933 Köln Tel.: +49/221/5490-0, Fax.: +49/221/5490-315 E-Mail: die-bank@ bank-verlag.de Redaktion Chefredaktion: Dr. Stefan Hirschmann (verantwortlich) Wilhelm Niehoff Redaktion: Anja U. Kraus Tel.: +49/221/5490-542 E-Mail: anja.kraus@ bank-verlag.de Leitung Kommunikation & Redaktion Dr. Stefan Hirschmann Tel.: +49/221/54 90-221 E-Mail: stefan.hirschmann@ bank-verlag.de Mediaberatung Alexander May Tel.: +49/221/54 90-603 E-Mail: alexander.may@ bank-verlag.de Produktionsleitung Armin Denzel Layout Katrin Frese Geschäftsführer Wilhelm Niehoff (Sprecher) Michael Eichler Matthias Strobel Handelsregister Köln: HRB 65 USt-Id.-Nr. DE 12279 4759 Steuer-Nr. 223 5802 2339 VN 11756 Abo- und Leserservice Tel.: +49/221/5490-500 Fax: +49/221/5490-315 E-Mail: medien@ bank-verlag.de Lektorat Ulrike Ascheberg-Klever, Köln Druck Media Cologne Kommunikationsmedien GmbH Luxemburger Str. 96 50354 Hürth Printed in Germany Erscheinungsweise Printausgabe (ISSN 0342-3182) monatlich (12 x im Jahr) E-Mail-Newsletter: zweiwöchentlich (24 x im Jahr) Anzeigenpreise Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 30 vom 1.1.2016 Bezugspreise Einzelheft: 11,00 €, Abo: 120,00 € pro Jahr (inkl. Versandkosten und 7% Mwst), Studentenabo: 72,00 € pro Jahr (inkl. Versandkosten und 7% Mwst) Copyright und Haftungsausschluss Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlags vervielfältigt werden. Unter dieses Verbot fallen insbesondere die gewerbliche Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf Datenträgern. Die Beiträge sind mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, die Redaktion übernimmt jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der abgedruckten Inhalte. Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Verlags und Herausgebers wieder. Empfehlungen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren sowie anderer Finanz- oder Versicherungsprodukte. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. Für die Inhalte der Werbeanzeigen ist das jeweilige Unternehmen oder die Gesellschaft verantwortlich. 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