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die bank 11 // 2016

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die bank gehört zu den bedeutendsten Publikationen der gesamten Kreditwirtschaft. Die Autoren sind ausnahmslos Experten von hohem Rang. Das Themenspektrum ist weit gefächert und umfasst fachlich fundierte Informationen. Seit 1961 ist die bank die meinungsbildende Fachzeitschrift für Entscheider in privaten Banken, Sparkassen und kreditgenossenschaftlichen Instituten. Mit Themen aus den Bereichen Bankmanagement, Regulatorik, Risikomanagement, Compliance, Zahlungsverkehr, Bankorganisation & Prozessoptimierung und Digitalisierung & Finanzinnovationen vermittelt die bank ihren Lesern Strategien, Technologien, Trends und Managementideen der gesamten Kreditwirtschaft.

ó IT & KOMMUNIKATION

ó IT & KOMMUNIKATION Höhere Datenqualität beim Geldtransfer COMPLIANCE NACH FATF 16 Seit Veröffentlichung der FATF-Empfehlungen konzentrieren sich die Aufsichtsbehörden verstärkt auf Sender- und Empfänger-Angaben im elektronischen Zahlungsverkehr. In einer Reihe von Rechtssystemen wurde und wird die 2012 veröffentlichte Financial Action Task Force (FATF)-Recommendation 16 bereits rechtswirksam umgesetzt. Damit wird die Angabe von Informationen zu Sender und Empfänger in Zahlungsverkehrsnachrichten obligatorisch. Ein neuer Payments Data Quality Service erleichtert jetzt die Erfüllung der aktuellen globalen Anforderungen. Michael Formann Keywords: Regulierung, Zahlungsverkehr Das EU-Parlament hat im Mai 2015 eine neue Geldwäscherichtlinie und gleichzeitig eine neue Geldtransferverordnung verabschiedet, die vom 26. Juni 2017 an für die Banken rechtsverbindlich ist. Die Einhaltung der Vorgaben der FATF 1 -Empfehlung 16 wird somit in der EU Gesetzeskraft erhalten. Damit erhöhen sich die Compliance- und operationellen Anforderungen an die Finanzinstitutionen. Untersuchungen in der Finanzindustrie haben gezeigt, dass oftmals Informationen über Sender und Empfänger bei einer großen Zahl von Zahlungsverkehrsnachrichten fehlen oder dass diese unvollständig oder unstrukturiert sind. Mängel in der Standardisierungspraxis für die Formatierung einzelner Angaben zu Sender und Empfänger – wie beispielsweise Adressen und Bankkontonummern – in Finanznachrichten können die Datenerkennung durch automatisierte Systeme erschweren. Zudem betreiben viele Banken heute immer noch multiple Zahlungsverkehrs- Plattformen, mit denen es kaum möglich ist, eine globale, bankenweite Übersicht über die Datenqualität im Zahlungsverkehr zu erhalten. Compliance mit Payments Data Quality Service Um diese Herausforderungen zu bewältigen, wurde in enger Zusammenarbeit mit den Banken ein erweiterter Reportingund Datenanalyse-Service entwickelt, der die Finanzinstitute bei der Erfüllung der neuen internationalen Anforderungen für Sender- und Empfänger-Angaben in Zahlungsverkehrsnachrichten unterstützt. Der neue Payments Data Quality Service erleichtert den Geldinstituten die Kontrolle ihrer Compliance im Rahmen der FATF-Empfehlung 16 für den elektronischen Zahlungsverkehr. Der Service ermöglicht die Prüfung der Datenqualität von Zahlungsverkehrsnachrichten bei allen globalen Aktivitäten einer Bank mit all ihren Gegenparteien bzw. Korrespondenzbanken, und das unter Einschluss sämtlicher Gruppengesellschaften. Gleichzeitig können damit die für die Compliance mit der FATF-Empfehlung 16 erforderlichen Informationen sowie spezifische Qualitätsprobleme mit Daten, beispielsweise aus bestimmten Ländern und Branchen mit Risikomerkmalen, präzise überwacht werden. Das sichert den Banken eine konsequente konzernweite Anwendung der gemeinschaftlich abgestimmten, auf den Vorgaben von FATF 16 beruhenden Prüfregeln. Zugleich wird die weitere Entwicklung von Standards in der Finanzindustrie gefördert. Funktion, Anwendung und Leistungen Mithilfe der Verifizierungsregeln, die in Zusammenarbeit mit der weltweiten Community und in Übereinstimmung mit der Branchenpraxis entwickelt wurden, überprüft dieser Datenqualitätsservice die Zahlungsverkehrsnachrichten einer Bank. Dadurch erhalten Finanzinstitutionen óóeine globale Übersicht über die Qualität von Sender- und Empfänger-Informationen in ihren ein- und ausgehenden Zahlungsverkehrsnachrichten, óóausführliche Analysemöglichkeiten, mit deren Hilfe sie potenzielle Risiken in Verbindung mit bestimmten Gegenparteien, Ländern und Branchen erkennen können, óóverlässliches Reporting durch eine neutrale Drittpartei zur Unterstützung ihrer internen Ermittlungen und Abstimmungen mit ihren Gegenparteien, óódie Nutzung einer Web-Plattform, die keine Installation, Integration oder den Betrieb zusätzlicher Systeme im eigenen Haus erforderlich macht. Die großen internationalen Geldinstitute melden einen wachsenden Bedarf an besseren Zahlungsverkehrsdaten – vor allem in Verbindung mit der Bekämpfung der 58 diebank 11.2016

IT & KOMMUNIKATION ó Finanzkriminalität – und begrüßen die neuen Branchenpraktiken zur Verbesserung von Datenqualität, Transparenz und Compliance. Globale Plattform für neue Branchenpraktiken Wenn sichergestellt ist, dass wichtige Zahlungsverkehrsnachrichten vollständige Angaben zu Sender und Empfänger enthalten, wird den Finanzinstitutionen die Erfüllung ihrer Pflichten gegenüber den Aufsichtsbehörden erleichtert. Fehlen diese Informationen oder sind sie unstrukturiert und unvollständig, erschwert dies interne Ermittlungen und Kontrollen erheblich. Die Banken erhalten mit dem Datenqualitätsservice ein zuverlässiges, exaktes Analyse- und Reporting-Tool für ihre entsprechenden Compliance-Aktivitäten. Gleichzeitig wird hier eine globale Plattform für die weitere Entwicklung von Branchenpraktiken eingerichtet, mit deren Hilfe Banken ihre betrieblichen Kosten und Risiken deutlich vermindern können. Durch die gemeinsame Nutzung dieser partnerschaftlich entwickelten Plattform entfällt für die Banken ein kostenintensiver Aufwand zur Unterhaltung unterschiedlicher Schnittstellen sowie das Sammeln und Standardisieren von Daten aus verschiedenen Systemen. Den Nutzern verschafft die globale, konzernweite Übersicht eine schnelle Identifizierung von Gegenparteien, Branchen oder Ländern, deren Zahlungsverkehrsdaten eine nicht akzeptable Qualität aufweisen. Das Ex-Post-Reporting des Services blockiert Zahlungen nicht, sondern definiert stattdessen Problembereiche und bestimmte Trends umgehend und liefert Informationen, die sofortige Untersuchungen und geeignete Gegenmaßnahmen in den eigenen Zahlungssystemen ermöglichen. Erweiterung des Compliance-Portfolios Payments Data Quality kann als Bestandteil des Compliance-Analytics-Services oder als Einzelservice genutzt werden. Die stetig wachsenden Compliance-Anforderungen zwingen die Banken zu einer kontinuierlichen Ausweitung der Dienste zur Bekämpfung von Finanzkriminalität in den Bereichen Sanktionen / Embargos, Know Your Customer (KYC) und Geldwäsche-Bekämpfung (Anti-Money Laundering, AML). ó Autor: Michael Formann ist Head of SWIFT Germany & Central Europe in Frankfurt am Main. 1 Die Financial Action Task Force (FATF) ist eine internationale Körperschaft, zu deren Mitgliedern 35 Rechtssysteme und zwei regionale Organisationen zählen. Die FATF-Empfehlungen gelten als internationaler Standard für die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismus-Finanzierung. Alfred Dittrich | Thomas Egner (Hrsg.) Trends im Zahlungsverkehr III Der dritte Teil der erfolgreichen Reihe! Die Welt im Zahlungsverkehr dreht sich weiter, und das Tempo der Veränderungen lässt nicht nach. Daher wird mit diesem Buch der nunmehr dritte Band „Trends im Zahlungsverkehr“ vorgelegt. Das vorliegende Buch stellt den Veränderungsprozess unter Berücksichtigung von Regulatorik, Digitalisierung und FinTechs im Zahlungsverkehr dar, liefert wichtiges Faktenwissen im Überblick und Impulse für eine zukunftsgerichtete Weiterentwicklung des Zahlungsverkehrs in Kreditinstituten. Jetzt bestellen ISBN 978-3-86556-473-3 | Art.-Nr. 22.526-1600 | 248 Seiten, gebunden 59,00 Euro Weitere Fachmedien in unserem Webshop: www.bank-verlag-shop.de 11.2016 diebank 59

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